Olympia 2026 - Kommentar zum Sturz von Lindsey Vonn: Rettungshubschrauber statt Olympia-Medaille - Sieg oder Akia!

Lindsey Vonn ist bei Olympia 2026 in der Abfahrt schwer gestürzt. Das Worst-Case-Szenario ist eingetreten, denn bereits vor dem Rennen auf der berühmt-berüchtigten Tofana-Piste in Cortina d’Ampezzo war klar: Hopp oder topp, Medaille oder leere Hände, Sieg oder Akia. Nun ist der schlimmste Fall eingetroffen: Ihre Lieblingsstrecke verließ sie nach 13 Sekunden Fahrt im Helikopter. Ein Kommentar.

Drama nach 13 Sekunden: Vonn stürzt schwer in Abfahrt

Quelle: Eurosport

Stephan Eberharter, 18-facher Weltcupsieger in der Abfahrt, Kitzbühel-Triumphator, Gesamtweltcupsieger und Olympiasieger, sagte einmal zu mir: "Auf einer Weltcup-Abfahrt gibt es vom Start bis ins Ziel ein paar Kriterien, die man hundert Prozent nehmen muss. Gehst du das Risiko ein, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder du gehst im Ziel als Held hervor, oder du landest im Rettungshubschrauber."
Lindsey Vonn hat alles riskiert, um sich den Traum von einer Olympia-Medaille in ihrem Wohnzimmer "Olimpia delle Tofane", wo sie zwölf Weltcup-Rennen in ihrer Karriere gewann, zu erfüllen. Doch die von Millionen Fernsehzuschauern auf der ganzen Welt beobachtete 50. und letzte Fahrt auf ihrer Lieblingsstrecke endete mit einem fulminanten Crash, der in die Geschichte des Skisports eingehen wird.
"It's only 90 seconds. What's 90 seconds in a lifetime?", hätte ihr 2025 verstorbener Mentor Erich Sailer seiner Schülerin zugeflüstert, wäre er noch am Leben, erklärte Vonn im Vorfeld. Was sind schon 90 Sekunden in einem Leben? Einer von vielen Gründen, warum die Speed-Queen, die sich in den letzten Wochen im Weltcup in bestechender Form präsentierte, an den Start gegangen ist.
Auch darum konnte nicht einmal der in Crans-Montana erlittene Kreuzbandriss die 41-Jährige von ihrem Vorhaben abhalten. Noch im Olympischen Dorf arbeitete sie wie ein Berserker an ihrem Comeback. Aus 90 wurden 13 Sekunden, bis ein einfacher, ein vermeidbarer Fahrfehler den weiblichen Terminator des Skisports jäh stoppte.
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Lindsey Vonn liegt nach ihrem schweren Sturz in der Olympia-Abfahrt auf der Tofana.

Fotocredit: Getty Images

Die Winterspiele in Cortina haben ihren ersten Blockbuster. Die zahlreichen Experten werden sich den Mund fusselig reden, Journalisten wie ich philosophieren.
Derweil ist die hochgejazzte Story einfach zu erzählen: Die erfolgreichste Rennläuferin der Historie in Speed-Disziplinen hat dem Druck der von Weltmeisterin Breezy Johnson und Emma Aicher vorgelegten Topzeiten nicht standgehalten. Mit oder ohne Kreuzband und Knieprothese - Vonn ist auf der gefährlichen Hochgeschwindigkeitspiste mit künstlich aufgeschaufelten Wellen, anspruchsvollen Kurven sowie weiten Sprüngen zu viel Risiko eingegangen. Ihre körperliche Verfassung spielte zum Zeitpunkt keine Rolle, als sie ein Tor zu eng anfuhr und mit dem rechten Arm darin hängen blieb.
So brachial und unerbittlich ist der alpine Ski-Rennsport: Rettungshubschrauber statt Olympia-Medaille. Sieg oder Akia!
Gute Besserung, Lindsey!
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Quelle: Eurosport


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