Olympia - Team-Kombination: Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher holen Medaille für DSV-Mannschaft in Cortina

Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher haben in der alpinen Team-Kombination bei Olympia die ersehnte Medaille geholt. Nach Abfahrt und Slalom belegte das DSV-Duo in Cortina d'Ampezzo mit 2:21,71 Minuten knapp Platz zwei. Gold schnappte sich mit nur fünf Hundertstelsekunden Vorsprung Österreich, Bronze USA 2. Team USA 1 mit Breezy Johnson und Mikaela Shiffrin wurde überraschend "nur" Vierter.

Silber-Coup für Deutschland: Die Highlights der Team-Kombination

Quelle: Eurosport

Der Olympiasieg ging sensationell an die Österreicherinnen Ariane Rädler und Katharina Huber. Ebenfalls überraschend: Rang drei belegte mit Jacqueline Wiles und Paula Moltzan (+0,25 Sekunden) das "schwächere" US-amerikanische Duo.
"Zusammen eine Medaille zu holen, ist schon richtig cool", freute sich Emma Aicher im Eurosport-Interview. "Am Start war es eigentlich wie immer. Ich war nervöser, als Kira gefahren ist, aber sie hat das richtig gut gemacht. Da habe ich mir gedacht: 'Ich mache es auch wieder ganz normal.'"
Kira Weidle-Winkelmann sprach bei Eurosport von einem "aufregenden Tag". Es sei im positiven Sinne der "Wahnsinn", was sich auf der Tofana abgespielt habe.
Bei Aichers Slalom-Lauf sei sie "unfassbar aufgeregt" gewesen, "es war eine Achterbahn, sehr emotional alles. Emma hat zu 100 Prozent abgeliefert, ein Wahnsinnstag!"
Die deutsche Mannschaft hatte ein wenig gepokert, stellte Slalom-Spezialistin Lena Dürr nicht auf und vertraute stattdessen auf Aichers Qualitäten im Slalom.
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Traumlauf: Aicher macht Team-Medaille für Deutschland perfekt

Quelle: Eurosport

Rebensburg lobt Aufstellung: "Alles richtig gemacht!"

In der Abfahrt, der ersten Disziplin der Team-Kombination, schickte der DSV dafür Weidle-Winkelmann ins Rennen - und nicht Aicher, die dort erst vor zwei Tagen Olympia-Silber geholt hatte.
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Siegerehrung: Aicher und Weidle-Winkelmann jubeln über Silber

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Der Plan ging auf. DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier und die Cheftrainer hatten diese Aufstellung nach Eurosport-Informationen deshalb gewählt, weil die beiden Fahrerinnen sehr eng befreundet sind, sich blendend verstehen. Die emotionale Komponente sei nicht zu unterschätzen in diesem bei Olympia erstmals ausgetragenen Formats.
"Emma hat den Turbo gezündet. Das war richtig stark - vor allem der untere Teil. Um nochmal auf die Nominierung des Duos zurückzukommen: Alles richtig gemacht! Die beiden sind eine überragende Kombination, sie wollten unbedingt zusammenfahren und sind eingeschworen", betonte Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg, die 2010 Olympia-Gold im Riesenslalom gewann.

Shiffrin bringt ihre Klasse nicht auf die Piste

Die Topfavoritinnen und Weltmeisterinnen Mikaela Shiffrin und Breezy Johnson (USA), die nach der Abfahrt noch vorne gelegen hatten, wurden "nur" Vierte. Slalom-Queen Shiffrin verlor in ihrer Spezialdisziplin die Nerven und verspielte den Vorsprung.
"Breezy hat heute Morgen eine unfassbar gute Fahrt gezeigt", sagte Shiffrin gegenüber dem "ORF". Nach den "Strapazen in den vergangenen 48 Stunden nach ihrem Olympiasieg in der Abfahrt mit Feierlichkeiten und Medienterminen" sei es "enorm beeindruckend, wie sie sich an die neuen Pisten- und Witterungsverhältnisse angepasst hat".
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Entscheidung um Gold: Shiffrin zeigt Nerven - Österreich jubelt

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Umso unerwarteter war danach im Slalom, dass Überfliegerin Shiffrin bei weitem nicht an ihr Niveau herankam und das sicher geglaubte Edelmetall für USA 1 aus der Hand gab.

Aicher sichert Medaille mit Slalom-Bestzeit

Ganz anders Aicher: Zwei Tage nach ihrem Silber-Coup in der Abfahrt, wo sie Gold auch nur um 0,04 Sekunden verpasst hatte, schob sie das DSV-Duo mit Slalom-Bestzeit noch von Rang sechs aufs "Stockerl". Sie jubelte im Ziel mit Weidle-Winkelmann und Rodel-Star Felix Loch.
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Dabei stand Aicher vor einer schweren Aufgabe: Der Rückstand auf Bronze betrug nach der Abfahrt 0,47 s, Gold war 0,74 s weg.
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Weidle-Winkelmann bringt Kombi-Team in Medaillennähe

Quelle: Eurosport

Doch Weidle-Winkelmann war da schon optimistisch: "Das ist eine ganz gute Ausgangsposition für die Emma, der Abstand ist noch nicht allzu groß, es ist noch alles möglich."
Die Speed-Spezialistin war sieben Hundertstelsekunden langsamer gewesen als in der Spezialabfahrt, in der sie Platz neun belegt hatte. "Es war eine ganz solide Leistung", sagte sie und erklärte: "Von der Sicht her war es deutlich diffuser, die Schläge werden auch immer mehr."

Zweimal Silber für Aicher - bei nur neun Hundertstel Rückstand

Für Aicher haben die Winterspiele 2026 indes Thriller-Qualitäten angenommen. Die Allrounderin steht nach zwei Rennen bei zwei Silbermedaillen. Ihr Gesamtrückstand auf Gold in der Addition beider Wettbewerbe: ganz 0,9 Sekunden!
Dennoch zeigte das in Schweden aufgewachsene Supertalent eindrucksvoll seine Weltklasse. Und: Im Super-G, Riesenslalom und Slalom hat Aicher noch drei Chancen, die Medaillensammlung aufzustocken - warum nicht auch mit Gold.

Goggia stürzt in der Abfahrt - Aus für Italien 1

Pech hatte Sofia Goggia, die in der Abfahrt Bronze geholt hatte und mit Slalom-Partnerin Lara Della Mea angetreten war. Die 33-Jährige stürzte - das frühe Ende aller Träume für Italien 1.
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Goggia stürzt in Team-Kombi: "Gott sei Dank ist da viel Platz"

Quelle: Eurosport

In der Team-Kombination der Herren gab es am Tag zuvor einen Schweizer Erfolg durch Franjo von Allmen und Tanguy Nef, die sich vor den Teamkollegen Marco Odermatt/Loïc Meillard und dem zeitgleich ÖSV-Duo Vincent Kriechmayr/Manuel Feller durchsetzten.
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(mit SID)
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Wieder Schnellste! Olympiasiegerin Johnson legt auch in Team-Kombi vor

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