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Beaver Creek: Marco Odermatt "der große Verlierer" des chaotischen Saisonstarts - Johan Clarey leidet mit Superstar
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Publiziert 06/12/2023 um 00:17 GMT+1 Uhr
Ob Sölden, Zermatt oder nun auch Beaver Creek - die Weltcup-Saison der Herren war bislang vom schlechten Wetter verflucht. Von den sieben angesetzten Rennen wurde nur ein einziges durchgeführt, im Speed-Bereich wurden überhaupt noch keine Punkte vergeben. Der große Leidtragende des chaotischen Saisonstarts ist Marco Odermatt, der laut Eurosport-Experte Johan Clarey mit dem Rücken zur Wand steht.
Marco Odermatt
Fotocredit: Getty Images
Ein einziger Lauf war Marco Odermatt in der Weltcup-Saison 2023/24 bislang vergönnt. Bei sechs geplanten Einsätzen in sieben Rennen eine verblüffend magere Ausbeute. Doch hängt dieser Umstand wenig mit einer mangelnden Einsatzbereitschaft seitens des letztjährigen Dominators zusammen.
Ein Blick auf den Gesamtweltcup reicht, um Licht ins Dunkel zu bringen. Wenn nach vier Weltcup-Wochenenden Manuel Feller mit lediglich 100 Punkten das Klassement anführt, muss etwas gehörig schiefgelaufen sein.
"So etwas habe ich noch nie erlebt", zeigte sich Eurosport-Experte Johan Clarey schockiert über die zahlreichen Absagen im diesjährigen Winter. Sowohl in Sölden als auch in Zermatt-Cervinia oder in Beaver Creek musste sich die FIS den Urkräften der Natur geschlagen geben. Zu viel Wind, zu viel Schnee - die Kombination daraus macht einen Wettkampf unter fairen Bedingungen schlichtweg unmöglich.
Dieser Saisonstart ist eine Anomalie, "eine Ausnahmesituation", wie Clarey zu bedenken gab. "Ich bin seit 20 Jahren im Skizirkus unterwegs und habe so etwas noch nie gesehen", unterstrich der Super-G-Vizeweltmeister von 2019. Das Debakel von Zermatt sei aufgrund der dortigen Höhenlage vorhersehbar gewesen, doch Beaver Creek verschlug auch dem 42-jährigen Franzosen die Sprache. "Dort ist das Wetter zwar unbeständig, aber ein Rennen schafft man dort immer", so Clarey. "Aber wenn es in Colorado solche Sturmwarnungen gibt, kann man nichts machen."
Speed-Herren tragen schweres Kreuz: Odermatt als großer Verlierer?
Die großen Leidtragenden dieser ungewöhnlichen Situation sind die Speed-Spezialisten, die im Gesamtweltcup ohnehin ein schweres Kreuz zu tragen haben.
24 Rennen für die Techniker, 18 Rennen für die Speed-Könige - ein ausgeglichener Kampf um den Gesamtweltcup sieht anders aus. Der Super-G und die vier Abfahrten, die allesamt abgesagt wurden, fallen damit umso mehr ins Gewicht.
Zwar wird eine Matterhorn-Abfahrt am 14. Dezember in den Dolomiten auf der Saslong nachgeholt, für die anderen Rennen fand sich aber noch kein Termin. "In der Gesamtwertung ist Marco Odermatt der große Verlierer", schlussfolgerte Clarey. "Was die Fairness anbelangt, wirft das Fragen auf."
Demnach habe Odermatt einen "riesigen Verlust" zu verzeichnen. Zu seinem wahrscheinlichen Podestplatz in Sölden, der vom Winde verweht wurde, gesellte sich nun die Absagenflut in Beaver Creek, das dem letztjährigen Gesamtweltcupsieger laut Clarey besonders gut gelegen hätte. Kurzum: Odermatt steht bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand.
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Solden - Giant Slallom Men : Odermatt and Schwartz interviews after race beeing cancelled
Quelle: Eurosport
Voller Terminkalender wird zum Hindernis
Als großes Problem erweist sich nämlich auch der volle Terminkalender der alpinen Athleten. Wann sollen die abgesagten Rennen überhaupt nachgeholt werden? "Der Plan sieht vor, drei Abfahrten nachzuholen. Es ist zu kompliziert, alle wieder in den Kalender aufzunehmen", erklärte FIS-Generalsekretär Michel Vion jüngst.
"Es ist eine Ausnahmesituation, an die sie sich anpassen müssen. Sie müssen ruhig bleiben, das ist das Einzige, was sie tun können", vertröstete Clarey die betroffenen Athleten um Odermatt. "Auch wenn es unfair und ungleich ist, können sie sowieso nichts dagegen tun. Der Terminkalender ist überfüllt, also muss man einfach Geduld haben."
Anstatt den verpassten Punkten hinterherzutrauern, sollte Odermatt den Blick nach vorne richten. "Der Riesenslalom in Val-d'Isère wird für ihn bereits von entscheidender Bedeutung sein", legte sich Clarey fest und verwies auf den Weltcup in den französischen Alpen (9. und 10. Dezember live und on-demand bei discovery+).
In Val-d'Isère will Odermatt in seiner Paradedisziplin endlich in die Weltcup-Saison starten - beim siebten Anlauf sollte es aber auch langsam klappen.
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Markus Waldner about Zermatt cancellation
Quelle: Eurosport
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