Ski-WM 2023 - Mikaela Shiffrin weint nach Silber im Super-G im TV: "Sollte keine Medaille gewinnen"
Mikaela Shiffrin erlebt jetzt schon eine hochemotionale Ski-WM 2023 in Méribel. Nach den negativen Erfahrungen bei Olympia 2022 in Peking und dem Aus als Favoritin in der Kombination freut sich die US-Amerikanerin am Mittwoch über die Maßen über Silber im Super-G - und bricht in einem TV-Interview in Tränen aus. Die Felsbrocken der Erleichterung, die von ihr abfielen, waren offenbar groß.
Shiffrin bei Eurosport: "War mir sicher, ich werde Vierte!"
Quelle: Eurosport
Am Ende fehlten Mikaela Shiffrin bei der Ski-WM 2023 in Méribel im Super-G nur 11 Hunderstelsekunden zu Gold - die US-Amerikanerin war mit Silber aber mehr als glücklich.
"Es war so eng, das Feld so nah beisammen", sagte sie bei Eurosport: "Ich war mir so sicher, dass ich Vierte werde - es war so stressig, im Ziel zu warten! Aber jetzt fühlt es sich gut an."
Die 27-Jährige gestand, dass sie "aus dem Super-G der Kombination gelernt" habe. Da hatte sie sich mit Zwischenrang sechs eine gute Ausgangsposition erarbeitet, war später aber im Slalom drei Tore vor Schluss mit Gold vor Augen ausgeschieden.
Diesmal hielten ihre Nerven, wenngleich sie nach einem Fahrfehler schlucken musste. "Da dachte ich schon, ich hätte alles verloren", erklärte sie. Der Super-G sei nicht einfach zu fahren gewesen: "Man muss das Gelände schon lesen können und trotzdem immer angreifen. Ich habe versucht, stark, aggressiv, aber auch schlau zu fahren."
Shiffrin: Tränen im TV-Interview
Wie groß der Druck gewesen sein muss, zeigte sich vor allem in einem TV-Interview mit dem "ORF".
Nach der Frage nach ihren Gedanken im Ziel standen der US-Amerikanerin Tränen in den Augen und es verschlug ihr für einige Sekunden die Sprache.
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Highlights: Enger Super-G - Bassino schnappt Shiffrin Gold weg
Quelle: Eurosport
Dann nahm sie ihre Sonnenbrille ab und sagte weinend: "Ich bin so happy mit meinem Lauf. Und ich bin so emotional, weil ich finde, dass ich momentan eigentlich keine Medaille im Super-G gewinnen sollte. Es gibt so viele andere starke Damen."
Zwölfte WM-Medaille für Shiffrin
Auf die Frage: "Sie sehen gar nicht so glücklich über Silber aus", reagierte sie im "ZDF" ebenfalls sehr emotional. "Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch Interviews geben soll", sagte sie: "Natürlich bin ich glücklich!"
Zusätzliche Emotionen bei Shiffrin hat an diesem ersten Mittwoch bei der alpinen Ski-WM in Méribel der Tod der ehemaligen Skifahrerin Elena Fanchini ausgelöst. Die Italienerin starb im jungen Alter von 37 Jahren an einer Krebserkrankung. Das US-Girl erklärte, dass sie Fanchini "nie vergessen" werde.
Später sagte sie noch im "ORF": "Ich bin über die Maßen glücklich und deswegen habe ich geweint."
Unterm Strich hätte sie "besser hier nicht fahren können", ergänzte Shiffrin später. Für die 27 Jahre alte US-Amerikanerin war es die zwölfte WM-Medaille - mehr gewann allein die deutsche Ski-Legende Christl Cranz (15). Dazu kommt dreimal olympisches Edelmetall.
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Elf Hundertstel fehlen: WM-Silber für Shiffrin im Super-G
Quelle: Eurosport
Shiffrin gönnt es Bassino
Dass sie mit Marta Bassino ("der perfekte Tag") am Mittwoch eine schlug, die zuvor noch nie einen Super-G gewonnen hatte, machte der Ski-Dominatorin nichts aus.
Der Italienerin habe sie am Start schon angesehen, dass sie heute gefährlich werden könnte. "Sie war richtig im Flow und ist den Kurs so konzentriert durchgegangen", sagte Shiffrin. "Ich habe wirklich großartig besichtigt", entgegnete Bassino bei Eurosport.
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Fantastischer Lauf: Bassino fliegt zu WM-Gold im Super-G
Quelle: Eurosport
Auch die zeitgleichen Cornelia Hütter (Österreich) und Kajsa Vickhoff Lie (Norwegen) mussten lange zittern, bis ihre Bronze-Medaillen mit 0,33 Sekunden Rückstand auf Bassino feststanden.
Super-G extrem eng - Deutsche geschlagen
Insgesamt lieferten die Damen ein extrem enges Rennen ab - gleich 14 blieben innerhalb einer Sekunde. Peking-Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Lara Gut-Behrami (Schweiz) verlor nach klarer Zwischenbestzeit im unteren Teil deutlich und verpasste die Medaillen als Sechste nur um vier Hundertstel (+0,37).
Zu den knapp Geschlagenen gehörte auch die Norwegerin Ragnhild Mowinckel (+0,36/5.). Die Deutschen Emma Aicher (18.) und Kira Weidle (23.) kamen nicht in die Top 15.
Bei den Damen geht es nun mit der Abfahrt am Samstag (11:00 Uhr live bei Eurosport und discovery+) weiter.
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(mit SID)
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Kombi-Highlights: Brignone furios - Shiffrin wirft Gold weg
Quelle: Eurosport
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