Shiffrin fügte im Interview allerdings hinzu: "Es ist wahr, dass es keine so gute Saison wie in den vergangenen Jahren war."
Die US-Amerikanerin gewann letzte Saison drei Weltcuprennen, fuhr sieben weitere Podestplätze ein und holte vier WM-Medaillen (Gold in der Alpinen Kombination, Silber im Riesenslalom, Bronze im Super-G und im Slalom).
Doch vergleicht man die Erfolge mit denen aus den Vorjahren, war es für Shiffrin keine herausragende Saison. Denn die Jahre zuvor war die 69-fache Weltcupgewinnerin die Dauersiegerin im alpinen Skiweltcup und gewann drei Jahre hintereinander (von 2017 bis 2019) überlegen den Gesamtweltcup.
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Ihre Souveränität und ihr Selbstverständnis für Siege sowie ihre unglaubliche Konstanz - jene Eigenschaften, die sie in den letzten Jahren zur mit Abstand besten Skifahrerin der Welt gemacht hatten – fehlten allerdings dieses Jahr.
Das Ausnahmetalent aus Colorado zeigte sich trotzdem zufrieden: "Wenn ich zurückblicke, bin ich stolz auf meine Saison. Ich wusste nicht, ob es überhaupt eine Weltcupsaison geben wird und ob ich emotional bereit dafür bin."

Shiffrin dachte über ein Karriereende nach

Für Shiffrin war die vergangene Weltcup-Saison bislang wohl die schwierigste in ihrer Karriere. Der plötzliche Tod ihres Vaters im Februar 2020 warf den Ski-Star komplett aus der Bahn - die US-Amerikanerin dachte kurzzeitig sogar über ein Karriereende nach.
Im Herbst verletzte sich Shiffrin zusätzlich noch am Rücken und musste deshalb den Weltcup-Auftakt in Sölden absagen.
Die 26-Jährige gab erst im vergangenen November nach elf Monaten, die mental unglaublich schwer für sie gewesen seien, ihr Ski-Comeback.
Mittlerweile seien auch die Gedanken über ein mögliches Karriereende wieder verflogen und sie habe wieder neue Motivation gefunden. Ihr Fokus ist unter anderem bereits auf die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Peking gerichtet. Dort will Shiffrin wieder voll angreifen.
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