Lara Colturi plant offenbar Nationenwechsel nach Italien - Ohne Genehmigung droht ein Jahr Sperre für Wettbewerbe
Publiziert 19/04/2025 um 14:37 GMT+2 Uhr
Lara Colturi feierte im letzten Weltcup-Winter die ersten Podestplätze ihrer Karriere. Auch für Albanien, für das die 18-Jährige bisher startete, war es eine Premiere. Doch nun strebt Colturi offenbar einen Nationenwechsel an. Laut des albanischen Senders "Top Channel" stellte die Familie der jungen Athletin einen Antrag beim nationalen Olympischen Komitee. Eine Freigabe gebe es aber noch nicht.
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Quelle: Eurosport
Der Plan von Colturi sei es, in Zukunft für Italien anzutreten, ihr Geburtsland. Erst vor drei Jahren war die Teenagerin zum albanischen Verband gewechselt, da ihre Mutter, Ski-Olympiasiegerin Daniela Ceccarelli, dort einst als Trainerin arbeitete. Der italienische Verband FISI wollte sich zu den Gerüchten nicht äußern.
Nun dürften die Gründe für den erneuten Wechsel vor allem wirtschaftlicher Natur sein. Denn im italienischen Verband gibt es sowohl finanziell als auch sportlich mehr Möglichkeiten für Colturi. Vermarktungstechnisch ist der Spielraum ebenfalls deutlich größer.
Allerdings kann die 18-Jährige nicht mehr lange auf eine Genehmigung aus Albanien warten. Denn eine Erlaubnis zum Nationenwechsel muss bis zum 1. Mai erteilt und dem Weltverband FIS gemeldet werden. Albanien macht bisher aber keine Anstalten, Colturi freizugeben.
Verbandspräsident Elvis Toci meinte bei "Top Channel": "Wir verfolgen unsere eigenen Interessen. Ohne Albanien wäre sie nicht die Athletin, die sie jetzt ist, obwohl sie zuvor in Italien ausgebildet wurde." Man werde versuchen, die nötigen Mittel für das Ski-Talent auftzutreiben. "Premierminister Edi Rama hat uns eine Finanzierung in Höhe von 300.000 Euro zugesichert", erklärte Toci.
Colturi droht Sperre bei Wechsel
Sollte Colturi dennoch ohne Genehmigung des bisherigen Verbandes die Nation wechseln, würde sie laut Reglement für ein Jahr für alle Events gesperrt werden. Dann könnte sie ihre Erfolgsgeschichte vorerst nicht weiterschreiben.
In der abgelaufenen Saison hatte die Teenagerin mit zwei zweiten Plätzen (beim Riesenslalom in Kranjska Gora sowie Slalom in Gurgl) und einem dritten Rang beim Riesenslalom in Are für Furore gesorgt. Auch ein Start bei den Olympischen Spielen in Italien wäre vom Tisch.
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