Riesenslalom: Pinturault siegt, Luitz und Neureuther knapp am Podium vorbei

Die deutschen Ski-Rennläufer sind beim Weltcup-Riesenslalom im österreichischen Hinterstoder knapp am Siegerpodest vorbeigefahren. Stefan Luitz und Felix Neureuther belegten beim überlegenen Sieg von Alexis Pinturault (Frankreich) die Plätze fünf und sechs, darüber hinaus überraschte Benedikt Staubitzer mit dem besten Resultat seiner Karriere als Elfter.

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Pinturault siegte vor Marcel Hirscher (Österreich/+0,79 Sekunden) und seinem Landsmann Thomas Fanara (+0,92).
Fritz Dopfer fiel im zweiten Lauf von Rang acht auf Rang 19 zurück.
Felix Neureuther und Stefan Luitz standen im schattigen Zielraum und lächelten. Sie lächelten, richtig gelöst wirkten sie nach einem Rennen der vergebenen Chancen aber nicht. "Der Stefan", sagte Neureuther, "hätte es heute absolut im Griff gehabt, leider hat er ein paar Fehler gemacht - und ich auch." Und so blieben Luitz und Neureuther statt Platzierungen auf dem Siegerpodest die Ränge fünf und sechs beim Weltcup-Riesenslalom in Hinterstoder/Österreich.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, zumal beim Sieg des Franzosen Alexis Pinturault wie aus dem Nichts noch Benedikt Staubitzer (Mittenwald) mit der Startnummer 42 auftauchte und als Elfter zum besten Resultat seiner Karriere fuhr.
"Das war mannschaftlich sehr, sehr stark" , sagte Neureuther, betonte allerdings auch: "Wir als Mannschaft wollen nicht mit einem fünften Platz zufrieden sein, sondern uns weiter nach oben orientieren."
Tatsächlich sind den deutschen Ski-Rennläufern in den nunmehr 385 Riesenslaloms seit Gründung des Weltcups 1967 nur zwei Siege sowie 18 weitere Podestplatzierungen gelungen. Und nur zwei Mal, im Dezember 2013 und im Dezember 1986 jeweils im italienischen Alta Badia, hatten es drei Deutsche unter die ersten Elf in einem Riesenslalom geschafft. Wäre in Hinterstoder nicht Fritz Dopfer (Garmisch) im Finale noch von Rang acht auf 19 abgestürzt, es hätte ein historischer Tag werden können.
So wurde es ein guter Tag, an dem aber vor allem Luitz seine Chance nicht optimal nutzte. Zweiter war er nach dem ersten Lauf gewesen, hinter Pinturault, dann aber fiel er noch hinter Marcel Hirscher aus Österreich, Thomas Fanara aus Frankreich und Henrik Kristoffersen (Norwegen) zurück. "Ich wollte voll riskieren und nicht nur runterbremsen", sagte er, "aber das waren ein paar Fehler zu viel." Immerhin: Es wurde das viertbeste Ergebnis seiner Karriere.

Gesamtweltcup schon entschieden?

Auch Neureuther hatte es im Finale mit Attacke versucht, "aber das ist leichter gesagt als getan". Zumal den 31-Jährigen die Ausläufer einer Grippe bremsten, "der letzte Punch", sagte er, "hat gefehlt". Neureuther behielt immerhin seinen sechsten Rang, "absolut okay" sei das, sagte er. Trotzdem: Am Sonntag, wenn nach dem Super-G am Samstag ein weiterer Riesenslalom gefahren wird, "glaube ich, dass es schon ein bisschen nach vorne gehen kann", meinte Neureuther.
Nach ganz vorne reicht es derzeit allem Anschein nach nicht, "was die anderen gemacht haben", betonte Neureuther, "das war eine andere Liga". Pinturault lag 0,79 Sekunden vor Hirscher, der wiederum 0,53 Sekunden vor Kristoffersen. Im Gesamtweltcup hat der Österreicher nun 203 Punkte Vorsprung auf den Rivalen aus Norwegen. Einschließlich des Weltcup-Finales ab 16. März in St. Moritz sind noch elf Rennen zu fahren, Neureuther aber ist sicher: "Das Ding ist durch."
Video: Staubitzer trumpft auf
Video: Bestzeit im 1. Lauf für Pinturault
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