Lena Dürr kämpft um ersten Slalom-Weltcupsieg - Tina Maze erklärt exklusiv: So platzt der Knoten

Lena Dürr wartet weiter auf ihren ersten Weltcupsieg im Slalom. Die zweimalige Olympiasiegerin Tina Maze erklärt im exklusiven Interview mit Eurosport, was der 31-Jährigen noch zum ganz großen Wurf fehlt - und zieht eine Parallele zu ihrer eigenen Laufbahn. "Es ist immer sehr schwierig, wenn man in ein paar wichtigen Rennen einen großen Fehler gemacht hat", so die ehemalige Gesamtweltcupsiegerin.

Lena Dürr im Slalom 2023

Fotocredit: Imago

Zwar feierte die Slowenin schon mit 19 im Riesenslalom von Sölden ihren ersten Weltcupsieg. Zur Weltmeisterin krönte sie sich aber erst 2011 in Garmisch-Partenkirchen im Alter von 27 Jahren.
"Bis ich 25 oder 26 Jahre alt war, war ich eine Athletin, die nicht gut genug war, um eine Weltmeisterschaft zu gewinnen", konstatierte Maze im exklusiven Interview mit Eurosport: "Es war sehr schwierig, diesen großen Wurf zu landen."
Doch dann platzte der Knoten für die Allrounderin. Bis zu ihrem Karriereende 2017 ließ sie drei weitere WM-Goldmedaillen und zwei Olympiasiege folgen. "Das muss einmal passieren", sagte Maze, machte jedoch deutlich: "Aber das ist der schwierigste Schritt."
Das gelte auch für Dürr, die schon häufig in ihrer Karriere auf Siegkurs lag, den großen Wurf am Ende aber bislang verpasste. Auch bei den Olympischen Spielen in Peking fuhr sie im ersten Durchgang die schnellste Zeit, war sogar bis zur vorletzten Zeitnahme auf Goldkurs.
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"Das gibt's doch nicht!" Dürr fährt am Olympiasieg vorbei

Quelle: Eurosport

Maze lobt Dürr: "Eine super Skifahrerin"

Am Ende reichte es für die Münchnerin dann für Rang vier. Vier Mal schaffte die Deutsche in der vergangenen Saison allerdings bereits den Sprung aufs Podium, in diesem Winter stand sie bereits in Flachau und Semmering auf dem Podest. Für den Sieg reichte es gegen die Konkurrenz um Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova zwar noch nicht, doch dies scheint nur noch eine Frage der Zeit.
Den einzigen Weltcuperfolg ihrer Karriere feierte sie 2013 beim Parallelslalom in Moskau.
"Ich verstehe ihre Situation sehr gut. Sie ist eine super Skifahrerin", brachte Maze Mitgefühl mit der 31-Jährigen auf und erklärte, dass einfach nur ein Mal der Knoten aufgehen müsse: "Das ist eine mentale Sache. Es muss alles einmal zusammenpassen, und von da an wird es einfacher sein."
Was es dazu brauche, ist für die Slowenin klar: "Harte Arbeit, ein starkes Team im Hintergrund und Geduld."
Den nächsten Anlauf kann Dürr bereits am Samstag (ab 9:30 Uhr live bei discovery+ und im Liveticker) im tschechischen Spindleruv Mlyn starten. Letztmals lief sie dort vor knapp vier Jahren. Beim Sieg von Mikaela Shiffrin wurde Dürr 17.
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