Kranjska Gora: Emma Aicher fädelt in Final-Thriller ein - Zrinka Ljutic erobert im Slalom zweiten Sieg in Folge

Emma Aicher hat beim Weltcup im slowenischen Kranjska Gora den ersten Podestplatz ihrer Karriere auf dramatische Art und Weise verpasst. Die deutsche Hoffnungsträgerin hatte im Slalom am Sonntag als Fünfte nach dem ersten Durchgang eine aussichtsreiche Chance auf das Podium, fädelte in der Entscheidung aber beim neunten Tor ein. Den Sieg trug erneut die Kroatin Zrinka Ljutic davon.

Einfädler im Finale: Aicher bricht sich selbst das Herz

Quelle: Eurosport

Ljutic wuchs im zweiten Durchgang wie bereits bei ihrem Debütsieg in Semmering über sich hinaus und fackelte in Kranjska ein kroatisches Feuerwerk ab.
Nachdem die 20-Jährige noch im ersten Durchgang gemeinsam mit der Schweizerin Wendy Holdener für die Bestzeit sorgte, distanzierte sie ihre elf Jahre ältere Konkurrentin im Finale um 0,16 Sekunden. Die Schwedin Anna Swenn Larsson komplettierte das Podest (+1,19).
Dabei bewies Ljutic besondere Nervenstärke, die lautstarken Jubelschreie nach der phänomenalen Fahrt von Holdener waren bis zum Starthaus zu hören. Doch während im Zielraum bereits eine Schweizer Party geplant wurde, setzte Ljutic noch einmal einen drauf.
"Ich hab gehört, dass sie richtig stark war, und ich wusste, dass ich bis zur Ziellinie pushen muss", erklärte sie nach dem Rennen im Interview mit dem "ORF". Eine Kroatin in Slowenien - angesichts der zahlreichen Fans aus ihrer Heimat fühlte sich der Weltcup in Kranjska Gora für Ljutic nahezu wie ein Heimspiel an. "Es ist unglaublich", schwärmte sie. "Wenn ich mein bestes Skifahren zeigen kann, wenn alle zuschauen... Das ist ein Traum."
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Finale furioso! Ljutic fackelt kroatisches Feuerwerk ab

Quelle: Eurosport

Dürr und Aicher mit frühen Aussetzern

Mit Jessica Hilzinger schnappte sich nur eine DSV-Läuferin Punkte. Die 27-Jährige eröffnete den zweiten Durchgang und arbeitete sich in der Endabrechnung um neun Plätze nach vorne (21./+3,58).
Für Aicher und Dürr entwickelte sich der Auftritt in Slowenien hingegen zu einer Enttäuschung. Dürr rutschte in Durchgang eins über den Innenski weg, sie kam nicht mal bis zur ersten Zwischenzeit nach knapp 13 Sekunden.
Ein ähnliches Schicksal ereilte Aicher in der Entscheidung. Beim neunten Tor fädelte die 21-Jährige ein und sah ihren Traum vom ersten Weltcup-Podest ihrer Karriere vor ihren Augen zerplatzen.
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"Zu viel am Limit": Dürr patzt im ersten Durchgang!

Quelle: Eurosport

Ljutic schnappt sich Rotes Trikot

Durch ihren Sieg eroberte Ljutic das Rote Trikot und führt die Disziplinenwertung im Slalom mit 309 Punkten an. Dahinter folgen Camille Rast (305) und Holdener (265). Lena Dürr rangiert auf Platz vier (235).
Dabei bleibt es aber nicht - vielmehr grüßt Ljutic nun auch von der Spitze der Gesamtwertung. Dort schob sich der kroatische Shootingstar mit nun 456 Punkten an der Schwedin Sara Hector (447) vorbei. Auf Platz drei liegt Rast (433) vor der Italienerin Federica Brignone (319).
Weiter geht es für die Damen zwischen 9. und 12. Januar beim Weltcup im österreichischen St. Anton (live und on-demand bei discovery+). Die Herren sind bereits am 8. Januar im italienischen Madonna di Campiglio im Einsatz (live und on-demand bei discovery+).
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Ausrufezeichen im ersten Lauf! Aicher nimmt Podium ins Visier

Quelle: Eurosport


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