Marco Odermatt patzt - Lucas Pinheiro Braathen holt Podium für Brasilien im Riesenslalom bei Sieg von Thomas Tumler

Frust und Freude für die Schweiz, Jubel bei Lucas Punheiro Braathen: Der für Brasilien startende Norweger sorgte mit Platz zwei im Riesenslalom von Beaver Creek für das historische erste Weltcup-Podium des Heimatlandes seiner Mutter. Dominator Marco Odermatt schied wie in Sölden aus, doch Thomas Tumler sorgte dennoch für einen Schweizer Sieg zum Abschluss des Rennwochenendes in Colorado.

Tumler und Braathen mit Premieren: Die Riesenslalom-Highlights

Quelle: Eurosport

Mit der Bestzeit aus dem ersten Lauf und über einer Sekunde Vorsprung auf Pinheiro Braathen ging Tumler als letzter Starter auf die Birds of Prey - und behielt die Nerven: Mit 0,12 Sekunden Vorsprung überquerte der 35-Jährige die Ziellinie.
"Mir fehlen die Worte", so Tumler, der sein Glück kaum fassen konnte: "Als der Weltcupkalender herauskam habe ich noch mit meiner Frau gescherzt, dass ich in Beaver Creek gewinnen würde."
Tumlers Stern im Weltcup war einst 2018 an selber Stelle in Colorado aufgegangen, als er mit Startnummer 48 zu seinem ersten Podium fuhr.
Erstmals triumphierte der Routinier somit beim 124. Start im Weltcup nach zuvor sechs Podiumsplätzen. Er sprang damit für Odermatt in die Bresche, der schon im ersten Durchgang mit Platz acht nicht überzeugt hatte und dann im Finallauf früh ausschied. Für den Olympiasieger war es saisonübergreifend der dritte Ausfall im Riesenslalom in Serie. "Das war schon fast peinlich", bafand er.
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Odermatt scheitert im zweiten Lauf: Aus für Dominator

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Braathen mit Traumlauf und Tänzchen

Pinheiro Braathen hingegen beeindruckte schon im ersten Durchgang: Mit der hohen Startnummer 29 fuhr er bis auf Platz vier nach vorne, um dann mit Laufbestzeit nachzulegen und den Sprung aufs Podium perfekt zu machen.
Den Auftritt feierte er mit einer kleinen Tanzeinlage im Ziel, auch wenn es zum obersten Platz auf dem Podest noch nicht ganz reichen sollte. "Das geht nicht besser - eine Fahrt aus dem Bilderbuch", adelte Eurosport-Experte Fritz Dopfer den Auftritt des 24-Jährigen.
Der Weltcup-Gesamtsieger im Slalom von 2023 war voller Stolz über seinen historischen Erfolg: "Es ist so eine Ehre, der Erste zu sein, der Brasiliens Fahne auf das Podium bei einem Weltcup im Wintersport bringt. Mit Worten kann ich meine Emotionen gar nicht beschreiben - ich bin allen grenzenlos dankbar, die mich bis zu diesem Tag unterstützt haben."
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"Phänomenale Tage in Beaver Creek": Riesenjubel bei Siegerehrung

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Braathen jetzt im Riesenslalom-Weltcup vorn

Mit 130 Zählern hat der Brasilianer nun auch die Führung im Riesenslalom-Weltcup übernommen. Der Vorsprung auf seinen ehemaligen Teamkollegen Alexander Steen Olsen aus Norwegen ist mit einem Punkt allerdings denkbar knapp.
Im Gesamtweltcup liegt Henrik Kristoffersen vorn, der sich im zweiten Durchgang noch auf Rang fünf verbesserte.
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Erster Sieg mit 35 Jahren: Tumler jubelt in Beaver Creek

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Schmid führt DSV-Quartett an

Bester Deutscher war Alexander Schmid als Zwölfter (+2,11 Sekunden). "Es ist eine megageile Piste", sagte Schmid im "BR": "Der zweite Durchgang war von der Kurssetzung etwas weiter, ich habe geschaut, dass ich sauber Ski fahre, den Ski gehen lasse und trotzdem attackiere. Darauf kann ich aufbauen."
Neben dem Parallel-Weltmeister sammelten auch Fabian Gratz (19./+3,27), Stefan Luitz (22./3,87) und Jonas Stockinger (24./4,26) noch Weltcuppunkte. Anton Grammel schied im ersten Durchgang aus.
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Schrecksekunde: Meillard verliert Skistock und jede Siegchance

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Für Gratz war es das bislang beste Weltcupergebnis seiner Karriere. Er habe "mega Spaß" gehabt, es sei "extrem cool" gewesen, in Beaver Creek zu fahren. "Der Schnee ist einfach ein bisschen was anderes als in Europa. Ich bin mit der Leistung zufrieden. Alles in allem habe ich im zweiten Durchgang den nötigen Angriff geschafft."
Für den ehemaligen Beaver-Creek-Sieger Luitz waren es die ersten Weltcuppunkte seit fast zwei Jahren. Der in der Vergangenheit häufig verletzte Allgäuer fuhr zuletzt im Januar 2023 in Schladming in die Top 30.
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Schmid überzeugt in zweitem Lauf: "Muss erstmal einer fahren"

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Tumler überrascht mit Bestzeit im 1. Riesenslalom-Lauf

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