Comeback von Marcel Hirscher in Sölden doch noch unklar - Team dementiert Meldung des niederländischen Verbandes
Update 23/10/2024 um 18:16 GMT+2 Uhr
Nur wenige Stunden, nachdem der niederländische Verband NSKIV vermeldet hatte, Marcel Hirscher würde beim Weltcupauftakt in Sölden an den Start gehen, dementierte das Management des achtmaligen Gesamtweltcupsiegers die Nachricht. Die Teilnahme des 35-Jährigen stehe noch nicht fest. Der NSKIV ruderte prompt zurück und ergänzte kleinlaut: Hirscher werde nur an den Start gehen, "wenn er fit ist".
Feller traut Hirscher einiges zu: "Ihn darf man nicht unterschätzen"
Quelle: Eurosport
"Aufgrund einer Krankheit in den letzten Wochen wird die Entscheidung über eine Teilnahme erst in letzter Minute getroffen. Wir drücken die Daumen und halten Sie auf dem Laufenden", fügte der niederländische Verband hinzu.
Die "Kronen Zeitung" stieß in das gleiche Horn, das Management von Marcel Hirscher habe mitgeteilt, der Start des achtmaligen Gesamtweltcupsiegers sei "keinesfalls sicher".
Die Meldung, wonach der Doppel-Olympiasieger von Pyeongchang definitiv in Sölden sein Comeback gebe, kam überraschend. Am Montagabend erklärte Hirscher bei "Servus TV" , die Entscheidung falle wohl nicht vor Freitag.
Wenn ich ready bin, bin ich ready. Wenn nicht, dann nicht. Diese Freiheit zu haben, ist einfach was Cooles.
Sein langjähriger Rivale und guter Kumpel Felix Neureuther berichtete unlängst, die Unklarheiten hätten Methode, Hirscher sei schon immer ein Tiefstapler gewesen - um Druck von sich zu nehmen: "Wie viele Rennen hat der Kerle gesagt, dass er nicht gut drauf ist, und dann hat er es gewonnen? Er war der Meister der Untertreibung."
Hirscher fährt künftig für die Niederlande, das Heimatland seiner Mutter Sylvia. Der Halleiner profitiert von einer vom Internationalen Skiverband (FIS) neu eingeführten Wildcard, die es ihm ermöglicht, trotz fehlender FIS-Punkte im Weltcup starten zu dürfen und dabei eine relativ günstige Startnummer unmittelbar nach den Top 30 zu erhalten.
Hirscher profitiert von Wildcard
Eine solche Wildcard dürfen Fahrerinnen und Fahrer beantragen, deren Rücktritt zwei bis zehn Jahre zurückliegt und die in ihrer Karriere mindestens einen Olympiasieg, Titel bei Weltmeisterschaften oder einen Erfolg im Gesamt- oder Disziplinweltcup vorzuweisen haben.
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Sensation perfekt: Legende Hirscher kehrt in den Ski-Zirkus zurück
Quelle: SID
Die Wildcard muss vor jedem Rennen neu beantragt werden, allerdings darf sie bis zu 20 Mal bewilligt werden. Im Fall Hirscher käme das bei einer Teilnahme bei fast jedem Weltcuprennen im Slalom oder Riesenslalom gleich.
Einzig für das Weltcupfinale in Sun Valley (USA) müsste er sich qualifizieren. Einschließlich der alpinen Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm stehen auf höchster Ebene insgesamt 23 Wettbewerbe in den technischen Disziplinen auf dem Programm.
Spätestens am Freitag muss Hirscher die Karten auf den Tisch legen. Dann ist Meldeschluss für den mit Spannung erwarteten Riesenslalom auf dem Rettenferner.
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