Olympia 2018: Frida Hansdotter holt Gold im Slalom

Olympia 2018: Frida Hansdotter aus Schweden hat bei den 23. Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold im Slalom geholt. Silber ging an Wendy Holdener (Schweiz). Die Österreicherin Katharina Gallhuber, die nach dem ersten Lauf nur auf dem neunten Platz gelegen hatte, gewann Bronze. Mikaela Shiffrin verpasste mit Rang vier ihr zweites Olympia-Gold binnen 24 Stunden.

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Fotocredit: Eurosport

Vor vier Jahren in Sotschi hatte Shiffrin, die nach dem ersten Durchgang auf der Regenbogenpiste in Yongpyong über Unwohlsein geklagt nur auf Rang vier gelegen hatte, die Goldmedaille in ihrer Paradedisziplin Slalom gewonnen.

Shiffrin übergibt sich vor Start

Shiffrin, für die Gold fest eingeplant war, hatte sich kurz vor dem Start des ersten Durchgangs übergeben. Dies an sich war noch keine Besonderheit: Die 22-Jährige gilt als hypernervös und ist bekannt für einen sehr unruhigen Magen.
Diesmal aber war es anders: "Es fühlt sich eher an wie ein Virus, es ging nicht um die Nerven." Doch sie war "froh, den ersten Lauf hinter mir zu haben", außerdem sei sie schließlich "nicht superweit weg".
Nur 0,48 Sekunden waren es auf Holdener, die zunächst vor dem schwedischen Duo Hansdotter und Anna Swenn Larsson führte. Dies ist im Slalom nicht viel, Shiffrin hat größere Rückstände aufgeholt auf dem Weg zu ihren vielen Titeln. Diesmal wurde es nichts. Ihr fehlten der Rhythmus, für den sie so berühmt ist, der Angriffswille, und irgendwie auch das Gefühl für den Kurs.
Bronze blieb acht Hundertstel entfernt, weil Gallhuber vom neunten Platz aus wie besessen durch die Stangen auf Rang drei tanzte.

Deutsches Trio historisch schlecht

Die deutschen Rennläuferinnen hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Lena Dürr schied im ersten Lauf bereits nach acht Sekunden und einem Einfädler aus, was sie sich selbst nicht erklären konnte. "Ich weiß nicht, woran es lag", sagte sie frustriert.
Marina Wallner aus Inzell belegte als beste Deutsche chancenlos Rang 19 - es war das schlechteste deutsche Ergebnis bei Olympischen Winterspielen (zuvor Platz 15, Martina Ertl 1992), und dies in einer Disziplin, die mit acht Medaillen (3x Gold) eigentlich eine deutsche Domäne ist. Ein historischer Flop. Christina Geiger schied im zweiten Durchgang aus.
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