Slalom in Gurgl: Protestaktion sorgt für Rennunterbrechung! Henrik Kristoffersen geht auf Aktivisten los

Eine Protestaktion der Letzten Generation hat für eine mehrminütige Untebrechung beim 2. Lauf des Männer-Slaloms in Gurgl gesorgt. Mehrere Personen verstreuten Farbe im Zielbereich und hielten Schilder hoch. Der Norweger Henrik Kristoffersen war über den Vorfall dermaßen erbost, dass er laut schimpfend auf die Protestanten losging und dabei von mehreren Betreuern zurückgehalten werden musste.

Kristoffersen völlig außer sich: Norweger geht auf Aktivisten los

Quelle: Eurosport

Der 2. Lauf des Herren-Slaloms in Gurgl ist von einer Protest-Aktion der Gruppe "Letzte Generation" gestört worden. Nachdem der Österreicher Marco Schwarz die Ziellinie mit einer neuen Bestzeit überquert hatte, liefen mehrere Personen in den Zielbereich.
Dort verstreuten sie orange Farbe und sorgten so für eine Unterbrechung des Rennens, während noch fünf Fahrer am Start warteten. Dazu hielten sie Schilder hoch, auf denen sie dazu aufriefen, den Empfehlungen des Klimarats Folge zu leisten.
Henrik Kristoffersen zeigte sich von der Aktion alles andere als amüsiert. Bereits im Ziel befindlich ging der Norweger schimpfend auf die Protestanten los und musste von mehreren Betreuern zurückgehalten werden.
Manuel Feller war ebenfalls erbost über den Protest. Dem "ORF" sagte der 31-Jährige: "Ich habe gesehen, wie Henrik eskaliert ist und dann hab ich erst gesehen, wie sie den ersten rausgeholt haben. Wenn ich mich da ins Ziel reinhaue, dürfen wir gar keine Veranstaltung mehr machen. Es ist da rundherum weiß, ich weiß nicht, was es da groß zu diskutieren gibt."

Slalom mehrere Minuten unterbrochen

Fellers Landsmann Fabio Gstrein hob die sportlichen Konsequenzen der Episode hervor: "Es hat das Ergebnis stark beeinflusst. Es ist sehr schade, dass so etwas passiert. Ein Vorteil war das für die nachfolgenden Starter sicher nicht. Das hat nicht sein müssen."
Auch "ARD"-Experte Felix Neureuther zeigte wenig Verständnis für den Auftritt der Aktivisten. "Wenn ich jetzt am Start stehen würde, würde ich mich so dermaßen aufregen", so der 39-Jährige, der aber zugleich zu einem friedlichen Dialog aufrief.
In eine andere Richtung agrumentierte "ORF"-Kommentator Oliver Polzer, der konstatierte, dass es sich bei den Forderungen der "Letzten Generation" um "eine ganz wichtige Botschaft" handele.
Nach einer mehrminütigen Unterbrechung des zweiten Durchgangs konnte der Slalom fortgesetzt worden. Den Sieg schnappte sich der Österreicher Feller vor seinen Landsleuten Schwarz und Michael Matt.
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Quelle: Eurosport

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