Österreichs Newcomerin Magdalena Egger verrät bei Eurosport ihre Ziele: "Ich möchte zu den Besten Skifahrerinnen der Welt gehören"
VonThomas Gaber
Update 09/01/2026 um 20:24 GMT+1 Uhr
Magdalena Egger startet in dieser Weltcupsaison durch. Bei der Abfahrt in St. Moritz im Dezember fuhr die Österreicherin mit der hohen Startnummer 27 hinter Siegerin Lindsey Vonn auf Rang zwei. Die 24-Jährige ist sechsfache Junioren-Weltmeisterin und will nun im Weltcup so richtig angreifen. "Ich will zu den besten Skifahrerinnen der Welt gehören", sagte Egger im Exklusiv-Interview mit Eurosport
ÖSV-Hoffnung Egger exklusiv: "Schockverliebt ins Paragliden"
Quelle: Eurosport
Am Wochenende hat Magdalena Egger Heimspiel. Samstag und Sonntag stehen in Altenmarkt/Zauchensee eine Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm (alle Rennen live auf Eurosport und discovery+).
Die Österreicherin zählt zum erweiterten Favoritenkreis. Davon war Egger zu Saisonbeginn noch weit entfernt. Nach großen Erfolgen in der Jugend mit sechs WM-Titeln dauerte es einige Jahre, ehe Egger ins Weltcupteam des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) aufgenommen wurde. In ihrer Debütsaison 2024/25 war ein 18. Platz ihr bestes Ergebnis.
Doch im Dezember platzte in St. Moritz der Knoten, als Egger in der Abfahrt der überragenden Lindsey Vonn noch am nächsten kam.
"Ich hatte eine sehr gute Vorbereitung mit viel Ruhe und Gelassenheit. Ich habe mich auf mich konzentriert und konnte plötzlich Schwünge fahren, die ich vorher nicht fahren konnte. Das hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben", verrät Egger bei Eurosport ihr Rezept auf dem Weg in die Weltspitze.
Probleme bei der Streckenbesichtigung
Das Skifahren wurde ihr in die Wiege gelegt. Aufgewachsen im Skieldorado Lech am Arlberg stand Egger mit drei Jahren erstmals auf Skiern. "Wir hatten die Berge vor der Haustüre, zudem war mein Vater Skilehrer. Da war es naheliegend, dass ich früh Skifahren gelernt habe", so Egger.
Bereits im Alter von elf Jahren habe sie davon geträumt, Profisportlerin zu werden. "Meine Mutter hat mich dabei erwischt, wie ich vor dem Spiegel stand und gesagt habe: 'Ich bin die Magdalena und ich fahre im Weltcup'", erinnert sich Egger und lacht dabei.
Dass es etwas gedauert hat, ehe sie auch im Weltcup vorne reinfuhr, begründet Egger mit einer falschen Herangehensweise bei der Streckenbesichtigung. "Ich habe das oft falsch eingeschätzt. Ich dachte, das sieht schwierig aus, war es bei der Fahrt dann aber gar nicht. Ich habe mir nach den Besichtigungen nicht zugetraut, Vollgas zu fahren", erzählt sie.
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Quelle: Eurosport
Klares Ziel vor Augen: Konstant auf Platz eins bis fünf
Doch der Coup von St. Moritz hat einiges verändert. "Mein Ziel ist ganz klar: Ich möchte zu den besten Skifahrerinnen der Welt gehören. Das heißt für mich Platz eins bis fünf - und zwar konstant", so Egger.
Zudem möchte sie Vorbild für die Jugend sein und "einer ganzen Generation positiv im Kopf bleiben".
Den Grundstein dafür legte die leidenschaftliche Paragliderin in St. Moritz. Der nächste Schritt soll beim Heimspiel in Zauchensee folgen.
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