DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier kritisiert FIS-Chef Johann Eliasch: "Sehr suspekt"

DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier hat irritiert auf einen Vorstoß von Weltverbandschef Johan Eliasch zu einem späteren Saisonstart der Skirennläufer reagiert. Zwar wäre dies ein grundsätzlich begrüßenswerter "Schritt, der die Fronten wieder etwas aufweicht", sagte Maier. Die Art und Weise, wie das passiert sei, habe aber vor allem beim österreichischen Verband für Verwirrung gesorgt.

DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier

Fotocredit: Imago

Vor allem beim veranstaltenden Österreichischen Skiverband (ÖSV), den Eliasch mit seiner Kehrtwende in der Kalender-Diskussion als Sündenbock hingestellt hatte. "Ich verstehe auch nicht, wer sich im Oktober für Skirennen interessiert und warum wir auf Gletschern ohne Schnee fahren", sagte Eliasch im ORF: "Ich hoffe, dass der ÖSV offen ist für eine Verlegung nach hinten."
Wie bitte? In der Kalendergestaltung hat Eliaschs FIS das letzte Wort und den frühen Termin bisher stets verteidigt. Mehr noch: Auf Eliaschs Initiative sind am zweiten und dritten November-Wochenende nun Speedrennen am Matterhorn angesetzt.
Der ÖSV zeigte sich entsprechend überrumpelt, aber "gesprächsbereit". Er hält eine Verschiebung um zwei Wochen für denkbar. Grundsätzlich, meinte Maier, wäre ein späterer Start ein begrüßenswerter "Schritt, der die Fronten wieder etwas aufweicht". Es sei wichtig, dass sich der Skizirkus anpasse, betonte er - wenngleich unbeeindruckt vom Protest dreier Aktivisten, die sich sonntags auf die Hochgebirgsstraße klebten, aber von der Polizei rasch entfernt wurden.
Auf das "gigantische Skifest" in Sölden, sagte Maier, wolle man nicht verzichten: "Aber wenn es Mitte November ist, ist es uns auch recht."
(SID)
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Quelle: Eurosport

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