Lindsey Vonn setzt Zeitrahmen für eine mögliche Rückkehr auf Ski nach ihrem schwerem Sturz bei Olympia in Cortina
Update 02/05/2026 um 14:22 GMT+2 Uhr
Lindsey Vonn hat weitere Einblicke in die ersten Monate nach ihrem schweren Sturz bei der Olympia-Abfahrt in Cortina gegeben. "Ich kann mit starken Schmerzen umgehen, aber das hier war extrem. Die Schmerzen sind mit denen, die ich bisher hatte, nicht einmal ansatzweise zu vergleichen", sagte die 41-Jährige gegenüber "AP". Ob ein Comeback erneut infrage kommt, könne sie noch nicht beantworten.
Vonn gibt tiefe Einblicke: "Alles war in Stücke gerissen"
Quelle: Eurosport
"Ich möchte einfach keine voreiligen Schlüsse ziehen oder gar darüber spekulieren, was ich tun könnte", meinte Vonn, die nach ihrem Karriereende 2019 nach mehr als fünf Jahren Pause wieder in den Weltcup zurückgekehrt war.
"Vielleicht höre ich auf. Vielleicht werde ich nie wieder Rennen fahren, und das wäre völlig in Ordnung", so die Olympiasiegerin von 2010. Aktuell sei sie aber emotional "nicht in der Lage, diese Entscheidung zu treffen".
Eine komplizierte Fraktur des Schienbeins, die Vonn bei ihrem Sturz in Cortina erlitten hatte, zog bereits acht Operationen nach sich. Zudem muss in naher Zukunft auch das beschädigte Kreuzband im linken Knie operiert werden.
Daher sei mit einer möglichen Rückkehr frühestens 2027/28 zu rechnen. "Sobald mein vorderes Kreuzband repariert ist, dauert es noch weitere sechs Monate. Also habe ich mindestens anderthalb Jahre vor mir, bevor ich wirklich wieder zu 100 Prozent fit sein kann, selbst wenn ich nur im Fitnessstudio trainiere."
Vonn: "Hätte mein Bein verlieren können"
Schwere Verletzungen sind der US-Amerikanerin nicht unbekannt. Vonn zog sich während ihrer Karriere unter anderem einen Unterarmbruch, diverse Knieverletzungen, die eine Teilprothese im rechten Knie notwendig machten, sowie eine mehrfache Fraktur des Schienbeinkopfes zu.
Doch die Folgen des Sturzes in Cortina seien eine völlig neue Dimension gewesen. "In dieser Hinsicht ist es eine ganz andere Verletzung – was den Schweregrad angeht und die Erkenntnis, dass ich mein Bein hätte verlieren können und wie schlimm die Lage war."
Ihr Comeback bereue sie dennoch nicht. "Abfahrtsport ist eine der gefährlichsten Sportarten der Welt. Das ist ein Risiko, das ich immer gerne eingegangen bin, und das ist das Ergebnis", sagte Vonn. Sie habe alles getan, um sich bestmöglich vorzubereiten und betonte daher: "Ich möchte keine zweite Chance."
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Quelle: Eurosport
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