Weltcup-Finale in Lillehammer - warum Emma Aicher auf der Jagd nach Mikaela Shiffrin erschwerte Bedingungen vorfindet
Emma Aicher hat die Chance, mit 22 Jahren den Gesamtweltcup zu gewinnen. Allein dieser Fakt ist eine Sensation - und natürlich bewegt die Frage, ob sie Mikaela Shiffrin abfangen kann, Medien und Fans. Für Aicher bedeutet das gestiegene Interesse der Presse eine neue Variable, die die Sache nicht leichter macht. Doch auch Shiffrin ist betroffen vom Hype, wie Viktoria Rebensburg bei Eurosport sagt.
Aicher exklusiv: "Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ..."
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"Natürlich macht das etwas mit ihr, das kann man nicht ausblenden", erläuterte Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg im Gespräch mit Eurosport.de und spielte damit auf die Situation von Mikaela Shiffrin an, die auf den letzten Metern des Winters plötzlich um die große Kristallkugel fürchten muss.
Mit 140 Punkten Vorsprung reiste die Ski-Ikone nach Lillehammer, übrig geblieben sind deren 45. Freilich könne die Rekord-Weltcupsiegerin damit umgehen, so Rebensburg - und tatsächlich wirkte Shiffrin nach Abfahrt und Super-G erleichtert.
Im Endspurt mit Emma Aicher beim zunehmend engen Duell um den Gesamtweltcup war ihre Sorge so groß geworden, dass sie beim Weltcup-Finale in Norwegen zum zweiten Mal nacheinander in einem Super-G startete.
Erneut blieb die Ski-Königin aus den USA dabei ohne Punkte - und konnte trotzdem aufatmen. "Ich bin in einer besseren Situation als ich erwartet habe", stellte sie fest.
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Abgeliefert im Super-G! Aicher erhöht Druck auf Shiffrin
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Nach der letzten Abfahrt und dem letzten Super-G dieser Saison verließ Shiffrin die Olympia-Strecke von 1994 in Kvitfjell mit deutlich geschmolzenem Vorsprung - aber auch mit der beruhigenden Erkenntnis, dass es weitaus schlimmer hätte kommen können.
Österreich, Schweiz, Schweden - Aicher international hoch im Kurs
"Ich hatte gedacht", sagte sie, "dass Emma hier die Führung übernehmen kann." Tat sie nicht, ein Fünfter und ein vierter Platz am letzten Speed-Wochenende waren (vorerst) zu wenig, um Shiffrin zu überholen.
Trotzdem bewies die DSV-Allrounderin mit den beiden Top-5-Platzierungen, dass sie trotz des Rummels um ihre Person weiterhin auf Topniveau ist.
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Aicher vor Weltcupfinale entspannt: "Gut Skifahren und Spaß haben"
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Aicher ist inzwischen eine gefragte Gesprächspartnerin, nicht nur im deutschen Fernsehen und bei deutschen Journalisten.
Auch der ORF (Österreich), der SRF (Schweiz) oder das SVT (Schweden) nehmen die junge Sportlerin, die im schwedischen Sundsvall geboren und aufgewachsen ist, in Beschlag, fragen nach dem Gesamtweltcup, dem Duell mit Shiffrin.
Macht Shiffrin schon im Slalom den Deckel drauf?
Aicher steckt die große Aufmerksamkeit insgesamt in beeindruckender Weise weg, konnte aber nicht ganz verbergen, dass sie nach dem vierten Rang im Super-G enttäuscht war von sich selbst. "Ich bin", gestand sie nach dem Super-G ein, "nicht wirklich glücklich mit meinem Skifahren. Ich weiß, ich kann es besser."
- Ski alpin - Weltcup-Finale in Lillehammer: Alle Rennen und Ergebnisse
Das kann Aicher in der Tat, vor allem aber ist die fehlende Konstanz der Grund, warum sie noch keine Kristallkugel gewonnen hat, zum Beispiel im Super-G: zwei Siege, ein zweiter Platz - aber auch dreimal ausgeschieden.
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Shiffrin: "Das zeigt mir, woran ich arbeiten muss"
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Der Kampf um den Gesamtweltcup könnte daher schon am Dienstag entschieden sein, nach dem finalen Slalom (10:30 und 13:30 Uhr live bei Eurosport 1, im Liveticker und im Stream bei HBO Max) in Hafjell. Shiffrin hat in dieser Disziplin Olympia-Gold in Cortina d'Ampezzo und acht von neun Weltcup-Rennen in dieser Saison gewonnen.
Siegt sie ein neuntes Mal, müsste Aicher mindestens den vierten Platz belegen, um die Entscheidung auf den Riesenslalom am Mittwoch (9:30 und 12:30 Uhr im Liveticker und Stream bei HBO Max) zu verschieben.
Kugel-Druck bei Aicher? "Versuche, da nicht dran zu denken"
Aicher hat im Normalfall keine echte Chance mehr auf die große Kristallkugel - es sei denn, Shiffrin versagen komplett die Nerven. Und so sagt sie auf die Frage nach dem Gesamtweltcup: "Ich versuche, da nicht dran zu denken. Ich versuche, mich auf mein Skifahren zu konzentrieren - und dann schau'n wir mal."
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Highlights: Pirovano schlägt Aicher im Kampf um die kleine Kugel
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Eine Einstellung, mit der sie bestens gefahren ist in dieser Saison, die nicht nur wegen zweimal Silber bei Olympia schon außergewöhnlich ist.
Tatsächlich wäre Emma Aicher nicht Emma Aicher, hätte sie sich nach dem Super-G lange gegrämt. Vielmehr dauerte es nicht lange, da alberte sie schon wieder herum, gemeinsam mit Kira Weidle-Winkelmann und den Trainern wälzte sie sich im Schnee - es gab ja auch etwas zu feiern.
Nach Rang zwei im Abfahrtsweltcup nun Rang drei im Super-G-Weltcup - das fand dann auch Aicher "amazing", also toll. Genau wie Mikaela Shiffrin.
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(mit SID)
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"Nein, sie schafft es nicht!" Aicher verpasst Podium und kleine Kugel
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