Aleksander Aamodt Kilde schuftet im Fitnessraum für den kommenden Weltcupwinter: Echte Gefahr für Marco Odermatt und Co.?

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Nach dem Verzicht auf die Weltcupsaison 2024/25 infolge seiner schweren Sturzes bei der Abfahrt in Wengen im Januar 2024 feierte Aleksander Aamodt Kilde im November 2025 ein umjubeltes Comeback. Doch der Weg zurück in die Weltspitze erwies sich deutlich schwieriger als vermutet. Nach vielen gesundheitlichen Rückschlägen stand das Karriereende im Raum - doch der Norweger will es noch einmal wissen.

Aleksandar Aamodt Kilde beim Training in Österreich // Screenshot: nstagram.com/akilde

Fotocredit: Instagram

Aleksander Aamodt Kilde betrat in diesem Sommer den einen oder anderen roten Teppich. Gemeinsam mit seiner Verlobten Mikaela Shiffrin war der 33-Jährige vor allem während der Fußball-WM in den USA ein gern gesehener Gast auf zahlreichen Glamour-Partys.
Bei der Verleihung der ESPY Awards in New York versuchte sich Kilde als Fußballer, wurde dabei aber von Shiffrin, die in High Heels enormes Ballgefühl zeigte, klar in den Schatten gestellt. Beim Fanatics Fest am Tag vor dem WM-Finale in New York posierte Kilde zudem mit Jason Sudeikis, dem Hauptdarsteller der Erfolgsserie Ted Lasso.
Willkommene Abwechslung für einen der besten Skirennläufer des letzten Jahrzehnts, dessen Karriere aber seit seinem Sturz in Wengen im Januar 2024 und der damit einhergehenden komplizierten Verletzungen am seidenen Faden hing.
In der letzten Saison kehrte Kilde in den Weltcupzirkus zurück und fuhr beim Comeback-Super-G in Copper Mountain als 24. gleich wieder in die Punkte. Sein bestes Resultat war Platz elf in der Abfahrt von Beaver Creek, doch die Speed-Klassiker in Gröden, Wengen und Kitzbühel ließ er in der Folge aus und beendet die Saison Ende Januar nach Rang 42 bei der Abfahrt in Crans-Montana wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme und fehlender Wettkampfhärte vorzeitig.
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Aleksander Aamodt Kilde mit Mikaela Shiffrin und Ted Lasso-Darsteller Jason Sudeikis

Fotocredit: Getty Images

Kilde schuftet im Fitnessraum

Zwischenzeitlich kokettierte Kilde mit seinem Karriereende - doch diesen Kampf hat er gewonnen. Auf seinen Instagram-Account postete er kürzlich ein Video, das ihn bei der Schufterei im Kraftraum zeigt. Gewichtheben, einbeinige Bocksprünge, Hürdenläufe, kräftezehrende Übungen zum Halten der Balance - Kilde lässt nichts aus und wirkt dabei körperlich in sehr guter Verfassung.
Die norwegische Zeitung "Dagbladet" berichtete, dass Kilde wie "ein Berserker" und "so hart und intensiv wie nie zuvor" trainiere. Vollgas statt Ruhestand - Kilde will es noch einmal wissen. Muss sich die Speed-Elite um die Schweizer Superstars Marco Odermatt und Franjo von Allmen also wieder warm anziehen, wenn Kilde am Start steht?
Kildes Grundniveau ist außergewöhnlich. Er hat in Abfahrt und Super-G 21 Weltcupsiege vorzuweisen und war 2023 der erste Fahrer seit 2009 (Didier Defago), der die Klassiker in Wengen und Kitzbühel hintereinander gewinnen konnte.
Selbst während seines schwierigen Comebacks betonte Kilde, dass er die notwendige Geschwindigkeit wieder gespürt habe und nun wisse, was für eine Rückkehr an die Spitze nötig sei. Zudem gehört er mit 33 keineswegs zum alten Eisen. Viele Abfahrer erreichen oder halten ihr Topniveau bis Mitte oder sogar Ende 30.

Kildes Fahrstil enorm kraftintensiv

Kilde war nie der filigranste Skifahrer, seine Stärke bestand eher darin, Geschwindigkeit besser zu konservieren als seine Konkurrenten. In Bestform wirkte es, als würde er auf denselben Pisten mit einem stärkeren Motor fahren. Vor seinem Unfall bei der Lauberhorn-Abfahrt war der Norweger auf klassischen Speedkursen oft der Fahrer mit dem größten Topspeed.
Auf flachen Passagen und langen Gleitstücken verliert er kaum Geschwindigkeit - eine ideale Voraussetzung für Strecken wie Wengen, Gröden oder Beaver Creek. Zudem ist Kildes Oberkörperstabilität und sein Gleichgewicht auch bei Tempo 130 km/h herausragend.
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Konkurrenten und Kumpels: Aleksander Aamodt Kilde (l.) und Marco Odermatt

Fotocredit: Getty Images

Um wieder richtig schnell zu werden, ist eine körperliche Top-Verfassung unabdingbar, da Kildes Fahrstil enorm kraftintensiv ist. Hierfür legt er in stundenlangen Sessions im Kraftraum die Basis.
Ob Kilde Odermatt und Co. über eine ganze Saison hinweg Paroli bieten und wieder in den Kampf um die Kristallkugeln eingreifen kann, muss bezweifelt werden. Für einzelne Siege in Abfahrt und Super-G ist er aber definitiv noch gut genug.
An der Motivation wird es im anstehenden Winter jedenfalls nicht scheitern. Mit der WM in Crans-Montana steht im Februar 2027 das nächste Großereignis an. Und Kilde hat diesbezüglich noch eine Rechnung zu begleichen. Eine Goldmedaille bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften fehlt nämlich noch in seiner Sammlung.
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Quelle: Eurosport


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