Ski-Star Marco Odermatt äußert Kritik wegen zu geringer Preisgelder: "Du fühlst dich wie der größte Depp"
Publiziert 14/01/2025 um 15:39 GMT+1 Uhr
Ski-Superstar Marco Odermatt hat offen über finanzielle Ungleichheiten bei den Siegprämien in unterschiedlichen Sportarten gesprochen und eine kuriose Anekdote mit Tennislegende und Werbe-Kollege Roger Federer ausgepackt. Der 26-Jährige erklärte mit Blick auf die Preisgelder: "Wenn wir uns mit Tennis-Spielern vergleichen, kommst du dir als Skirennfahrer wie der größte Joggel (Depp, d. Red.) vor."
Ekstase in Adelboden: Odermatt im Riesenslalom nicht zu schlagen
Quelle: Eurosport
In Adelboden erhält der Sieger genau wie in Wengen 45.000 Schweizer Franken Preisgeld. Von verschiedenen Athleten wurde diese Summe als unverhältnismäßig bewertet.
In diesem Zusammenhang erklärte Odermatt jedoch im Interview mit dem "Blick" auch: "Wenn ich aber an das Einkommen eines Weltklasse-Kunstturners oder eines Freestylers denke, muss ich sagen, dass es uns nicht so schlecht geht. Ich bin trotzdem der Meinung, dass die Weltcup-Klassiker spezieller honoriert werden müssten."
"Dass die Organisatoren der Speed-Rennen in Kvitfjell, wo selten mehr als 1000 Zuschauer dabei sind, nicht mehr Preisgeld bezahlen können, leuchtet mir total ein", so der Schweizer.
Er betonte dennoch: "Aber zu den Rennen in Adelboden und Wengen pilgern zwischen 35.000 und 60.000 Fans. Zudem kassieren diese Veranstalter auch noch Geld von Sponsoren und den TV-Stationen. Ich erwarte nicht, dass der Sieger bei jedem Klassiker wie in Kitzbühel 100.000 Euro erhält. Aber ein bisschen mehr als in Kvitfjell sollte man bei den Weltcup-Klassikern im Berner Oberland schon verdienen können."
Odermatt enthüllt Federer-Anekdote
Neben seiner erfolgreichen Ski-Karriere ist Odermatt auch als Werbepartner für etliche Partner im Einsatz. Tennis-Legende Roger Federer ist dabei in einem gemeinsamen Clip mit dem 26-Jährigen im Einsatz gewesen, seitdem sind die beiden Schweizer Sportikonen immer wieder in Kontakt.
Odermatt sagte über sein Verhältnis zu Federer: "Wir haben uns kurz ausgetauscht, als unser neuer Werbespot erstmals im TV zu sehen war. Und vor dem Weltcup-Auftakt hat er mir viel Glück für die Saison gewünscht. Es gab allerdings eine Situation, in der ich gegenüber Roger ein ziemlich schlechtes Gewissen hatte."
Auf Nachfrage erzählte Odermatt dann: "Ich habe mir zu später Stunde im Bett liegend Rogers Film 'Zwölf letzte Tage' angeschaut. Weil mich diese Dokumentation total gefesselt hat, habe ich tief in der Nacht zu meinem Handy gegriffen, weil ich Roger per Whatsapp zu dieser Produktion gratulieren wollte."
Der Olympiasieger berichtete weiter: "Dummerweise bin ich in diesem Moment auf die Anruftaste gekommen. Das war mir extrem peinlich. Ich habe befürchtet, dass sich Roger denken wird, dass der Odermatt angetrunken an einer Bar sitzt und um zwei Uhr morgens einem Kollegen beweisen muss, dass er die Handynummer von King Roger besitzt. Zum Glück hat er auch in dieser Situation völlig leger reagiert, wie Roger in unserem gemeinsamen Werbespot so schön sagt."
Das könnte Dich auch interessieren: Braathen nach Nebel-Fahrt: "Ich habe mich wie Superman gefühlt"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/01/12/4081250-82762648-2560-1440.png)
Highlights: Odermatt siegt nach packendem Finale in Adelboden
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung