Ski Alpin - Mikaela Shiffrin zollt Emma Aicher vor Showdown um Gesamtweltcup in Norwegen Respekt: "Sie hat es verdient"

Der Kampf um den Gesamtweltcup der Damen im alpinen Skizirkus spitzt sich zu. Mikaela Shiffrin baute mit ihrem Slalom-Sieg am Sonntag ihren Vorsprung auf Emma Aicher auf 140 Punkte aus - doch entschieden ist das sportlich faire Duell längst nicht. Vor dem Weltcupfinale in Norwegen zeigt sich Shiffrin von ihrer ärgsten Konkurrentin beeindruckt, gibt sich aber auch kämpferisch.

Zweikampf um Gesamtweltcup: Aicher beißt sich an Shiffrin fest

Quelle: Eurosport

Ein kurzer Blick, ein ungläubiges Staunen - und dann brach es einmal kurz aus Mikaela Shiffrin heraus.
Die US-Amerikanerin hat es am Sonntag schon wieder getan: Zum insgesamt zehnten Mal in ihrer Karriere siegte sie in Are und stellte damit ihre Vormachtstellung im Slalom einmal mehr unter Beweis.
Dabei waren die Bedingungen in Schweden für sie nicht gerade optimal, wie Shiffrin im Anschluss im "ORF" verriet. "Das ist nicht mein liebster Untergrund, wenn ich mich mit dem Schnee unter den Ski nicht so wohlfühle", erklärte die 31-Jährige.
Nichtsdestotrotz gewann die Olympiasiegerin acht der bisherigen neun Slalomrennen in dieser Saison. Einzig in Kranjska Gora musste sich die Dominatorin der Schweizerin Camille Rast geschlagen geben, wurde "nur" Zweite. Ihre herausragende Slalom-Form ist auch ausschlaggebend für ihren ersten Platz im Gesamtweltcup mit insgesamt 1286 Punkten.
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Highlights: Aicher bärenstark - Shiffrin zeigt ihre Slalom-Klasse

Quelle: Eurosport

Shiffrin über Duell mit Aicher: "Spannender Kampf"

Ein Weltcupsieg gelang Emma Aicher in ihrer "Heimat" Are nicht, allerdings hielt die Deutsch-Schwedin mit dem besten Slalom-Ergebnis ihrer noch jungen Karriere auf Platz zwei (+0,94 Sekunden hinter Shiffrin) den Gesamtweltcup spannend, nachdem sie am Samstag mit Platz vier im Riesenslalom sogar überraschend Punkte auf Shiffrin gutgemacht hatte.
Lediglich 140 Zähler trennen die beiden Konkurrentinnen vor dem Saisonfinale in Kvitfjell und Hafjell. Nervenkitzel ist in den abschließenden vier Rennen damit garantiert. "Es ist ein wirklich spannender Kampf", sagte Shiffrin über das Duell mit Aicher um die große Kristallkugel.
Maximal 400 Punkte sind noch zu holen - in der Abfahrt am kommenden Samstag, dem Super-G (Sonntag) sowie im Slalom (24. März) und Riesenslalom (25. März, alles live bei Eurosport und HBO Max).

Der Stand im Gesamtweltcup nach 33 von 37 Rennen:

#NAMELANDPUNKTEABSTAND
1Mikaela ShiffrinUSA1286-
2Emma AicherGER1146-140
3Camille RastSUI999-287
4Sofia GoggiaITA853-433
5Alice RobinsonNZL779-507

Shiffrin zollt Aicher Respekt

Vor dem finalen Showdown in Norwegen hatte Shiffrin nur positive Worte für ihre Kontrahentin übrig.
"Um ehrlich zu sein, hat sie das absolut verdient. Wie man sehen kann, fährt Emma in jeder Disziplin einfach wahnsinnig gut. Es ist unglaublich zu sehen, dass sie überall vorne dabei ist - da ist sie eigentlich die Einzige", zollte die Olympiasiegerin der jungen Deutschen Respekt.
Allerdings sei sie selbst "auch noch mitten im Kampf", wie Shiffrin mit einem Lächeln anmerkte.
"Ich werde weiter kämpfen - für mein Team, meine Trainer und für alle, die in dieser Saison und auch in den vergangenen drei Jahren, als ich mit mehreren Verletzungen zu kämpfen hatte, so hart gearbeitet haben", betonte die fünfmalige Gesamtweltcupsiegerin, die 2023/24 Lara Gut-Behrami (Schweiz) und 2024/25 Federica Brignone (Italien) die große Kristallkugel überlassen musste.
Ihr Team habe immer an sie "geglaubt, mir vertraut und mir geholfen, motiviert zu bleiben. Wir werden weiter kämpfen, unsere Energie bündeln und alles geben. Dann werden wir sehen, wie es ausgeht - es bleibt wirklich spannend."
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Ski Alpin: Emma Aicher (l.) und Mikaela Shiffrin liefern sich ein spannendes Duell im Kampf um den Gesamtweltcup

Fotocredit: Imago

Aicher: "Shiffrin ist weit voraus"

Dies liegt nicht zuletzt an Aicher und ihren starken Leistungen in diesem Winter. Anstelle von Kampfansagen gab sich die 22-Jährige nach ihrem Podestplatz in Are - dem neunten in dieser Saison - gewohnt demütig.
"Dass ich hier stehen kann und sagen kann, dass ich im Kampf dabei bin, das ist schon riesig für mich", sagte sie im "ORF": "Vor einem Jahr war ich ja noch nirgends im Vergleich. Ich bin schon sehr stolz, dass das so ist." 2024/25 war Aicher im Gesamtweltcup auf Position 15 gelandet, im Winter zuvor war sie 48. gewesen.
Shiffrin sei jedoch mit ihren 140 Punkten Vorsprung "weit voraus", betonte die Allrounderin. Sie bei nur noch vier ausstehenden Rennen noch einzuholen, werde deshalb "sehr, sehr schwer. Ich werde mich einfach auf mich konzentrieren, dann sieht man, was herauskommt. Ich glaube, ich kann mit meinem Skifahren in allen vier Disziplinen über die Saison hinweg zufrieden sein."
Zumal die zweifache Silbermedaillengewinnerin der zurückliegenden Olympischen Winterspiele von Cortina d'Ampezzo auch im Abfahrtsweltcup noch eine kleine Kristallkugel gewinnen kann. Dort liegt sie mit 408 Punkten nur 28 Zähler hinter der Italienerin Laura Pirovano (436). Die Starnbergerin Kira Weidle-Winkelmann (351) hat auch noch theoretische Chancen.
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So gut wie nie: Aicher macht bestes Riesenslalom-Ergebnis perfekt

Quelle: Eurosport


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