Alexander Schmid erleidet Kreuzbandriss im Training - Ski-Weltmeister bereits am Mittwoch operiert

Bitteres Saisonende für Ski-Weltmeister Alexander Schmid: Der Allgäuer, der bei den Weltmeisterschaften im Februar in Frankreich die Goldmedaille im Parallel-Rennen gewonnen hatte, ist nach einem Kreuzbandriss am Mittwoch in München operiert worden. Der 28-Jährige, erster deutscher Weltmeister seit 34 Jahren, wird den Auftakt der kommenden Saison aber voraussichtlich nicht verpassen.

Alexander Schmid

Fotocredit: Getty Images

Vor drei Wochen war Alexander Schmid im siebten Himmel, nun muss der erste deutsche Ski-Weltmeister seit 34 Jahren erst mal durch die Hölle gehen. Kurz vor dem Ende der Saison ist der 28 Jahre Allgäuer am Mittwoch wegen eines Kreuzbandrisses im linken Knie operiert worden. Zugezogen hatte er sich die Verletzung am Vormittag beim Riesenslalom-Training in Berchtesgaden. Immerhin: Wenn alles gut geht, dann kann Schmid schon vor dem Beginn des neuen Weltcup-Winters wieder auf Skiern stehen.
Grundsätzlich aber kommt das Malheur für den Weltmeister im Parallel-Rennen zur Unzeit: "Die Verletzung und der damit verbundene Ausfall sind gerade nach der erfolgreichen WM extrem ärgerlich", sagte Schmid. Zugleich versicherte er kämpferisch: "Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen." Er werde, ergänzte er, hart und konzentriert arbeiten, um so schnell wie möglich "wieder fit zu sein". Das könnte schon nach einem halben Jahr so weit sein.
DSV-Mannschaftsarzt Manuel Köhne, der Schmid anstelle des gerissenen vorderen Kreuzbandes am Mittwoch die körpereigene Quadrizepssehne aus dem Oberschenkel einsetzte, macht dem besten deutschen Riesenslalomfahrer Hoffnung auf ein frühes Comeback. "Die Operation verlief positiv und komplikationsfrei", sagte er und ergänzte: "Einen günstigen Heilungsverlauf vorausgesetzt, ist ein Schneetraining in etwa sechs Monaten wieder möglich."
Schmid könnte somit Anfang September wieder einsteigen - die neue Weltcup-Saison wird wohl erst Ende Oktober oder sogar erst Anfang November beginnen. Zunächst wird Schmid laut Köhne "voraussichtlich noch einige Tage stationär physiotherapeutisch behandelt", erst danach könne er "mit ersten Rehabilitationsmaßnahmen beginnen".
Schmid wird in dieser Saison, in der er sich bereits vor seinem Gold-Coup in Courchevel am 15. Februar endgültig in der Weltelite im dicht gedrängten Feld der Riesenslalomfahrer festgefahren hatte, nicht mehr viele Rennen verpassen. Am Wochenende stehen noch ein Riesenslalom und ein Slalom im slowenischen Kranjska Gora sowie eine Woche später das Finale des Weltcups in Soldeu/Andorra an.
(SID)
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Alexander, der Große! Schmid holt Gold im Parallel-Rennen

Quelle: Eurosport

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