Thomas Dreßen ist überzeugt: DSV-Abfahrtsmannschaft schafft wieder den Anschluss an die Spitze im Weltcup

Bei den Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen fahren die deutschen Abfahrer erneut hinterher. Der zurückgetretene Thomas Dreßen bleibt Optimist - und will sich einbringen. Dafür würde der ehemalige Kitzbühel-Sieger das Gespräch mit DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier und Cheftrainer Christian Schweiger suchen: "Ich würde gerne meine Erfahrungen weitergeben."

"Danke für die schöne Zeit": Ferstl nimmt Abschied in Garmisch

Quelle: Eurosport

Thomas Dreßen verbreitete Zuversicht. Seine bisherigen Mannschaftskollegen fuhren auch bei den Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen der Weltspitze weit hinterher, doch der einstige Vorfahrer, der nach seinem Rücktritt am Fuße der Kandahar offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde, gibt den Mutmacher. "Es kommen ein paar gute Typen nach", sagte Dreßen, "ich habe wenig Sorge, dass da nichts mehr vorwärts geht".
Bei den beiden Super-G-Rennen in "GAP" sah es nicht danach aus. Der größte Jubel galt Dreßen, den das Publikum auf der vollen Tribüne mit Thomas-Dreßen-Masken verabschiedete. Am Sonntag gab's auch großen Applaus für den zurückgetretenen einstigen Kitzbühel-Sieger Josef Ferstl, der seine letzte Fahrt außer Konkurrenz bestritt. Aus sportlicher Sicht gab es für die Deutschen nichts zu beklatschen: Mehr als ein 18. Platz von Simon Jocher am Samstag war nicht drin.
"Es läuft nicht immer, wie man es sich wünscht", sagte Routinier Romed Baumann, der am Sonntag wie Teamkollege Andreas Sander in beiden Rennen nicht mal unter die ersten 30 kam. Der 37 Jahre alte WM-Zweite von 2021 betonte mit einem kurzen Lächeln, dass er "nicht zurücktreten werde", eine schnelle Lösung für die Probleme aber sieht er nicht. "Man kann es nicht erzwingen, man muss sich über die kleinen Schritte das Selbstvertrauen holen."
Dreßen aber zeigte sich trotz der anhaltenden Krise "zuversichtlich" beim Blick in die Zukunft. Er selbst will mithelfen und deshalb das Gespräch mit DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier und Cheftrainer Christian Schweiger suchen: "Ich würde gerne meine Erfahrungen weitergeben." Auch Maier betonte kämpferisch: Ich glaube, dass wir die Lücke schließen können."

Odermatt nicht zu schlagen

In seiner Selbstsicherheit schier unerschütterlich zeigte sich in Garmisch-Partenkirchen Marco Odermatt. Nach seiner kleinen Enttäuschung im ersten Rennen mit Rang vier rückte er im zweiten die Verhältnisse wieder zurecht. Nachdem der Schweizer am Samstag auch Kritik an der Kurssetzung auf der weichen Piste geübt hatte, siegte er vor dem Österreicher Raphael Haaser (+0,30 Sekunden) und seinem aufstrebenden Teamkollegen Franjo van Allmen (+0,61).
Am Tag zuvor hatte beim offiziellen Abschied von Dreßen völlig überraschend der Franzose Nils Allegre gewonnen. Der 30-Jährige fuhr bei seinem 102. Weltcup-Start zum ersten Mal auf das Podium - ebenso der zweitplatzierte Italiener Guglielmo Bosca (+0,18). Rang drei belegte der Schweizer Loic Meillard (+0,25). Odermatt (+0,28) kam bei weicher und seifiger Piste erstmals nach zwölf Rennen im Super-G nicht aufs Treppchen.
Odermatt beschwerte sich danach über die Bedingungen auf der Kandahar. "Es war sicher der leichteste Super-G, den ich je gefahren bin. Es ist ein sehr einfacher Hang, eine sehr einfache Kurssetzung", kurzum: "Nicht Weltcup-würdig." Einen Tag später hatte die eifrige und von den Trainern gelobte Pisten-Crew die Strecke etwas eisiger hinbekommen, was mehr nach Odermatts Geschmack war. "Es war definitiv ein anderes Rennen", sagte er nach seinem 33. Weltcup-Sieg.
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"Du Hundling!" Feller verliert Showdown gegen Odermatt

Quelle: Eurosport

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