Riesenslalom in Alta Badia: Fabian Gratz macht mit irrer Aufholjagd 24 Plätze gut - Marco Schwarz feiert emotionalen Sieg
Fabian Gratz ist im Riesenslalom von Alta Badia (ITA) mit einer sensationellen Aufholjagd in Durchgang zwei von Platz 29 auf fünf vorgefahren und hat das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere gefeiert. Damit knackte der 28-jährige Deutsche auch die Olympia-Norm. Der Sieg ging an den Österreicher Marco Schwarz vor Lucas Pinheiro Braathen (+0,18 Sekunden) und Stefan Brennsteiner (+0,22 s).
Highlights: Gratz verpasst Podest bei Schwarz-Sieg nur knapp
Quelle: Eurosport
So richtig konnte Gratz sein Husarenstück nach Rennende gar nicht fassen. "Ich weiß noch gar nicht genau, was ich dazu sagen soll", sagte der Deutsche. Nach dem verkorksten ersten Lauf sei im zweiten dann "Wut" mit dabei gewesen. Mit Erfolg! Fahrer um Fahrer ließ er hinter sich und verpasste am Ende nur um 26 Hundertstel das Podest und um 48 Hundertstel den Sieg.
"Das war die beste Piste, die ich je gehabt habe auf dieser Strecke. Das habe ich absolut genutzt", sagte Gratz: "Mit dem Ergebnis bin ich sehr, sehr zufrieden." Sein bisheriges Topresultat war ein zwölfter Rang in der vergangenen Woche beim Riesenslalom in Val d'Isère.
Auch für Sieger Marco Schwarz war es ein besonderer Erfolg. Der 30-jährige Österreicher feierte den ersten Sieg seit seinem Comeback im Dezember 2024. "Mein letzter Sieg ist so lange her. Es bedeutet mir eine Menge", so Schwarz im Siegerinterview: "Es ist gut für die Seele, gut für das gesamte Team. Danke fürs Anfeuern."
2023 hatte sich Schwarz in Bormio einen Kreuzbandriss zugezogen. Seinen letzten Erfolg im Weltcup hatte er im Dezember 2023 in Madonna di Campiglio gefeiert. Vor 730 Tagen.
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Bestzeit im zweiten Lauf: Gratz sensationell von 29 auf Platz 5
Quelle: Eurosport
Odermatt fehlt die Frische
Seriensieger Marco Odermatt, der in den vergangenen drei Tagen jeweils bei den Speed-Klassikern in Gröden an den Start gegangen war und unter anderem die Abfahrt am Donnerstag gewonnen hatte, wirkte dagegen ausgebrannt und wurde am Ende Sechster (+0,82).
Damit war Gratz schneller als der Dominator aus der Schweiz, den er zuletzt in einem Schülerrennen besiegt hatte. "Wahnsinn", sagte Gratz, dass ihm das nun gelungen sei, "die letzten Jahre war das undenkbar".
Gratz und Alexander Schmid, der diesmal 22. wurde, sind bereits für die Olympischen Spiele im Februar qualifiziert - im Gegensatz zu zwei Teamkollegen. Anton Grammel und Jonas Stockinger verpassten den zweiten Lauf, ihnen bleiben damit noch zwei Riesenslaloms, um sich für Olympia zu qualifizieren.
Bislang haben sie eine von zwei geforderten Platzierungen unter den ersten 15 vorzuweisen.
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(mit SID)
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Emotionen pur! Schwarz erlöst sich nach 730 Tagen Durststrecke
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