Olympia 2022: Mikaela Shiffrin hat nach dem Super-G ihre Freude zurück - Liebeserklärung an Kilde

Rang neun, mit 0,79 Sekunden Rückstand auf Gold - unter normalen Umständen wäre US-Skistar Mikaela Shiffrin bei solch einem Ergebnis kaum zum Lächeln zu Mute. Doch am Freitag wirkte dieser neunte Platz im olympischen Super-G für die 26-Jährige nach den bitteren Ausfällen in Slalom und Riesenslalom wie eine Erlösung. So war die zweimalige Olympiasiegerin im Ziel gar zum Scherzen aufgelegt.

Mikaela Shiffrin nach dem olympischen Super-G

Fotocredit: Getty Images

"Das hier ist ein viel schöneres Gefühl, als in den vergangenen Tagen", strahlte Mikaela Shiffrin im Ziel am Eurosport-Mikrofon.
"Erstmal fühlt es sich unglaublich an, das vierte und fünfte Tor passiert zu haben", scherzte sie sichtlich erleichtert darüber, dass sie erstmals bei diesen Olympischen Spielen ein Rennen zu Ende fahren konnte. Im Slalom und Riesenslalom war die Mitfavoritin jeweils sehr früh ausgeschieden.
Am Freitag lief es auf der Olympia-Piste in Yanqing deutlich besser, auch wenn es erneut nicht mit der erhofften Medaille klappte. Auf Olympiasiegerin Lara Gut-Behrami fehlten ihr 0,79 Sekunden, auf die drittplatzierte Michelle Gisin waren es 0,49. Doch das Resultat spielte für Shiffrin erstmal nur eine Nebenrolle, stattdessen freute sie sich über ihre Fahrt an sich: "Ich bin nicht auf Sicherheit gefahren, ich habe gepusht und bin gute Schwünge gefahren."
Sie sei in etwa so gefahren, wie sie ohne Training fahren sollte, erklärte Shiffrin. "Ich habe einfach die Strecke inspiziert und hatte einen Plan. Das gesamte Team hat die Strecke optimal inspiziert und ist mit der richtigen Mentalität und Einstellung rangegangen."
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Erleichterte Shiffrin mit süßer Liebeserklärung an Kilde

Quelle: Eurosport

Shiffrin: "Mein Gefühl auf den Ski war einfach anders"

Im Interview ließ sie aber auch durchblicken, dass sie nicht erst in Peking mit ihrem Skifahren haderte. "Ich war mir vorher wirklich nicht sicher, denn die letzten Wochen liefen nicht wie erwartet", sagte Shiffrin: "Dabei spreche ich noch nicht einmal von Ergebnissen. Mein Gefühl auf den Ski war einfach anders, als es sein sollte."
Die Ausfälle in den technischen Disziplinen waren dann offenbar die negativen Höhepunkte dieser Entwicklung. Der Super-G könnte für Shiffrin nun aber Wende gebracht haben. "Heute war das wieder besser, und das ist eine große Erleichterung", analysierte sie.
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Super-G: So schlug sich Shiffrin nach dem doppelten Aus

Quelle: Eurosport

Einen entscheidenden Faktor an dieser neuen Freude am Skifahren hat ihr Freund Aleksander Aamodt Kilde. "Er ist einfach ein großartigste Mensch", begann die US-Amerikanerin ihre Lobeshymne auf ihren norwegischen Lebensgefährten.

Shiffrin über Kilde: "Ihn zu sehen, hat mich daran erinnert, wie viel Positives es gibt"

"Ihn in den letzten Wochen gesehen zu haben - wenn auch nur aus der Distanz, hat mich daran erinnert, wie viel Positives es einfach auch gibt und wie viel es noch über das Gewinnen von Rennen hinaus gibt", so Shiffrin.
Es kämen alle hier her, um eine Medaille zu holen. Aber auch, um einfach mit guter Einstellung Ski zu fahren und dies tue er einfach jeden Tag, bewunderte sie Kildes Mentalität.
Offenbar hat dies auch ihre eigene Einstellung zum Sport und den Olympischen Spielen verändert: "Das erinnert einen gut daran, wie dankbar wir sein sollten, das hier tun zu dürfen."

Kilde hat bereits zwei Medaillen - zieht Shiffrin nun nach?

Ein weiterer Faktor dürfte dabei wohl auch sein, dass Kilde in Yanqing bereits bewies, dass man auch mit einer etwas lockeren Herangehensweise bei Olympia Medaillen holen kann. Der 29-Jährige gewann zunächst Bronze im Super-G und am Donnerstag Silber in der Kombination.
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Stark im Stangenwald: Kilde bringt Medaille ins Ziel

Quelle: Eurosport

Auch wenn Shiffrins ursprüngliches Ziel für Peking sicherlich der Olympiasieg gewesen sein dürfte, so wäre sie nach den Erfahrungen in den vergangenen Tagen auch glücklich, wenn sie die Bilanz ihres Freundes erreichen sollte. Die nächste Chance auf eine Medaille gibt es für die dreimalige Gesamtweltcupsiegerin am Dienstag in der Abfahrt (4:00 Uhr live im Free-TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn!). Zwei Tage später steigt die Kombination.

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"Die Linie war perfekt": Gut-Behrami rast zu Gold

Quelle: Eurosport

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