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Disqualifikation für Ragnhild Mowinckel: Fluor-Werte werden Norwegerin beim 1. Lauf in Sölden zum Verhängnis
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Publiziert 28/10/2023 um 13:25 GMT+2 Uhr
Erste Disqualifikation wegen erhöhter Fluor-Werte im Ski-Weltcup: Nachdem das Verbot von Fluorwachs zuvor für viele Debatten gesorgt hatte, ist es beim Saisonstart in Sölden zum ersten Ausschluss gekommen. Die Norwegerin Ragnhild Mowinckel durfte trotz ihres sechsten Platzes im 1. Durchgang des Riesenslaloms nicht zum 2. Lauf antreten, da die Kontrolle an ihrem Head-Ski zu hohe Werte ergab.
Ragnhild Mowinckel - Screenshot: www.tv2.no
Fotocredit: Eurosport
Wie FIS-Renndirektor Peter Gerdol gegenüber dem "SRF" bestätigte, haben die Fluor-Werte bei Mowinckel das Limit weit überschritten. Die zweimalige Silbermedaillen-Gewinnerin von Pyeongchang darf somit nicht im 2. Durchgang in Sölden antreten (ab 13:00 Uhr live und on-demand bei discovery+).
Seit diesem Winter ist der Einsatz von Fluorwachs beim Präparieren der Skier verboten. Vor dem Weltcup-Start in Sölden hatte die FIS den Grenzwert bei den Kontrollen noch von 1,0 auf 1,8 angehoben.
Fluor beschert den Athleten aufgrund seiner wasserabweisenden Eigenschaften einen gehörigen Geschwindigkeitsvorteil, ist aber gleichzeitig auch umweltschädigend und krebserregend.
In der Vorbereitung auf die neue Saison hatten die bei den Kontrollen eingesetzten Messgeräte immer wieder falsche Ergebnisse angezeigt und damit Zweifel bei vielen Sportlern und Funktionären hervorgerufen. Das Risiko, dass Skier vor einem Wettkampf von anderen Personen extra mit Flour-Wachs sabotiert werden könnten, scheint immer noch groß.
Mowinckel unter Tränen: "Wirklich scheiße"
Nach ihrer Disqualifikation zeigte sich Mowinckel sehr enttäuscht. "Ich finde es wirklich scheiße", erklärte sie unter Tränen bei "TV2". "Wir haben es schon oft getestet und waren innerhalb der Vorschriften. So sollte es natürlich nicht sein."
"Wir versuchen nicht zu betrügen. Das ist das Schlimmste, was ich kenne", unterstrich sie.
"Ich bin sicher, dass ein Fehler gemacht wurde und dass die Dinge nicht so sind, wie sie sein sollten. Ich vermute, dass Geräte verwendet wurden, die Fluoridrückstände aufwiesen. Das sollte nicht passieren", so Mowinckel.
Mowinckel zählt seit Jahren zur Spitze im Riesenslalom-Weltcup. Bei den Olympischen Spielen 2018 eroberte sie in Südkorea die Silbermedaille, bei den Ski-Weltmeisterschaften 2023 in Courchevel und Méribel errang sie die Bronzemedaille.
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