Ski-WM: Drama um Lena Dürr und Emma Aicher - Medaille in der Team-Kombination nach kapitalem Schnitzer verpasst

Deutschland hat bei der alpinen Ski-WM 2025 in Saalbach eine faustdicke Überraschung verpasst. Abfahrerin Emma Aicher und Slalom-Spezialistin Lena Dürr lagen bei der erstmals ausgetragenen Team-Kombination auf Medaillenkurs, bis ein kapitaler Schnitzer den Traum zerstörte. Das Duo fiel von Platz zwei auf 17 zurück. Gold ging an Team USA 1 mit Breezy Johnson und Mikaela Shiffrin.

Frust pur im Ziel! Dürrs Fehler kostet Deutschland die Medaille

Quelle: Eurosport

"Ich hatte zu viel Rücklage und dann wurde es wirklich steil. Vom flachen in den steilen Bereich hätte ich mehr mitgehen müssen. Ich bin stocksauer, dass mir das passiert ist", machte Lena Dürr im Eurosport-Interview aus ihrem Ärger keinen Hehl.
Die 33-Jährige war im Schlussteil weggerutscht und schob sich mühsam und langsam um das nächste Tor herum. Das kostete gute vier Sekunden - der Traum vom Edelmetall war geplatzt.
"Das war nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft haben", führte Dürr aus.
Emma Aicher stärkte ihrer Kollegin danach bei Eurosport den Rücken. "Sie hat alles gegeben, aber das passiert im Slalom, das weiß ich aus eigener Erfahrung", so die 21-Jährige.
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Dürr und Aicher exklusiv zum WM-Drama: "Bin stocksauer"

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Freude pur herrschte indes im US-Team 1, das sich den Titel am Zwölferkogel unter den Nagel riss.
"Breezy ist so stark gefahren und ich wusste, dass ich abliefern muss", erklärte Mikaela Shiffrin, die mit einem beherzten Slalom-Lauf ihr Team von Position vier aus zum WM-Titel führte.
Sie sei "schon den ganzen Tag sehr emotional" gewesen, betonte die nun achtmalige Weltmeisterin. "Es war schon verrückt, im Riesenslalom zurückzuziehen. Nach dem Erfolg von Breezy haben wir gesagt: 'Komm, wir machen das nur zum Spaß.' Das hat mir Mut gegeben, hier anzugreifen", sagte Shiffrin gegenüber dem "ORF".
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Shiffrin is back! Superstar führt ihr Team von Platz vier zu Gold

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Es sei "ein anderes Level, wenn man Verantwortung für eine Teamkollegin übernimmt und auch für sie um eine Medaille fährt", sagte die Rekord-Weltcupsiegerin aus den USA.

Holdener rettet Schweiz, Deutschland 2 ausgeschieden

Hinter den US-Stars kam das Team Schweiz 1 auf den Silberrang. Nach der Abfahrt noch auf Platz zwölf liegen, profitierten die Schweizerinnen von einer Weltklasse-Leistung durch Wendy Holdener.
Die 31-Jährige legte die Slalom-Bestzeit hin und hievte sich und Mannschaftskollegin Lara Gut-Behrami damit aufs Podest.
Bronze schnappte sich Österreich 3 mit Super-G-Weltmeisterin Stephanie Venier und Katharina Truppe.
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Schreckmoment für DSV! Hilzinger stürzt im Slalom

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Pech hatte Deutschland 2. Nachdem Kira Weidle-Winkelmann die Abfahrt auf einem hervorragenden fünften Platz abschloss, schied Jessica Hilzinger im Slalom aus.

Vonn erwischt komplett gebrauchten Tag

Eine herbe Enttäuschung musste Superstar Lindsey Vonn hinnehmen. Die 40-Jährige brachte die Mannschaft USA 3 nach einem schwachen Lauf mit einem satten Rückstand von 2,51 Sekunden nur auf Position 21.
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Autsch! Vonn erwischt gebrauchten Tag in der Team-Kombi

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"Ich habe überhaupt keine Geschwindigkeit gehabt, aber wie immer versucht, mein Bestes zu geben. Das war nicht meine WM. Das Material passt für mich nicht in der Kurve, da bekomme ich keinen Speed", erklärte Vonn nach ihrem Lauf.
Kollegin AJ Hurt betrieb im Slalom immerhin ein wenig Schadensbegrenzung und brachte das Duo in der Endabrechnung auf Platz 16.
Die Team-Kombination ist erstmals Bestandteil des WM-Programms und ersetzt die bislang ausgetragene Einzel-Kombination aus Abfahrt und Slalom.
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Vonns WM-Bilanz: "Es hat nicht wirklich funktioniert"

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Die Strecke für die Kombinations-Abfahrt wird im Vergleich zur Spezial-Abfahrt nicht verkürzt, der abschließende Slalom besteht aus einem Durchgang.
  • Die Alpine Ski-WM 2025 in Saalbach live und auf Abruf auf discovery+
Maximal vier Teams pro Nation dürfen an den Start gehen. Österreich, die Schweiz und die USA nutzten dieses Kontingent bei den Frauen voll aus, der Deutsche Skiverband (DSV) ging mit zwei Mannschaften in den Wettbewerb. Insgesamt nahmen 26 Teams aus elf Ländern teil.
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Puchner exklusiv: "Jetzt wird es richtig spannend"

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