Emma Aicher im exklusiven Eurosport-Interview mit Viktoria Rebensburg: "Richtig realisiert habe ich es noch nicht"

Emma Aicher hat beim Slalom-Auftakt im finnischen Levi mit Platz drei auf ganzer Linie überzeugt und ihre starke Schlussform aus der Vorsaison bestätigt. Im exklusiven Interview mit Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg spricht die DSV-Allrounderin in Gurgl über ihren Sommer und ihre Ziele für die neue Saison. Außerdem verrät sie, warum sie ihren Erfolg noch immer nicht realisiert hat.

Aicher nach Platz drei im Slalom von Levi: "Das kam überraschend"

Quelle: Eurosport

Emma Aicher zählt zu den großen deutschen Hoffnungen im alpinen Skisport und sorgte zu Beginn des olympischen Winters mit einem dritten Platz beim Slalom in Levi für ein erstes großes Ausrufezeichen.
Vor dem Weltcup-Wochenende im österreichischen Gurgl (live bei discovery+ und im TV bei Eurosport) spricht die 22-Jährige mit Eurosport-Expertin und Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg über ihre Vorbereitung auf die neue Saison und ihre langfristigen Ziele.
Zudem verrät sie, warum sie ihre bisherigen Erfolge noch gar nicht richtig realisiert hat und welche Vorteile das Kopfausschalten beim Skifahren mit sich bringt.
Emma, dein Weltcup-Auftakt in Levi ist mit Platz drei mehr als geglückt. Wie sah Deine Gefühlslage im Vorfeld des Rennens aus?
Emma Aicher: Es war schon überraschend, dass es so gut ausgeht. Ich hatte während der Vorbereitung ein gutes Gefühl, aber ich wusste nicht, wie es im Vergleich mit der Konkurrenz aussieht.
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Podestplatz! Aicher mit bester Weltcup-Platzierung im Slalom

Quelle: Eurosport

Inwieweit hast Du während der Vorbereitung Anpassungen vorgenommen?
Aicher: Wir haben ein bisschen mehr Speed trainiert als in den Vorjahren. Ansonsten haben wir in der Vorbereitung im Vergleich zum vergangenen Sommer gar nicht so viel geändert.
Nach der Saison bist Du nach Salzburg gezogen. Wie ist das Leben in der Mozartstadt?
Aicher: Ich fühle mich richtig wohl. Ich wohne mit einer Freundin zusammen, das ist sehr entspannt.
Ich weiß, dass Du gerne etwas mit Freunden unternimmst, im Sommer gerne auch mal Abstand zum Skifahren gewinnst. Wie wichtig sind Dir diese Auszeiten?
Aicher: Natürlich macht mir Skifahren riesigen Spaß, manchmal ist es aber auch wichtig, davon wegzukommen und den Kopf auszuschalten.
Ich wollte immer Skifahrerin werden und ganz vorne mitfahren, davon habe ich immer geträumt. So richtig realisiert habe ich es aber noch nicht.
Du hast schon in drei Disziplinen einen Podestplatz erreicht. Hätte sich die kleine Emma von damals so einen Erfolg jemals erträumen können?
Aicher: Ich wollte immer Skifahrerin werden und ganz vorne mitfahren, davon habe ich immer geträumt. So richtig realisiert habe ich es aber noch nicht. Vielleicht ist das auch ganz gut so, damit ich mein Ding einfach weitermachen kann. Hoffentlich läuft es weiter so gut.
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Ski alpin: Emma Aicher im Interview mit Eurosport in Gurgl 2025 // Foto: David Dörre

Fotocredit: Eurosport

Du hast die vergangene Saison mit zwei Podestplätzen im Super-G und in der Abfahrt abgeschlossen. Inwiefern fällt das Realisieren leichter, wenn im Sommer Ruhe einkehrt?
Aicher: Im Sommer steht schnell wieder das Konditionstraining auf dem Plan. Dann rücken die Erfolge aus der Vorsaison schon wieder in den Hintergrund. Es ist schön, dass es am Ende so gut gelaufen ist, aber der Fokus liegt darauf, dass es positiv weitergeht.
Wie sieht Deine Zielsetzung für diese Saison aus?
Aicher: Ich will einfach gut Ski fahren, dann kommt der Rest von allein - oder eben nicht.
Der Sieg im Gesamtweltcup zählt zu den größten Erfolgen, die man beim Skifahren feiern kann. Das ist ein großer Traum. Aber, wenn ich mich zu sehr darauf versteife, vergesse ich das Skifahren.
Du bist in mehreren Disziplinen sehr gut aufgestellt. Welche Rolle spielt der mögliche Gewinn des Gesamtweltcups für Dich?
Aicher: Der Sieg im Gesamtweltcup zählt zu den größten Erfolgen, die man beim Skifahren feiern kann. Das ist ein großer Traum. Aber, wenn ich mich zu sehr darauf versteife, vergesse ich das Skifahren.
Was hilft Dir, um gut Ski zu fahren?
Aicher: Mir fällt es leicht, den Kopf auszuschalten. Auf der Piste kann ich alles, was nicht so wichtig ist, einfach vergessen und Spaß haben.
Was sind die wichtigsten Aspekte, die ein gutes Team ausmachen?
Aicher: Wir können uns gegenseitig besser machen. Auf der Speed-Seite haben wir mit Kira (Weidle-Winkelmann, Anm. d. Red.) eine Top-Fahrerin, auf der Technik-Seite mit Lena (Dürr, Anm. d. Red.). Von ihnen kann ich sehr viel lernen.
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Taylor exklusiv im Gespräch mit Rebensburg: "Viel von Ryding gelernt"

Quelle: Eurosport


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