Ski-WM 2025: Camille Rast krönt sich zur Slalom-Königin - Lena Dürr verpasst Podium deutlich

Camille Rast hat die nächste Schweizer Goldmedaille bei der Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm perfekt gemacht. Die 25-Jährige setzte sich letztlich deutlich in 1:58,00 Minuten vor Landsfrau Wendy Holdener (+0,46 Sek.) und der Österreicherin Katharina Liensberger (+1,32 Sek.) durch. Lena Dürr verpasste eine Aufholjagd im zweiten Durchgang und wurde als beste Deutsche Achte (+2,45 Sek.).

Schweizer Doppelsieg! Holdener überragend - aber Rast zieht's durch

Quelle: Eurosport

Dürr hatte ihre Chancen bereits im ersten Durchgang verspielt, vor dem Finale fehlten ihr 1,21 Sekunden zum Podest. Die 33 Jahre alte Münchnerin war leicht angeschlagen ins Rennen gegangen.
Am Freitag habe sie "nur im Bett gelegen, da ging gar nichts", berichtete sie, betonte aber, dass dies "keine Ausrede" sein dürfe. Ihre beiden Teamkolleginnen Emma Aicher und Jessica Hilzinger schieden im ersten Lauf aus.
"Es waren ganz eigenartige Bedinungen, mit denen ich nicht so gut zurechtgekommen bin", analysierte Dürr nach dem bei Eurosport.
Besonders der untere Bereich habe es "nochmal in sich gehabt. Vor allem die paar steilen Tore waren noch einmal super glatt". Das sei nicht wirklich das Terrain, auf dem sie sich aktuell wohlfühle.
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Dürr nach Enttäuschung im WM-Slalom: "Es ist ärgerlich"

Quelle: Eurosport

Dürr nimmt Positives mit nach Hause

"Es ist ärgerlich, dass genau heute so ein Tag ist, an dem ich es nicht treffe. Aber jetzt geht es weiter", schloss Dürr ab.
Beim "ZDF" verriet sie, dass sie trotz der herben Enttäuschung in ihrer Paradedisziplin auch positive Dinge aus Saalbach mit nach Hause nimmt. "Heute brauche ich den Tag, um das zu verarbeiten. Aber der Riesenslalom vor zwei Tagen hat unglaublichen Spaß gemacht", so Dürr.
"So muss sich Skifahren für mich anfühlen. Ich weiß auch, dass es im Slalom deutlich besser geht, als es heute der Fall war."
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Angeschlagene Dürr mit versöhnlichem Abschluss in Saalbach

Quelle: Eurosport

Rast von WM-Titel überwältigt

Siegerin Rast ist damit die erste Schweizer Weltmeisterin im Slalom seit der legendären Vreni Schneider 1991 an gleicher Stelle. "Ich habe noch nicht gecheckt, was alles passiert ist", gestand die Weltmeisterin überglücklich am Eurosport-Mikofon. "Heute war es unglaublich. Ich werde es erst später realisieren."
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Rast überwältigt: "Habe es noch nicht gecheckt"

Quelle: Eurosport

Zum ersten Mal habe die Schweizerin zur Halbzeit in Führung gelegen. "Es war sicher etwas anderes als sonst. Aber irgendwie hatte ich nicht so viel Druck. Ich dachte mir: 'Gib dein Bestes. Wenn es klappt, dann super. Und wenn nicht, dann geht in der nächsten Woche der Weltcup weiter'."
Ihre Coaches, verriet Rast, hätten ihr geraten, den zweiten lauf mit Spaß anzugehen. Das habe sie gemacht und ihren Fokus beibehalten können: "Es war einfach geil.

Shiffrin verpasst WM-Rekord

Skikönigin Mikaela Shiffrin (USA) fiel im Finale vom dritten auf den fünften Rang zurück.
"Es war ein guter Schritt nach vorne", analysierte die US-Amerikanern. "Es ist ein Prozess, den ich Schritt für Schritt vorantreiben muss. Es wird weiterhin viel Arbeit erfordern, damit ich wieder ums Podium fahren kann."
Vor acht Wochen sei sie operiert worden, vor sechs Wochen lag sie noch mit einem Drainageschlauch im Bett. Es sei deshalb "schon verrückt, mein Comeback während Weltmeisterschaften zu geben".
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Shiffrin im Interview: "Es ist schon verrückt"

Quelle: Eurosport

Der schwierige Hang in Saalbach-Hinterglemm sei "das beste Training, das ich für die kommenden Wochen haben kann", so Shiffrin.
Shiffrin, die in den vergangenen sechs WM-Slaloms stets eine Medaille gewonnen hatte, verpasste einen neuen WM-Rekord. Mit 15 Medaillen (8-mal Gold/4-mal Silber/3-mal Bronze) liegt die unbestritten beste Skirennläuferin der Gegenwart weiterhin gleichauf mit Christl Cranz (12-mal Gold/3-mal Silber), die deutsche Ski-Ikone der 1930-er Jahre.
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"Das reicht nicht!" Shiffrin verpasst Medaille im Slalom

Quelle: Eurosport

Am Sonntag schließt der Slalom der Männer (9:45/13:15 Uhr Eurosport) die WM in Saalbach-Hinterglemm ab. Nur Linus Straßer könnte die Alpinen des Deutschen Skiverbandes (DSV) dann vor der ersten medaillenlosen WM seit 2007 in Are bewahren. Zuletzt hatte es auch bei Olympia 2018 keine Podiumsplatzierung gegeben.

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(mit SID)
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Highlights: Schweizer Dominanz auch im Damen-Slalom

Quelle: Eurosport


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