Shiffrin dominiert beim Riesenslalom in Lienz, Dämpfer für Rebensburg

Für Viktoria Rebensburg ist der Riesenslalom im österreichischen Lienz zum Jahresabschluss nicht nach Wunsch verlaufen. Die WM-Zweite von Are musste sich mit 3,32 Sekunden Rückstand und Rang 14 begnügen. Es siegte Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin aus den USA deutlich vor Marta Bassino aus Italien (+1,36) und der Österreicherin Katharina Liensberger (+1,82).

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Es war nun wirklich nicht zu übersehen, dass sich Viktoria Rebensburg ihren Jahresabschluss komplett anders vorgestellt hatte: Ihren völlig missratenen ersten Lauf beim Weltcup-Riesenslalom im österreichischen Lienz quittierte sie mit einer abfälligen Handbewegung, den verkorksten zweiten mit einem enttäuschten Kopfschütteln. "Das war nicht wirklich mein Tag", sagte sie - und ihr Gesicht sprach Bände bei dieser Einschätzung.
Von der nach einem kurzen Zwischentief wieder mal überragenden Mikaela Shiffrin (USA) war Rebensburg auf einem enttäuschenden 14. Platz gewaltige 3,38 Sekunden entfernt. An einem Tag auf dem eisigen und ruppigen Schlossberg, an dem ihr tatsächlich wenig gelang: Eine unfreiwillige Flugeinlage an einer falsch eingeschätzten Welle im ersten Lauf, dann beim Versuch einer Aufholjagd "rumgemurkst" und "passiv geworden" im zweiten - "das muss ich abhaken", sagte Rebensburg.
Wie so etwas geht, demonstrierte Mikaela Shiffrin. Eine Woche vor Weihnachten hatte sie beim Riesenslalom im französischen Courchevel Rang 17 belegt - für sie ein Desaster. "Ich war so frustriert", berichtete sie, doch es gelang ihr, den Frust in positive Energie zu verwandeln. "Das ist unglaublich. Ich bin zurückgekommen, und das macht mich wirklich stolz", sagte sie nach ihrem dritten Sieg in diesem Winter, ihrem ersten im Riesenslalom.
Shiffrins deutlicher Erfolg vor Marta Bassino (Italien/+1,36 Sekunden) und Katharina Liensberger (Österreich/+1,82) hatte auch eine historische Komponente: Mit nunmehr 63 Triumphen im Weltcup überholte sie Annemarie Moser-Pröll (Österreich/62), in der ewigen Bestenliste der Frauen liegt damit nur noch ihre ehemalige Mannschaftskollegin Lindsey Vonn (82) vor ihr. Mehr Weltcup-Siege haben zudem nur die nicht mehr aktiven Marcel Hirscher (Österreich/67) und Ingemar Stenmark (Schweden/86).
Rebensburg hat bislang einen Saisonsieg - im Super-G, jener Disziplin, in der sie derzeit am sichersten wirkt. Tatsächlich dauert es nun drei Wochen bis zum nächsten Riesenslalom am 18. Januar in Sestriere/Italien, dazwischen liegen für sie Rennen in den schnellen Disziplinen. "Wenn ich einen guten Super-G und eine gute Abfahrt raushaue, ist das sicher hilfreich", sagte Rebensburg, betonte aber auch: "Ich muss schauen, dass das Riesenslalom-Training nicht zu kurz kommt."
(SID)
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