Henrik Kristoffersen kommt in dieser Saison nicht in Fahrt: Coach erklärt Probleme bei Material-Abstimmung
Publiziert 03/01/2024 um 17:27 GMT+1 Uhr
Henrik Kristoffersen ist einer der erfolgreichsten Ski-Rennfahrer der Welt. Bereits 30 Weltcup-Siege konnte der Norweger in seiner Karriere bislang einfahren, in dieser Saison aber stand der ehrgeizige Technik-Spezialist noch nicht ein einziges Mal auf dem Podest. Das liege vor allem auch an der ungewohnten Material-Abstimmung, erklärte sein Schweizer Trainer Jörg Roten.
Dicker Patzer: Kristoffersen verspielt Podium
Quelle: Eurosport
Kurz vor Weihnachten musste der Riesenslalom-Weltmeister von 2019 in Alta Badia die nächste bittere Niederlage hinnehmen.
Auf der Gran Risa reichte es zweimal nur zu Rang sieben, Top-Konkurrent Marco Odermatt war ihm unglaubliche 3,10 bzw. 2,67 Sekunden voraus.
"In Alta Badia haben wir wirklich miserabel ausgesehen", analysierte Coach Roten im Anschluss an die Rennen. Gleichzeitig lieferte der Schweizer in der Zeitung "Blick" auch eine Erklärung für das lediglich durchschnittliche Abschneiden seines Schützlings:
"Im letzten Winter ist Henrik mit dem Lange-Schuh gefahren, den er aus der Rossignol-Zeit gewohnt war. Nachdem Lange im letzten Frühling die Zusammenarbeit wohl auch auf Druck von Rossignol beendet hat, baute Van Deer einen eigenen Schuh, den wir kurz vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden erhalten haben. Bis jetzt haben wir die passende Abstimmung zwischen Schuh und Ski noch nicht gefunden."
Kristoffersen mit Material-Wechsel vor der Saison
Der Hintergrund: Im Frühling 2022 wechselte Kristoffersen von Rossignol-Ski auf die von Marcel Hirscher entwickelten Van-Deer-Bretter. Die Umstellung auf die neuen Ski lief reibungslos - das scheint mit dem aktuellen Ski-Schuh der Hirscher-Marke nicht der Fall zu sein.
"Im Vorjahr war es relativ einfach, Ski und Schuh abzustimmen, weil Henrik mit dem Lange-Modell jahrelange Erfahrung hatte. Diese elementaren Anhaltspunkte fehlen uns beim neuen Van-Deer-Schuh", führte Roten weiter aus.
Nun bestehe die Gefahr, dass das Kristoffersen-Team bei "diesem Abstimmungsprozess den Überblick" verliere. Immerhin: "Henrik ist in den letzten Tagen besser Ski gefahren als in Alta Badia", betonte sein Trainer.
Vor dem Weltcup in Adelboden besteht also wieder Hoffnung, dass der Norweger zurück zu alter Form findet.
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