Olympia 2022: Mikaela Shiffrin erlebt Desaster in Peking - Experten Martina Lechner und Felix Neureuther entsetzt

Mikaela Shiffrin verlässt die Olympischen Spiele in Peking ohne Einzelmedaille. Die US-Amerikanerin schied beim Kombinationsslalom und damit zum dritten Mal bei diesen Winterspielen nach einem Fahfehler aus. Felix Neureuther sagte in der "ARD": "Man sieht, dass sie komplett verunsichert ist und gar nicht mehr weiß, wie sie wirklich ins Ziel treffen will. Als Slalomläufer ist das der Worst Case."

Shiffrin wirft Gold weg: Nächstes Aus für US-Star im Kombi-Slalom

Quelle: Eurosport

Die Stelle an der Shiffrin ausgeschieden war, sei eigentlich "keine große Gefahr", meinte der ehemalige Skirennläufer: "Sie hat stark angefangen, Mikaela-Shiffrin-like, besser kannst du es eigentlich nicht fahren. Aber eine Kleinigkeit, eine Mini-Welle, bringt sie dann so raus. Das kennt man überhaupt nicht von ihr."
Neureuther vermutete hinter den ungewohnt schwachen Auftritten der 26-Jährigen in Peking auch private Ereignisse und Veränderungen in den vergangenen Jahren.
"Die persönlichen Schicksalsschläge mit ihrem Vater, der tragisch ums Leben gekommen ist - das macht schon was mit einem."
Das Skifahren sei für Shiffrin vermutlich "in ihrem Leben nicht mehr das absolut Entscheidende, was ja auch irgendwie gut ist. Aber für sie war das früher immer der Weg, um erfolgreich zu sein. Und von diesem Weg ist sie ein bisschen abgekommen."
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"Ich verstehe es nicht": Shiffrin ringt im Interview nach Worten

Quelle: Eurosport

Lechner: Rückschläge lassen Sportler "extrem reifen"

Eurosport-Expertin Martina Lechner erklärte zur aktuellen Situation der 73-maligen Weltcupsiegerin: "Es ging in ihrer Karriere bisher immer nur nach oben. Immer mehr Siege, Podestplätze und Gesamtweltcupsiege. Dass das irgendwann auch mal ein Ende hat, das war für mich schon klar."
Diese Rückschläge ließen einen Sportler oder eine Sportlerin "extrem reifen. In den Interviews dann gerade zu stehen, eine klare Aussage zu machen und sich nicht herauszureden, das zeigt einfach ihre Größe", meinte Lechner. Man habe aber bereits früh in Shiffrins Kombinationsslalom erkennen können: "Wie sie das erste Tor anfährt, hat gezeigt, das ist nicht Shiffrin."
Neureuther bilanzierte: "Ich hoffe für sie, dass sie wieder die Freude am Skifahren zurückgewinnt, weil ihr zuzuschauen, macht uns auch große Freude, wenn sie wieder mit ihrer Leichtigkeit da runterfedert. Diese Leichtigkeit erlangt sie hoffentlich wieder zurück."
Die US-Amerikanerin hatte in der alpinen Kombination nach der Abfahrt auf Position fünf gelegen. Nur 0,56 Sekunden fehlten auf die führende Speed-Spezialistin Christine Scheyer aus Österreich. Doch in ihrer eigentlichen Parade-Disziplin missglückte Shiffrin ihr Lauf und sie schied aus. Im Team-Wettbewerb hat Shiffrin nun noch ihre letzte Chance auf Edelmetall.

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Auf Goggias Skiern: Shiffrin mit starker Abfahrt in der Kombi

Quelle: Eurosport

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