Ski-Alpin bei Olympia 2018: Marcel Hirscher holt Gold im Riesenslalom

Der Ski-Superstar Marcel Hirscher hat nach seinem Sieg in der alpinen Kombination sein zweites Gold bei den Winterspielen von Pyeongchang gewonnen. Der 28-Jährige gewann den Riesenslalom am Drachenberg in Yongpyong mit 1,27 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Henrik Kristoffersen sowie dem Franzosen Alexis Pinturault und zementierte seinen Status als bester Ski-Rennläufer der Gegenwart.

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Es war eine Machtdemonstration, wie sie Hirscher längst zur Gewohnheit gemacht hat. Der gewaltige Vorsprung von 1,27 Sekunden ist der größte seit 50 Jahren in einem olympischen Riesenslalom. Hirscher ist damit auf dem besten Wege, zum König dieser Spiele zu werden: Er hat im Slalom noch eine weitere Siegchance.
"Das ist das verdienteste Gold der Welt", rief Hirscher jemand im Ziel anerkennend zu, der den Österreicher wieder mal herausforderte, aber wieder mal nur Zweiter wurde: Henrik Kristoffersen aus Norwegen, sonst auch mal ein schlechter Verlierer, war am Sonntag bestens gelaunt: Seinen Zeitrückstand auf Hirscher von 1,31 Sekunden nach dem ersten Lauf hatte er nur minimal verringern können, doch mit Laufbestzeit im Finale rückte er noch vom zehnten auf den Silberrang.
Kristoffersen wiederum lag nach seiner Aufholjagd nur 0,04 Sekunden vor dem Franzosen Alexis Pinturault - so standen auf dem Podium die drei überragenden Riesenslalom-Fahrer, und der Primus erwartungsgemäß ganz oben.

Hirscher winkt drittes Gold

Fünf Tage nach dem Olympiasieg in der Kombination ist Hirscher der Erste, der bei Olympia den vor der Abschaffung stehenden alpinen Zweikampf und den Riesenslalom gewonnen hat, ein drittes Einzel-Gold kann er im Slalom am Donnerstag holen.
Dann will auch Kristoffersen wieder angreifen, diesmal war er ohne Chance. "Marcel ist im Riesentorlauf im Moment unschlagbar", sagte der Norweger - aber im Slalom sieht es nicht viel besser aus. Hirscher hat im Weltcup vier von fünf Riesenslaloms gewonnen und, mit Ausnahme des ersten und bislang vorletzten Rennens, sechs von acht Slaloms.
Von seinen Gefühlen gab er wie immer wenig preis, immerhin aber schrie er laut "yiiihaaa" und sagte:

Mit Luitz und Neureuther fehlt Konkurrenz

Die Deutschen hatten zu Beginn der Saison zumindest einen, der Hirscher und seinen beiden Kronprinzen auf dem sehr anspruchsvollen Hang am Drachenberg in Yongpyong hätte Paroli bieten können: Nach hervorragendem Saisonstart aber riss Stefan Luitz Mitte Dezember das Kreuzband - nur knapp drei Wochen, nachdem Felix Neureuther dasselbe Malheur passiert war.
"Es ist brutal wichtig für ein Team, wenn mehrere Jungs vorne mitfahren können, und das haben wir momentan nicht, das müssen wir ganz klar sagen", betonte Dopfer und ergänzte:
Er selbst spürt immer noch die Folgen eines Beibruchs im November 2016, für ihn war es deshalb schon "ein Erfolgserlebnis, dass ich hier dabei war".
Besonders trostlos war das Rennen für Olympia-Debütant Alexander Schmid (Fischen), der sich völlig überraschend für Pyeongchang qualifiziert hatte. Er schied bereits im ersten Durchgang aus - nach 42 Fahrsekunden.
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