Olympia 2026: Weltmeister Franjo von Allmen holt Abfahrtsgold auf der Stelvio - bitterer Tag für Marco Odermatt

Weltmeister Franjo von Allmen hat sich bei Olympia 2026 Gold in der Abfahrt gesichert. Der Schweizer gewann auf der berühmten Stelvio von Bormio mit einer Zeit von 1:51,61 min. Dahinter räumten die Italiener Giovanni Franzoni (+0,20 s) und Dominik Paris (+0,50 s) Silber und Bronze ab. Eine herbe Enttäuschung erlebte Marco Odermatt (+0,70), der Vierter wurde. Simon Jocher belegte Platz 21 (+2,40).

Highlights: Von Allmen hält Italien-Duo im Kampf um Gold auf Abstand

Quelle: Eurosport

Daniel Hemetsberger, der im zweiten Training gestürzt war, eröffnete den Speed-Showdown auf der Stelvio.
Und sofort war klar: Es wird verdammt spektakulär. Tempi von knapp 150 km/h und teils über 50 Meter Luftfahrt am San-Pietro-Sprung verlangten den Abfahrern alles ab.
Nachdem Hemetsberger die erste Zeit vorgelegt hatte, kam es zum Krimi zwischen einem Schweizer Trio. Zunächst knackte Marco Odermatt die neue Topzeit von Alexis Monney um die Winzigkeit von fünf Hundertstelsekunden.
Direkt danach brachte Franjo von Allmen einen Traumlauf ins Ziel und distanzierte den Superstar um satte sieben Zehntel.
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Abfahrtskrimi: Von Allmen vs. Franzoni im direkten Vergleich

Quelle: Eurosport

Von Allmen begeistert Ferstl: "Puzzle zusammenbekommen"

"Franjo hat das Puzzle zusammenbekommen", erklärte Eurosport-Experte Josef Ferstl, der 2019 den Super-G von Kitzbühel gewann. Von Allmens Wahnsinnssatz am San Pietro könne "goldwert" sein.
So kam es, allerdings musste von Allmen noch zittern. Die beiden Italiener Giovanni Franzoni (+0,20) und Dominik Paris (+0,50) kamen dem Schweizer nahe - und schubsten bei ihrem "Heimspiel" Favorit Odermatt vom Podium.
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Die Fahrt zu Gold! Von Allmen pulverisiert Odermatts Bestzeit

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Odermatt: "Weiß wirklich nicht, wo ich Zeit verloren habe"

"Ich bin natürlich enttäuscht. Ich wusste, dass es schwer wird, das Rennen zu gewinnen, wenn jemand eine perfekte Fahrt zeigt", sagte der 28-Jährige gegenüber dem "ORF".
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Odermatt exklusiv nach Platz vier: "Bin sehr enttäuscht"

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Er habe sich "eine Medaille erhofft, im Speziellen mit einer fehlerlosen Fahrt. Ich weiß wirklich nicht, wo ich Zeit verloren habe. Trotzdem habe ich mich gut gefühlt, bin nach Plan gefahren, habe aber trotzdem von oben bis unten Zeit verloren. Irgendwas hat nicht perfekt gepasst", so Odermatt.
Einen Rückschlag kassierten auch die österreichischen Speed-Spezialisten. Vincent Kriechmayer verpasste auf Platz sechs (+0,77) Edelmetall um 27 Hundertstel, auf Rang sieben folgte Hemetsberger (+0,97).

Jocher mit später Startnummer abgeschlagen

Simon Jocher, der als einziger Deutscher die Stelvio in Angriff nahm, konnte mit der späten Startnummer 28 bei schlechter werdenden Lichtverhältnissen nicht vorne eingreifen.
Der 29-Jährige verlor eine Menge Zeit und war am Ende 2,40 s langsamer als der neue Olympiasieger. Eine Enttäuschung für Jocher, der auf eine Top-15-Platzierung gehofft hatte.
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"Das war zu brav": Jocher verpasst Top 15 in Olympia-Abfahrt

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"Ich habe mich schneller gefühlt als ich war", sagte der gebürtige Schongauer im Zielraum. Sein Blick richtete sich danach sofort auf die erstmals olympische Team-Kombination am Montag, wo er gemeinsam mit Slalomläufer Linus Straßer an den Start gehen wird.
"Ich hoffe", sagte Jocher, "dass ich Linus eine schnelle Zeit mitgeben kann." Bei der WM vor einem Jahr hatten beide Rang acht acht belegt.
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Jocher nach Abfahrt unzufrieden: "Da liegt noch viel Zeit"

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Von Allmen exklusiv: "Ich kann es nicht in Worte fassen"

Von Allmen ist indes nach Bernhard Russi (1972), Pirmin Zurbriggen (1988), Didier Défago (2010) und Beat Feuz (2002) der fünfte Abfahrtsolympiasieger aus der Schweiz.
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Von Allmen nach Goldcoup: "Fühlt sich an wie im Film"

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"Ich kann nicht in Worte fassen, was das für mich bedeutet", erklärte von Allmen im Eurosport-Interview. "Im Moment fühlt es sich wie im Film an. Die sieben Zehntel vor Marco waren schon erstaunlich. Die Zeit hatte mir verraten, dass es ein guter Lauf war und nicht nur mein Gefühl gut war."
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Erste Goldmedaille der Spiele vergeben: Von Allmen feiert Abfahrtssieg

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Vonn peilt am Sonntag Olympia-Medaille an

Bislang ist es in der Historie der Königsdisziplin noch keinem Athleten gelungen, einen Olympiasieg zu wiederholen. Von Allmen hat in vier Jahren bei den Winterspielen in den französischen Alpen die Chance, diesen Bann zu brechen.
  • Die Winterspiele im Streaming bei HBO Max
Bei den Frauen wiederum schaffte DSV-Legende Katja Seizinger das Kunststück (1994, 1998) und holte zweimal olympisches Gold.
Die Olympiasiegerin von 2026 wird am Sonntag (ab 11:30 Uhr live im TV bei Eurosport 1 und im Stream bei HBO Max) gekürt, wenn es auf der Tofana von Cortina d'Ampezzo um Gold geht.
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Franzoni kratzt an von Allmens Führung - und scheitert nur knapp

Quelle: Eurosport

Die große Frage lautet: Gelingt es Superstar Lindsey Vonn, mit 41 Jahren und mit Kreuzbandriss im linken Knie, eine Medaille zu holen? Das letzte Training der US-Amerikanerin lief sehr gut.
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Paris wirft Odermatt vom Podest

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