Marco Schwarz arbeitet nach Kreuzbandriss und Bandscheibenvorfall fürs Comeback: Heim-WM 2025 nicht um jeden Preis

Wegen eines Ende Dezember 2023 in der Abfahrt von Bormio erlittenen Kreuzbandrisses musste Marco Schwarz die letzte Weltcupsaison vorzeitig beenden. Nach sieben Monaten Reha stand der Österreicher Anfang August wieder auf Skiern, ehe er erneut operiert wurde, diesmal am Rücken. Diagnose Bandscheibenvorfall. Erneut steht der schwierige Weg zurück an - doch Schwarz lässt sich nicht unterkriegen.

Schwarz stürzt böse und muss mit dem Helikopter ins Krankenhaus

Quelle: Eurosport

"Natürlich war die Diagnose Bandscheibenvorfall mit anschließender Operation ein ordentlicher Dämpfer, ich hatte mich sehr auf die Vorbereitung in Chile gefreut. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert", sagte der 28-Jährige am Donnerstag in einer Medienrunde, bei der auch Eurosport dabei war.
"Ich war dabei, die Koffer für die Reise nach Chile zu packen. Dann hat sich der Rücken gemeldet bzw. der Nervenzug vom unteren Rückenbereich bis in die Kniekehle. Nach der Diagnose Bandscheibenvorfall wollte ich es erst mit einer konservativen Therapie und viel Ruhe probieren, doch leider hat sich die Situation noch verschlechtert. Irgendwann war der Unterschenkel taub. Letztlich kamen wir nicht mehr um eine Operation herum", schildert Schwarz seine Leidenszeit.
Auch mental ist der erneute Rückschlag eine Herausforderung. "Es ist schon schwierig, zuhause auf der Couch zu liegen und Videos von den Kollegen zu sehen, wie sie in Chile bei guten Bedingungen um schönem Wetter Skifahren. Das tut schon weh. Ich bin aber immer positiv geblieben, bin nie in ein Loch gefallen, auch wenn es noch so zäh war", so Schwarz.
Wann der Kombinations-Weltmeister von 2021 und sechsfache Weltcupsieger wieder ins Renngeschehen einsteigen kann, steht in den Sternen.

"Ich will mich nicht stressen lassen"

"Der grobe Plan ist, alles richtig ausheilen zu lassen und einen guten Aufbau zu machen. Wenn das gut funktioniert, möchte ich Ende Oktober wieder auf Skiern stehen. Es ist schon mein Ziel, in dieser Saison wieder im Weltcup zu starten, aber die Rennen sind noch weit weg. Ich will mich nicht stressen lassen und erst in den Weltcup zurückkehren, wenn ich bei 100 Prozent bin", stellt Schwarz klar.
Die Heim-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm habe er im Hinterkopf, lässt sich aber dadurch nicht unter Druck setzen.
Schwarz: "Dabei sein alleine reicht mir bei einer WM nicht, ich muss schon in Form sein. Ich habe nicht vor, nächstes oder übernächstes Jahr aufzuhören, ich möchte schon noch einige Jahre dranhängen. Da ist mir der Körper zu wichtig, um etwas für eine Heim-WM aufs Spiel zu setzen."
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Marco Schwarz gewann in seiner Karriere bislang sechs Weltcuprennen

Fotocredit: Getty Images

Schwarz will Karriere als Allrounder fortsetzen

Seine Karriere als Allrounder, der alle Disziplinen fährt, will Schwarz aber trotz der physischen Belastungen fortsetzen.
"Natürlich fängt man nach Verletzungen an, über manche Dinge nachzudenken und sie zu hinterfragen", sagt Schwarz. "Ich war aber in der letzten Saison bei jedem Start vollkommen bereit. Wenn man um den Gesamtweltcup mitfahren und einen Marco Odermatt schlagen will, muss man viele Rennen fahren. Ich möchte auch in Zukunft in jeder Disziplin zu starten, wenn auch nicht mehr in jedem Rennen. Ich muss meinem Körper auch die Zeit geben, sich zu erholen."
Das Interesse am Skisport ist bei Schwarz trotz der langen Abwesenheit ungebrochen. "Ich bin nach wie vor sehr skifanatisch und kann es kaum erwarten, wieder mitzumischen. Das werde ich aber erst dann tun, wenn ich wieder voll fit bin."
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Kilde im Interview: “Zum ersten Mal die Folgen des Sports gespürt”

Quelle: Eurosport


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