Olympia 2026 - Ski alpin: Dürr im Riesenslalom nach Lauf eins mit Goldchance - Brignone ist erneut alles überragend

Lena Dürr greift beim Olympia-Riesenslalom von Cortina d'Ampezzo nach einer Medaille - und hat sogar die Chance auf Gold. Die 34-Jährige liegt nach dem ersten Durchgang auf der Tofana mit nur 34 Hundertstelsekunden Rückstand auf Super-G-Olympiasiegerin Federica Brignone auf Platz zwei. Dahinter folgt Teamkollegin Sofia Goggia (+0,46 s). Emma Aicher (+1,25) fiel dagegen auf Position 17 zurück.

Ganz stark auf Platz zwei: Dürr liefert im ersten Lauf ab

Quelle: Eurosport

"Es hat unglaublich Spaß gemacht. Man steht da oben, die Sonne scheint und es ist alles perfekt angerichtet: Traumpiste, Traumlauf - und dann war es einfach nur ein Genuss", sagte Lena Dürr im Eurosport-Interview.
"Ich habe es mir genau so vorgenommen, wirklich: engste Linie und direkt. Das hat sich in den vergangenen zwei Tagen im Training herausgestellt. Dass es dann so gelingt, das war wirklich ne Gaudi", freute sich die 34-Jährige.
Das Rennen begann indes mit einem Problem: Das Startgate machte Schwierigkeiten, die Zeitmessung musste neu justiert werden.
Als es dann losging, folgten schnell die ersten Überraschungen: Sowohl Superstar Mikaela Shiffrin (Platz 7, +1,02) als auch die starke Schweizerin Camille Rast (Platz 12, +1,14) verpassten die Bestzeit.
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Dürr Zweite im ersten Lauf: "War wirklich 'ne Gaudi!"

Quelle: Eurosport

Zwar waren die Bedingungen bei Sonnenschein und Temperaturen von etwa minus fünf Grad Celsius hervorragend, allerdings gelang es zunächst keiner Läuferin, den von Alice Robinsons Trainer Nils Coberger gesteckten Kurs ohne Fehler zu absolvieren.

ÖSV-Durststrecke im Riesenslalom - kein Ende in Sicht

Vor allem die sogenannten blinden Tore hinter den Wellen und der Zielsprung erwiesen sich als Fehlerquelle. Selbst Julia Scheib, mit vier Weltcupsiegen die beste Riesenslalomfahrerin des Winters, verkalkulierte sich, machte zu viel Richtung beim Sprung und ließ Zeit liegen.
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Brignone mit Traumlauf: Olympia-Märchen geht mit Bestzeit weiter

Quelle: Eurosport

"Es war keine perfekte Fahrt. Ich habe hier und da einen Wackler gehabt. Ich habe zwar Funksprüche bekommen, hatte aber an manchen Toren zu viel Richtung gemacht. Die Strecke kommt mir vom Charakter nicht ganz entgegen, aber schauen wir mal, was noch drin ist", erklärte die Österreicherin im Gespräch mit dem "ORF".
Allerdings: Mit 1,13 s Rückstand auf die Spitze und Position elf sieht es nicht danach aus, dass der ÖSV den Bann bricht und erstmals in der Geschichte Olympia-Gold im Riesenslalom der Frauen holt.

Brignone sprengt zeitgleiches Spitzen-Trio

Derweil kam es im Rennen zwischenzeitlich zur kuriosen Situation, dass mit Lara Colturi (ALB), Sara Hector (SWE) und Thea Louise Stjernesund (NOR) drei Athletinnen zeitgleich an der Spitze lagen.
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"Das gab's noch nie!" Stjernesund, Hector und Colturi zeitgleich

Quelle: Eurosport

Das änderte sich mit Federica Brignone. Die 35-Jährige, die nach ihrem Schien- und Wadenbeinbruch bei den italienischen Meisterschaften im April 2025 erst einen Weltcup-Riesenslalom am Kronplatz absolviert hatte, zeigte einen famosen Lauf.

Dürr euphorisiert: "Wieder Leichtigkeit im Schwung"

Das galt auch für Lena Dürr. Die 34-Jährige ließ in den oberen Bereichen zwar etwas Zeit liegen, drückte aber im unteren Streckenteil voll aufs Tempo. Im Schlusssektor fuhr Dürr sogar die beste Zeit.
Es sei "wieder die Leichtigkeit im Schwung, so wie es sich für mich anfühlen muss", freute sich Dürr. "Ich wusste ganz genau, was ich tun muss. Umso schöner, wenn es dann im Lauf gelingt."
Schafft es die Germeringerin, im zweiten Durchgang (ab 13:30 Uhr live im TV bei Eurosport 1 und im Stream bei HBO Max) ähnlich gut zu fahren, ist die Medaille - und vielleicht sogar Gold - absolut drin.
Und: Dürr könnte die bittere Erfahrung von 2022, als sie im Slalom von Peking nach Lauf eins führte und am Ende Vierte wurde, endgültig vergessen machen.
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Quelle: Eurosport


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