Marcel Hirscher äußert sich zu seinen Comeback-Plänen und lässt tief blicken: "Nicht mehr hinterhergekommen"

Marcel Hirscher will zurück in den Ski-Weltcup - allerdings nicht um jeden Preis. Das erklärte der Österreicher, der inzwischen für die Niederlande startet, am Rande des Formel-1-Rennens in Spielberg. Im Gegensatz zu seinem vorangegangenen Comeback im letzten Winter wolle er sich nach seinem Kreuzbandriss nicht mehr stressen lassen - und erst wieder Rennen fahren, wenn er wirklich bereit ist.

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Quelle: Eurosport

Der 36-Jährige ließ in einer Medienrunde tief blicken. Die Wildcard, die ihn dazu berechtigte nach 2051 Tagen Pause zurück in den Ski-Weltcup zu kehren, habe ihn im Nachhinein überfordert, gab Hirscher zu.
"Als ich begonnen habe, war von Wildcards keine Rede, die hat mir eigentlich ein Hax'l gestellt - ich habe ja nicht gewusst, dass sich die FIS so was einfallen lässt", sagte der 67-fache Weltcup-Sieger am Sonntag.
"Und auf einmal hat sich das Rad so schnell gedreht, dass ich nicht mehr hinterhergekommen bin", fügte Hirscher hinzu.
Der Comeback-Plan habe eigentlich vorgesehen, bis zur Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm im Februar 2025 bei 100 Prozent zu sein, tatsächlich aber stand Hirscher bereits beim Saison-Auftakt in Sölden am Start.

Hirscher hadert: "War nicht so bereit, wie ich es gerne gewesen wäre"

"Das war nie der Plan", versicherte der Salzburger den Journalisten: "Ich war sicherlich nicht so bereit, wie ich es gerne gewesen wäre."
Noch schlimmer sei es ihm aber beim ersten Slalomrennen im finnischen Levi ergangen: "Ich werde hoffentlich nie wieder so unvorbereitet in ein Rennen gehen wie dort." Damals hatte der dreimalige Slalom-Weltmeister als 46. den zweiten Lauf verpasst klar verpasst.
Die neuerlichen Comeback-Pläne würden sich nun trotz des Saison-Höhepunkts Olympia 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo voll und ganz nach seinem Knie richten: "Ich werde mich nie wieder stressen lassen von einer Wildcard. Ich fahre das Rennen, wenn ich glaube, dass ich bereit bin."
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Hirscher über Comeback: "Können wir so nicht lassen"

Trotz allem sei er sich schnell sicher gewesen, dass er noch einmal auf die große Bühne zurückkehren wollen würde, stellte Hirscher klar: "Ich wusste es ab dem Zeitpunkt, wo ich nach der Operation munter wurde. Da habe ich gesagt: Das können wir so nicht lassen."
Dank der Sondergenehmigung der FIS kann Hirscher mit der günstigen Startnummer 31 seine Rennen bestreiten. Wie schon im vergangenen Jahr will der Österreicher sowohl im Riesenslalom als auch im Slalom an den Start gehen: "Ich brauche sie irgendwie gegenseitig."
Das Ziel sei, so viele Wettbewerbe wie möglich bestreiten zu können: "Wünschen würde ich mir natürlich, dass ich alle Rennen fahren kann, das Maximum mitnehmen kann aus dieser Saison."

Hirscher über Vonn und Co.: "Ziehe jetzt noch mehr meinen Hut"

Vor allem die Highlight-Weltcups in Kitzbühel und Schladming hätten ihn motiviert. Die Olympischen Winterspiele hingegen seien kein Grund für das neuerliche Comeback: "Die Spiele an sich sind schön, aber manchmal denkt man sich, dass eine WM mehr Wertschätzung gegenüber den Athleten hatte. Olympische Spiele sind sehr komplex - und wenn ich an Cortina denke, weiß ich, dass ich dort noch weniger Zeit im Olympischen Dorf verbringen würde."
Wenn alles gut geht, könne er zum Ende des Sommers wieder auf Skiern stehen, so Hirscher, der nun noch mehr Respekt für die Comebacks von Lindsey Vonn oder Aksel Lund Svindal empfinde: "Da ziehe ich jetzt noch so viel mehr meinen Hut."
Nun will er es selbst noch einmal allen beweisen - vor allem sich selbst.
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