Aksel Lund Svindal erhält Lob und Dankbarkeit für Umgang mit Krebs-Diagnose: Ministerpräsident meldet sich

Der frühere Ski-Star Aksel Lund Svindal aus Norwegen ist an Hodenkrebs erkrankt. Für seine Offenheit nach der Operation erntete der zweimalige Olympiasieger Lob, sogar der Ministerpräsident Jonas Gahr Störe meldete sich bei Facebook und bedankte sich für den Umgang mit der Diagnose. Das Thema bleibt omnipräsent. Zuletzt wurden auch in der Fußball-Bundesliga vier Hodentumor-Erkrankungen öffentlich.

Aksel Lund Svindal

Fotocredit: Getty Images

Sogar Norwegens Ministerpräsident meldete sich zu Wort, nachdem Ski-Star Aksel Lund Svindal seine Hodenkrebs-Erkrankung bekannt gegeben hatte. "Gute Besserung, Aksel", schrieb Jonas Gahr Störe bei Facebook und dankte dem zweifachen Olympiasieger für die Offenheit und den Appell zur Vorsorge: "Diesen Aufruf unterstütze ich."
Der nach der WM 2019 zurückgetretene Svindal hatte sich am Samstag bei Instagram zu seiner Diagnose geäußert - in der Hoffnung, Vorbild sein zu können. "Ich weiß, dass Männer nicht gut darin sind, über gesundheitliche Probleme zu sprechen. Manchmal muss man aber genau das tun", schrieb der frühere Ausnahme-Skirennläufer und leistete Aufklärung: "Wussten Sie, dass Hodenkrebs die häufigste Krebsart bei Männern unter 50 Jahren ist?"
Er sei bereits operiert worden und habe eine "sehr gute" Prognose, versicherte Svindal, der unter anderem Olympiagold 2010 im Super-G und 2018 in der Abfahrt gewann. Die "vergangenen Wochen" seien nun "anders" gewesen, so der 39-Jährige: "Aber ich kann Wochen sagen, nicht Monate, weil ich großartige medizinische Hilfe hatte. Ich habe eine Veränderung in meinem Körper gespürt, ich war nicht sicher, was es war oder ob es überhaupt etwas war."
Doch er reagierte, ließ sich untersuchen und musste die gefürchtete Diagnose verkraften. Doch alle Tests und der Eingriff seien dann sehr schnell erfolgt, schon nach der ersten Woche habe er Zuversicht schöpfen können, schrieb der fünfmalige Weltmeister: "Alles dank dieser ersten Entscheidung, einen Arzt aufzusuchen, als ich den Verdacht hatte, dass etwas nicht stimmt".
Das Thema bleibt im Sport omnipräsent. Allein in der Fußball-Bundesliga waren zuletzt gehäuft Hodentumor-Erkrankungen öffentlich geworden. Erst am vergangenen Mittwoch war bei Jean-Paul Boetius (28) von Hertha BSC bei einer urologischen Untersuchung ein Tumor entdeckt worden. Nach Timo Baumgartl (26/Union Berlin), Marco Richter (24/Hertha) und Sebastien Haller (28/Dortmund) war es seit dem Frühjahr bereits der vierte Fall in der Bundesliga.
(SID)
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Quelle: Eurosport

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