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Ski-Star Lucas Braathen in Zwist mit norwegischem Skiverband - Debatte um Marketing- und Vertragsrechte geht weiter
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Publiziert 08/10/2023 um 20:14 GMT+2 Uhr
Wenige Wochen vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden gibt es Zoff zwischen Lucas Braathen und dem norwegischen Skiverband (NSF). Grund dafür ist der unerlaubte Auftritt des Ski-Stars in einer Werbekampagne der Modemarke "J. Lindeberg", einem Konkurrenten des NSF-Partners "Helly Hansen". Die Debatte um Marketing- und Vertragsrechte taucht in Norwegen nicht zum ersten Mal auf.
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Bereits im Sommer erläuterte der Anwalt der norwegischen Ski-Stars, Pål Kleven, in der Tageszeitung "VG", die Differenzen zwischen Skiverband und Athleten: "Für den NSF ist es offensichtlich schwierig zu akzeptieren, dass er zusammen mit den Sportlern vereinbaren muss, wie viel von den Vermarktungsrechten der Athleten der Verband an die Sponsoren verkaufen kann."
Im Gegenteil zu anderen Skiverbänden wird die Vermarktung der norwegischen Athleten einheitlich vom Skiverband geregelt. Bereits 2019 gab es einen Konflikt zwischen Henrik Kristoffersen und dem NSF, nachdem dem Slalom-Weltmeister verboten wurde, mit einem Helm seines Sponsors "Red Bull" an den Start zu gehen. Kristoffersen zog vor Gericht.
Im vergangenen November hatte dann ein Rechtsausschuss entschieden, dass die Athleten einen Teil ihrer Bildrechte für Marketingzwecke an den Verband abtreten müssen, wobei der genaue Anteil zusammen festgelegt werden muss.
Einige Sportler, darunter auch Lucas Braathen und Aleksander Aamodt Kilde, forderten daraufhin die Kontrolle über ihre eigenen Bildrechte.
"Lucas ist besorgt um die Gemeinschaft, darum, dass der Verband gut finanziert sein sollte und dass er einen ausreichend großen Teil der Bildrechte der Athleten erhalten sollte, um ihn an seine Sponsoren zu verkaufen. Aber wir haben es immer noch nicht geschafft, ein Treffen zu vereinbaren, indem wir verhandeln können, wo diese Grenzen liegen sollen", sagte der Vater von Lucas Braathen, Bjørn Frölich Braathen, diese Woche gegenüber dem norwegischen TV-Sender "NRK".
Unverständnis über Werbeauftritt
Andere Ski-Profis reagierten mit Kopfschütteln auf die Werbekampagne des 23-Jährigen. "Die Kampagne war ein Tropfen auf den heißen Stein. Das war eine große Dummheit." Es sei "nicht das Klügste" gewesen, was Braathen abgezogen habe. Allerdings wollte keiner der Kritiker vom "NRK" namentlich genannt werden.
"Es ist wichtig, dass die Athleten die Sponsoren des Verbandes respektieren, denn auf diese Weise werden die Reisen, das Programm und das Unterstützungssystem finanziert", mahnte indes Arid Olsen, Vater und Manager des norwegischen Nachwuchs-Talents Alexander Steen Olsen. Insbesondere Athleten mit weniger Bekanntheit seien von den finanziellen Mitteln des Verbandes abhängig.
Bjørn Frölich Braathen kann die Reaktionen von Braathens Teamkollegen nachvollziehen: "Uns ist klar, dass dies eine Sichtweise sein kann, und wir respektieren das." Ihm sei die "Provokation" gegenüber dem Skiverbandspartner "Helly Hansen" bewusst.
Das norwegische Team habe zu einem Treffen mit dem Verbandspartner eingeladen, sagte Braathen, um über die Teilnahme an der Werbekampagne zu sprechen.
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