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Lena Dürr vor Ski-Weltcup-Auftakt in Sölden im Eurosport-Interview: "Den größten Druck mache ich mir selbst"
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Publiziert 25/10/2024 um 14:25 GMT+2 Uhr
Lena Dürr gehört seit mehreren Jahren im alpinen Skizirkus zur absoluten Slalom-Weltspitze. In der vergangenen Winter feierte die 33-Jährige als Zweite hinter Mikaela Shiffrin ihr bestes Ergebnis in der Disziplinenwertung. Vor dem Auftakt der neuen Weltcup-Saison in Sölden sprach die Münchner im Exklusiv-Interview mit Eurosport über ihre Vorbereitung, ihre Saisonziele sowie den zunehmenden Druck.
Dürr blickt auf neue Saison: "Jedes Rennen am Limit absolvieren"
Quelle: Eurosport
Hinter Lena Dürr liegt die wohl beste Saison Ihrer Karriere.
Die 33-jährige Münchnerin landete im Slalom-Weltcup nach herausragenden Leistungen und insgesamt vier Podestplätzen hinter Ausnahmefahrerin Mikaela Shiffrin auf Platz zwei.
Damit zählt die Münchnerin auch in diesem Winter, der Anfang 2025 mit der Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm ein besonderes Highlight bereit hält, zu den Topfavoritinnen in ihrer Paradedisziplin.
Im Rahmen der DSV-Einkleidung in Nürnberg sprach Dürr vor Weltcup-Auftakt in Sölden (26./27. Oktober live auf Eurosport 1 und bei discovery+), wo sie erstmals seit 2019 wieder im Riesenslalom an den Start gehen wird, im exklusiven Interview mit Eurosport über ihre Vorbereitung, ihre Saisonziele sowie den Erwartungsdruck in der Öffentlichkeit.
Frau Dürr, die neue Weltcup-Saison steht vor der Tür. Wie lief die Vorbereitung und wie groß ist die Vorfreude auf den kommenden Winter?
Lena Dürr: Die Vorfreude ist sehr groß. Der Sommer war lang, intensiv, aber sehr gut und jetzt ist es schön, dass es losgeht und man zeigen kann, was man in den vergangenen Monaten trainiert hat. Ich hoffe auf einen guten Start.
Am Wochenende starten Sie erstmals seit 2019 wieder beim Riesenslalom in Sölden. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Rennen?
Dürr: Die Erwartungen und die Ausgangslage sind ganz anders als im Slalom. Ich habe eine deutlich höhere Nummer, deswegen lautet die Zielsetzung, in den zweiten Durchgang zu kommen und dann hoffentlich nochmal eine Schippe drauf zu legen. Ich bin froh, dass ich im Riesenslalom überhaupt dabei bin und sagen kann, es macht Sinn, im Weltcup zu starten. Danach schauen wir, was möglich ist.
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Lena Dürr wurde Zweite im Slalom-Weltcup
Fotocredit: Getty Images
Haben Sie in der Vorbereitung vermehrt an der Riesenslalom-Form gearbeitet? Im Slalom gehören Sie schließlich zur absoluten Weltspitze.
Dürr: Ich habe den Riesenslalom sicherlich spezifischer trainiert als in den vergangenen Jahren. Der Gedanke war schon im Sommer da, dass ich eventuell in dieser Disziplin im Winter ein paar Rennen fahren werde und dafür habe ich in der jüngeren Vergangenheit zu wenig investiert. Wir haben den Riesenslalom deshalb ein wenig mehr in den Fokus genommen. Ich hoffe, dass mir das im Winter helfen kann.
Die vergangene Saison haben Sie als Zweite im Slalom-Weltcup beendet - jetzt fehlt eigentlich nur noch die kleine Kristallkugel. Nehmen Sie die in dieser Saison in Angriff oder liegt der Fokus ein Stück weit auf der WM 2025 in Saalbach?
Dürr: Keines von beidem. Ich bin jemand, der schaut, dass er gut in die Saison startet. Für mich ist wichtig, dass die ersten Rennen laufen und ich Sicherheit habe. Dementsprechend blicke ich erstmal auf Sölden - dort war ich schon ein paar Jahre nicht mehr am Start. Das ist nochmal etwas anderes, ein paar Wochen früher in die Saison zu starten als beim klassischen Slalom in Levi. Deswegen liegt der Fokus in erster Linie darauf und auf dem Slalom-Auftakt. Ich setze mir lieber einzelne Etappenziele als das große Ganze zu sehen. Gedanklich ist das für mich doch noch sehr weit weg.
Die letzten drei Slalomjahre waren sehr, sehr gut, ich war konstant vorne dabei. Das ist sicher wieder das Ziel, jedes Rennen am Limit zu absolvieren.
Welche Etappenziele sind das genau?
Dürr: Erst einmal gut reinzustarten und dann schauen, was möglich ist. Die letzten drei Slalomjahre waren sehr, sehr gut, ich war konstant vorne dabei. Das ist sicher wieder das Ziel, jedes Rennen am Limit zu absolvieren. Im Riesenslalom werden wir sehen, was dabei rauskommt. Solange ich eine gute Startnummer durch meine 500 Weltcup-Punkten habe, werde ich das voraussichtlich in Angriff nehmen. Der Fokus liegt aber zweifelsohne auf dem Slalom.
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Nur eine war stärker: Dürr glänzt zum Auftakt
Quelle: Eurosport
Mit dem Erfolg steigt auch die Erwartungshaltung in der Öffentlichkeit. Wie gehen Sie mit diesem Druck um?
Dürr: Der größte Druck, den sich ein Sportler macht, ist der eigene - das habe ich in den vergangenen Jahren gelernt. Für mich heißt es einfach, die Trainingsleistung im Rennen umzusetzen. Das hört sich immer so banal an, aber das ist genau das, worauf es mir persönlich ankommt: Nicht mehr, aber vor allem auch nicht weniger zu machen. Stattdessen gilt es, an dem Limit zu fahren, an dem ich mich auch im Training rantasten kann. Wenn die Trainings- und die Rennleistung nah zusammenpasst, ist das ein Zeichen dafür, dass es bei mir funktioniert. Das ist, worauf ich versuche, die Dinge zu reduzieren. Am meisten Stress mache ich mir selbst. Was um einen herum passiert, versucht man sowieso, abzuschirmen. Mir macht Rennfahren Spaß und ich freue mich auf jedes einzelne Rennen, das ich im Winter fahren darf. Dafür trainieren wir das ganze Jahr. Es ist daher mehr die Erwartung an mich selbst, als dass ich das Gefühl hätte, von außen gestresst zu werden.
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Dürr zieht positives Saison-Fazit: "Werde konstanter"
Quelle: Eurosport
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