Ski Alpin - Mikaela Shiffrin stürzt schwer in Cortina d'Ampezzo - Verletzung am linken Bein befürchtet

Mikaela Shiffrin ist in der Abfahrt von Cortina d'Ampezzo schwer gestürzt. Die US-Amerikanerin versuchte nach einem weiten Satz im oberen Sektor noch ein Tor zu erwischen, bevor es sie aushob und sie die Kontrolle verlor. Shiffrin stürzte vor dem Tofanaschuss frontal in den Fangzaun und verletzte sich dabei am linken Bein. Die 28-Jährige blieb einige Minuten liegen, ehe sie von der Piste humpelte.

Böser Crash in der Abfahrt! Shiffrin humpelt verletzt von der Piste

Quelle: Eurosport

13 Tage nach dem schweren Sturz von Aleksander Aamodt Kilde erwischte es nun auch Lebensgefährtin Mikaela Shiffrin. Die US-Amerikanerin wurde in der Abfahrt auf der "Olimpia delle Tofane" nach einen Sprung nach hinten gedrückt und krachte mit hohem Tempo in den Fangzaun. Es dauerte einige Sekunden, bis die Pistenhelfer die Unfallstelle erreicht hatten.
Wenige Minuten später stand Shiffrin nach der Erstversorgung durch die Rettungskräfte wieder auf. Auf ihren Skistöcken wie auf Krücken gestützt, humpelte die 28-Jährige mithilfe der Helfer zum Ausgang der Piste.
Dabei konnte Shiffrin ihr linkes Bein nicht belasten, was auf eine Knieverletzung hindeutet. Anschließend wurde sie mit dem Helikopter abtransportiert. Die Rekord-Weltcupsiegerin war mit Startnummer 8 ins Rennen gegangen.
"Sie ist sehr weit gesprungen und hat versucht, in das Tor reinzukommen. Dabei hat sich ihr Knie ganz schön verdreht. Die Bindung des Skis, mit dem sie frontal in das A-Netz gefahren ist, ist nicht aufgegangen", sagte Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg.

Erinnerungen an Kilde-Sturz werden wach

"Der Sturz von Shiffrin hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem ihres Freundes Aleksander Aamodt Kilde, der auch direkt in das A-Netz geflogen ist”, meinte Rebensburg weiter. Der Norweger hatte beim Abfahrts-Klassiker auf dem Lauberhorn in Wengen schwerste Verletzungen an Bein und Schulter zugezogen. Der 31-Jährige wurde daraufhin mehrfach operiert.
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Horrorsturz im Zielhang: Kilde kracht brachial in Fangzaun

Quelle: Eurosport

Der US-Skiverband postete wenige Minuten nach dem Unfall eine Nachricht von Shiffrin an ihre Teamkolleginnen auf "X" (ehemals Twitter). Demnach meldete sich die Führende im Gesamtweltcup in der WhatsApp-Gruppe der US-Athletinnen mit aufmunternden Worten, nachdem das Rennen lange unterbrochen gewesen und einige andere Fahrerinnen in Bedrängnis geraten waren: Es ist alles in Ordnung, Ladies. Der Untergrund ist super, ihr schafft das!

Shiffrin stürzt in Cortina - leichte Entwarnung

Das Team-Shiffrin vermeldete am Nachmittag leichte Entwarnung: Demnach wurde die Olympiasiegerin mit dem Krankenwagen in die Klinik in Cortina gebracht. Dort wird sie wegen einer Verletzung am linken Bein untersucht. Erste Untersuchungen zeigten, dass sowohl das vordere als auch das hintere Kreuzband intakt zu sein scheinen. Weitere Details zum Grad der Verletzung folgen.
Aus der Spitzengruppe erwischte es neben Shiffrin auch Federica Brignone aus Italien sowie die Schweizerin Corinne Suter an derselben Stelle. Während sich Brignone nicht auf den Skiern halten konnte, verletzte sich Abfahrtsolympiasiegerin Suter nach dem Sprung in der Kompression vor der Linkskurve, die gleich mehreren Rennläuferinnen, unter anderem auch Priska Nufer (Schweiz) zum Verhängnis wurde. So auch ihrer Landsfrau Michelle Gisin, die mit vollem Speed in den Fangzaun knallte, sich anschließend kräftig schüttelte und glücklicherweise unverletzt blieb.
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"Das gibt's doch nicht": Auch Schweizerin Gisin stürzt in Cortina

Quelle: Eurosport

Wenn auch an anderer Stelle, wurde die "Tofana" auch Emma Aicher vom Deutschen Skiverband (DSV) zum Verhängnis. Die 20-Jährige meisterte zwar die Schlüsselstelle mit Bravour, bevor sie nach einem langen Satz nach 43 Sekunden Fahrzeit zu Fall kam. "Ich glaube, es ist alles Ordnung", signalisierte die junge Rennläuferin dem Streckenpersonal umgehend nach ihrem Sturz.
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Aicher stürzt in der Abfahrt und crasht in den Fangzaun

Quelle: Eurosport

"Die Strecke ist ein bisschen anders als in den letzten Jahren", sagte Kira Weidle nach dem Rennen im “ZDF”-Interview und fügte hinzu: "Es gibt mehr Sprünge und mehr Wellen von oben bis unten. Wenn die Richtung oder die Bewegung nicht hundert Prozent stimmt, bekommt man große Probleme, wie man gesehen hat." Aufgrund der Fülle der Stürze müsse man fast froh sein, heil im Ziel angekommen zu sein.

Ski-Winter fordert zahlreiche Verletzungsopfer

Im Vorfeld der Abfahrt des Speed-Wochenendes von Cortina d'Ampezzo konnten die Damen nur einen Trainingslauf am Donnerstag absolvieren.
Der Weltcup-Winter 2023/2024 ist überschattet von zahlreichen Stürzen und schweren Verletzungen. Bei den Herren mussten Marco Schwarz (Österreich/Kreuzbandriss), Kilde, Alexis Pinturault (Frankreich/Kreuzbandriss) und Marco Kohler (Schweiz/Kreuzbandriss) die Saison vorzeitig abbrechen.
Vergangene Woche war Shiffrins Hauptkonkurrentin in den Technik-Disziplinen, Petra Vlhova, im Riesenslalom von Jasna schwer gestürzt. Die Slowakin hatte sich dabei eine Kreuz- und Innenbandverletzung zugezogen.
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Shiffrin exklusiv über Stürze und belastenden Rennkalender

Quelle: Eurosport

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