Aleksander Kilde erteilt Rücktritt bei Norwegen-Saisonauftakt vor Sölden eine Absage: "Ich bin noch nicht fertig"
Aleksander Kilde wird diese Saison nicht in den Ski-Weltcup zurückkehren - das gab der Norweger am Mittwoch bekannt. Am Donnerstag war der 32-Jährige jedoch beim Saisonauftakt der norwegischen Wintersportler in Sölden dabei - um die Kollegen zu unterstützen. Dabei sprach er mit Eurosport über sein verschobenes Comeback, seine größte Herausforderung aktuell und die Rückkehr von Marcel Hirscher.
Alpine Skiing : Interview Kilde during pre season press conference (Micro Eurosport)
Quelle: Eurosport
Aleksander Kilde wirkte ein wenig deplatziert. Einerseits genoss der norwegische Ski-Alpin-Star die Rückkehr in den Kreis seiner Teamkollegen. Andererseits konnte er sich beim Pressetermin in Sölden nicht wie die anderen norwegischen Ski-Athleten auf die bevorstehende Saison freuen - er selbst lässt sie aus.
"Es fühlt sich anders an als normalerweise, auch wenn ich genauso nervös bin", sagte der Speed-Spezialist zu Eurosport: "Es ist traurig, dass ich hier bin, aber nicht wirklich Teil des Teams sein kann." So sei er "nur zur Unterstützung" dabei und "versuche, meinen Part zu erfüllen".
Seit seinem Sturz in Wengen Anfang Januar ist Kildes Leben auf den Kopf gestellt. Damals verletzte der Norweger sich schwer. Eine vollständig ausgekugelte Schulter samt Bänderrissen und eine tiefe Schnittwunde an der Wade, die auch einige Nerven beschädigte, beendeten für ihn die vergangene und nun auch die kommende Saison.
Nach mehreren gesundheitlichen Rückschlägen seither kam nun im Juli eine Infektion in der lädierten Schulter dazu, die weitere Operationen notwendig macht.
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Horrorsturz im Zielhang: Kilde kracht brachial in Fangzaun
Quelle: Eurosport
Kilde: Reha "eine Achterbahnfahrt"
"Es war eine Achterbahnfahrt - physisch wie emotional", sagt er deshalb über die zurückliegenden Monate. Aber: "Man muss es annehmen und das Beste draus machen. Natürlich gab es Tage, an denen es immer das gleiche war. Aber an anderen war ich wieder ich selbst und konnte das tun, was ich am liebsten mache. Da hat der Körper so reagiert, wie ich das wollte. Das sind großartige Momente, auf die ich mich fokussiere. Alles andere zählt nicht."
Aktuell könne er sich nur darauf konzentrieren "das Richtige zu tun, auf meine Ernährung zu achten und die notwendigen Behandlungen durchzuführen". Am schwierigsten sei es dabei, seinem Körper genügend Pausen zu gönnen: "Ich wünschte, ich hätte mehr Hobbys", sagte der 32-Jährige mit einem Anflug von Sarkasmus.
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Aleksander Aamodt Kilde verpasst die Ski-Saison 2024/25 verletzungsbedingt
Fotocredit: Getty Images
Nach der noch nicht genau anberaumten nächsten Operation an seiner Schulter gehe es dann darum, "sich langsam wieder an das Leben eines Athleten heranzutasten". Die Tage des Nichtstuns hätten ihm jetzt schon "einen Vorgeschmack" auf den Ski-Ruhestand gegeben, so der Gesamtweltcupsieger der Saison 2019/20.
Kilde will noch nicht zurücktreten
Aber hegt er bereits Rücktrittsgedanken? "Ich bin noch nicht fertig", beeilte sich Kilde zu sagen. Für ein Comeback läge "noch einiges an Arbeit" vor ihm: "Aber darauf freue ich mich. Die anderen Dinge können noch warten."
Dass Marcel Hirscher, Lucas Braathen und vielleicht sogar Lindsey Vonn diesen Weltcup-Winter ihre Rückkehr feiern, freut Kilde.
"Unglaublich, es ist das Jahr der Comebacks. Es fühlt sich so an, als würde ich etwas verpassen. Es wird ein großer Spaß, sich das anzuschauen. Und es wird mehr Aufmerksamkeit für den Sport bringen, was großartig ist", sagt er.
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Alpine Skiing: Top 10 question to Sofia Goggia
Quelle: Eurosport
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