Ski-WM 2023: Mikaela Shiffrin kassiert ersten Dämpfer - Superstar wehrt Erinnerungen an Olympia in Peking ab

Wiederholt sich das Drama von Peking? Mikaela Shiffrin kassierte am Montag zum Auftakt der Alpinen Ski-WM in Courchevel und Méribel einen ersten Dämpfer. Im Slalom der Alpinen Kombination kratzte die 27-jährige an der Goldmedaille, schied jedoch wenige Tore vor der Ziellinie aus. Im Anschluss zeigte sich Shiffrin tapfer und wehrte die Schatten der Vergangenheit ab.

Shiffrin nach Kombi-Patzer: "Enttäuscht, aber trotzdem zufrieden"

Quelle: Eurosport

Mikaela Shiffrin lächelte ungläubig, winkte tapfer ins Publikum und gab sich alle Mühe, gute Miene zum bösen Spiel zu machen.
Beim ersten Griff nach Gold bei der WM in Frankreich weckte die unbestrittene Ski-Königin sogleich Erinnerungen an das Drama vor einem Jahr in Peking, als sie von Olympia ohne Medaille heimgeflogen war: Bereits klar auf Goldkurs liegend schied die Titelverteidigerin in der alpinen Kombination drei Tore vor dem Ziel aus
Neue Weltmeisterin ist Federica Brignone aus Italien. Emma Aicher belegte den respektablen achten Rang.
"Ich bin enttäuscht, aber mit meinem Rennen trotzdem zufrieden", sagte Shiffrin, die nach dem Super-G 0,96 Sekunden Rückstand auf Brignone hatte, bei Eurosport. "Ich wusste, dass meine einzige Chance auf Gold ist, komplett Risiko zu gehen und richtig hart zu pushen. Es ist sich leider nicht ausgegangen."
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Eurosport-Analyse: So verlor Shiffrin die Kombi-Medaille

Quelle: Eurosport

Shiffrin wehrt Olympia-Frage ab

Eine Frage zu Olympia wehrte sie im "ZDF" gleich ab. "Oh nein", sagte Shiffrin, die in Méribel noch im Super-G, im Riesenslalom (16.2.) und im Slalom (18.2.) starten will.
Zu Brignone aufs Podest fuhren nach dem Super-G am Vormittag und dem einem Slalom-Lauf am Nachmittag Wendy Holdener (Schweiz/+1,62 Sekunden), Weltmeisterin von 2017 und 2019, und Ricarda Haaser (Österreich/+2,62).
"Habt ihr sie Slalom fahren gesehen?", meinte Shiffrin anerkennend über die Siegerin: "Nach dem Super-G war ich mir nicht sicher, ob ich den Rückstand (0,96 Sekunden, Anm. d. Red.) überhaupt aufholen kann, weil sie eine unglaubliche Athletin ist."

Shiffrin wird Übergang zum Verhängnis

Bis zu ihrem Aus wäre Gold allerdings möglich gewesen. Kurz vor ihrem Sturz lag die US-Amerikanerin im Slalom 88 Hundertstel Sekunden vor Brignone - 0,08 Sekunden hätten nur noch gefehlt. Als Shiffrin nach ihrem Patzer die rote Ziellinie überfuhr, leuchtete zunächst noch die grüne "1" vor ihrem Namen auf, doch Brignone wusste: Gold gehört jetzt mir.
"Ich habe bei der Besichtigung schon gesehen, dass es an der Stelle uneben ist und dass ich da aufpassen muss. Ich habe es um ein Tor verpasst und dann hatte ich keine Chance mehr", erklärte Shiffrin im "ORF": "Ich habe mich gut gefühlt, es wäre eine gute Zeit herausgekommen."
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Kombi-Highlights: Brignone furios - Shiffrin wirft Gold weg

Quelle: Eurosport

Sie habe im letzten Flachstück "aktiv fahren" wollen, dann aber "den Ski 'verloren'." Sie habe eben "volles Risiko gehen" müssen, um Brignone zu schlagen. "Ich bin mit meiner Aggressivität zufrieden. Wenn du Gold gewinnen willst, musst du so fahren", sagte sie.
Die gescheiterte Titelverteidigerin steuerte auch sofort auf die Olympiadritte zu, nach einem kurzen Small Talk gratulierte die alte Weltmeisterin der neuen mit einem "fist bump". "Ich bin glücklich und dankbar, eine Goldmedaille hat mir noch gefehlt in meiner Karriere", sagte Brignone.
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Shiffrin wirft Kombi-Medaille kurz vor dem Ziel weg

Quelle: Eurosport

Shiffrin-Aus ruft Olympia-Drama in Erinnerung

Bei Olympia war Shiffrin im damals zunächst angesetzten Riesenslalom im ersten Lauf nach sieben Toren ausgeschieden. Danach folgte ein wahres Drama.
In ihrem Kopf, sagte Shiffrin nach ihrer Ankunft in Méribel, seien diese traurigen Tage noch "immer ein bisschen" drin, daher sei sie "darauf vorbereitet, "mein Bestes zu geben - und trotzdem keine Medaille zu gewinnen".
Das sei möglich, sie könne ja in jedem Rennen ausscheiden. "Aber", keine Sorge, "ich erwarte es nicht." Im ersten Rennen ging es schon mal schief, Shiffrin zeigte sich aber deutlich gefestigter als noch in Peking.
(mit SID)
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Shiffrin exklusiv: "Es war hart - aber ich habe überlebt"

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