Olympia 2026 - Dicke Luft im Schweizer Abfahrtsteam: Niels Hintermann kritisiert Trainerentscheidung zu Alexis Monney

Nach dem ersten Abfahrtstraining in Bormio gab es laut "Blick" den ersten Knall im Schweizer Team. Niels Hintermann kritisierte das Trainerteam der Eidgenossen, die Alexis Monney trotz nicht erfüllter Bedingungen für die Abfahrt am Samstag auf der Stelvio setzten: "Was diese Herren am Dienstagnachmittag entschieden haben, ist nicht okay, es ist nicht im Sinne des Sports", polterte Hintermann.

Topstar Odermatt tastet sich im 1. Training an die Stelvio heran

Quelle: Eurosport

Während Monney neben den Superstars Marco Odermatt und Franjo von Allmen seinen Startplatz also sicher hat, muss der 30-Jährige um den letzten Platz im Schweizer Team kämpfen.
Im zweiten Training am Donnerstag (11:30 Uhr live bei Eurosport und HBO Max) fährt Hintermann gegen Stefan Rogentin um den verbleibenden Startplatz.
Neben Monney sind die Superstars Marco Odermatt, der im ersten Training am Mittwoch Dritter wurde, und Franjo von Allmen gesetzt.
"Ich habe zwar überhaupt nichts dagegen, dass ich diese Qualifikation bestreiten muss, schließlich habe ich im laufenden Weltcup-Winter keinen Podestplatz herausgefahren", sagte Hintermann und fügte an: "Aber Alexis Monney kann aus dieser Saison auch keinen Top-3-Rang vorweisen, dennoch hat man ihn gesetzt."

Hintermann sauer: "Jetzt fängt man leider plötzlich etwas Neues an"

Seit er 2017 anlässlich der WM in St. Moritz erstmals an einem Großanlass dabei gewesen sei, "war es im Schweizer Abfahrtsteam immer so, dass die Athleten, die im Weltcup nicht den Sprung aufs Podest geschafft haben, ausnahmslos im Training eine Quali bestreiten mussten. Doch jetzt fängt man leider plötzlich etwas Neues an", meckerte der dreimalige Weltcupsieger.
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Niels Hintermann kritisiert das Schweizer Trainerteam

Fotocredit: Getty Images

Vergleicht man die Ergebnisse der beiden miteinander, ist die Aufregung nachvollziehbar. Monney holte einen fünften Rang und drei Top-Ten-Platzierung, Hintermann wurde Sechster bei der Abfahrt in Kitzbühel und Siebter in Gröden. Daher war auch Monney von der Entscheidung überrascht.

Monney kann Hintermanns Ärger verstehen

"Ich hatte mich gedanklich bereits auf die Quali vorbereitet, ich habe mich auf eine brutale schwere Woche eingestellt. Aber ohne Quali-Druck kann ich natürlich sehr viel Energie sparen", sagte der 26-Jährige.
Er könne "den Ärger von Hintermann sehr gut nachvollziehen. An seiner Stelle wäre ich wohl auch genervt. Und ich habe bei den Trainern nie Druck gemacht, dass sie mich setzen müssen. Aber selbstverständlich sage ich jetzt meinen Trainern auch nicht, dass ich die Quali trotzdem fahren möchte", erklärte der Schweizer, der 2024 die Abfahrt auf der Olympia-Strecke in Bormio gewann.

Spielt Monneys Sieg 2024 in Bormio eine Rolle?

Ob der Erfolg damals mit berücksichtig wurde, ist unklar, laut dem ehemaligen Gesamtweltcupsieger von 2010, Carlo Janka, dürfte das bei Entscheidung aber keine Rolle gespielt haben.
"Die Bedingungen in Bormio werden sehr wahrscheinlich anders sein als bei Monneys Sieg im Dezember 2024. Das Licht dürfte im Februar besser sein, die Piste weniger eisig. Darum sehe ich aufgrund der letzten Resultate keinen Grund, um Alexis im Vergleich mit Niels und Rogi zu bevorzugen", sagte Janka.
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Topstar Odermatt tastet sich im 1. Training an die Stelvio heran

Quelle: Eurosport

Die offizielle Version der Trainer ist übrigens, "dass das Gesamtbild bei dieser Trainerentscheidung zu Gunsten von Alexis den Ausschlag gegeben hat", so Cheftrainer Tom Staufer.
Im ersten Training kam Hintermann mehr als zwei Sekunden hinter der Bestzeit von Ryan Cochran-Siegle in Ziel, Qualifikationsgegner Rogentin war acht Zehntel schneller. Monney erreicht den vieren Platz, verpasste allerdings ein Tor.
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ÖSV-Ass Kriechmayr tastet sich im Training an die Stelvio heran

Quelle: Eurosport


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