Marco Odermatt stellt sich gegen Wiederwahl von FIS-Präsident Johan Eliasch: "Entwickling alles andere als positiv"

Die Wiederwahl von FIS-Präsident Johan Eliasch ist angesichts verschiedener Vorwürfe ohnehin schon alles andere als sicher – nun hat er mit Marco Odermatt einen weiteren prominenten Kritiker. Es bleibe "nicht viel anderes übrig, als an der Spitze der FIS einen Wechsel zu machen", sagte der fünffache Gesamtweltcupsieger. Am 11. Juni wählt der Kongress der FIS seinen neuen Präsidenten.

Odermatt gewinnt Gesamtweltcup: "Großer Abstand macht es besonders"

Quelle: Eurosport

Eliasch, der für die mögliche Wiederwahl einen georgischen Pass angenommen hat, tritt bei der Wahl in Belgrad gegen Anna Harboe Falkenberg (Dänemark), Victoria Gosling (Großbritannien), Alexander Ospelt (Liechtenstein) und Dexter Paine (USA) an.
Längst häufen sich die Stimmen gegen den Unternehmer, der 2021 das Amt des Präsidenten angetreten hat. Gerade die finanzielle Lage des Skiverbandes hat sich seitdem offenbar verschlechtert.
Eine Recherche von FIS-Athletensprecher AJ Ginnis zeigt die Ausmaße der Negativentwicklung. "Am 31.12.2025 hatte die FIS ein Eigenkapital von knapp 43 Millionen. Vor fünf Jahren waren noch 130 Millionen in der Kasse", sagte Ginnis.
Im Namen vieler FIS-Athleten hat der Grieche dem aktuellen Chef das Vertrauen entzogen. Auch Superstar Odermatt hat sich klar positioniert.

Odermatt sieht nur eine Lösung

"Ich habe mir vor ein paar Jahren sehr viel von ihm erhofft. Weil er neu in dieses System gekommen ist, ein bisschen anders denkt und als Unternehmer die Weltwirtschaft sehr gut versteht", sagte Odermatt im Gespräch mit dem "Blick".
Die tatsächliche Bilanz sei ernüchternd. Der Schweizer "habe von Insidern erfahren, dass sich die FIS bezüglich der Finanzen alles andere als positiv entwickelt hat", erklärte der 28-Jährige und zog eine klare Schlussfolgerung: "Deshalb bleibt nicht viel anderes übrig, als an der Spitze der FIS einen Wechsel zu machen."
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Johan Eliasch strebt eine Wiederwahl an

Fotocredit: SID

Odermatts Landsmann Daniel Yule fand ähnlich deutliche Worte: "Eliasch hat uns seit seinem Amtsantritt 2021 so viel versprochen und nichts gehalten."
Ziel des Schweizer Verbandes sei nun, so CEO Diego Züger, "sich hinter der aussichtsreichsten Kandidatur zu vereinen und Johan Eliasch aus dem Amt zu drängen".
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Quelle: Eurosport


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