Marcel Hirscher mit Fieber und Reizhusten - Ex-ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel argumentiert gegen Start in Sölden
VonNiklas Bien
Update 02/10/2024 um 12:50 GMT+2 Uhr
Ski-Superstar Marcel Hirscher will sich nach seiner Comeback-Ankündigung und dem viel beachteten Nationenwechsel zu den Niederlanden beim Riesenslalom in Sölden am 27. Oktober das erste Mal wieder im Weltcup präsentieren. Nun steht die fest angepeilte Rückkehr aber auf wackeligen Beinen. Hirscher ist an Fieber und Reizhusten erkrankt - und es gibt weitere Argumente gegen einen Start in Sölden.
Sensation perfekt: Legende Hirscher kehrt in den Ski-Zirkus zurück
Quelle: SID
Seit vergangener Woche leidet der 35-Jährige unter den Symptomen, die bis zum Weltcup-Rennen Ende Oktober mit ziemlich großer Sicherheit auskuriert sein werden - für eine perfekte Vorbereitung ist die Krankheit aber logischerweise nicht ideal.
Für Peter Schröcksnadel, den ehemaligen Präsidenten des Österreichischen Skiverbands, gibt es aber andere Gründe, warum er dem Salzburger von einem Start in Sölden abraten würde.
"Sölden ist eines der schwierigsten Rennen überhaupt. Da wäre er nicht sehr gescheit, wenn er das fahren würde. Das ist das schwierigste Rennen und beim schwierigsten Rennen einzusteigen, ist ja nicht klug", sagte der 83-Jährige bei "ServusTV".
Aus Sicht des Nordtirolers würde sich ein anderes Rennen besser anbieten. "Val d'Isère ist auch steil, aber viel einfacher zu fahren, Schwung auf Schwung", erklärt Schröcksnadel, der dem erfahrenen Ski-Star aber zutraut, die richtige Entscheidung für sich zu treffen: "Marcel weiß sicher sehr genau, was er tut. Wenn er nicht sicher wäre, dass er vorne mitfährt, würde er nicht fahren."
Hirscher: Neustart in ruhigerem Umfeld
Ein ehemaliger Slalom-Weltcup-Gesamtsieger gibt Hirscher einen ähnlichen Rat. "Wenn Val d'Isère vorher wäre, wäre es noch perfekter. Weil das ist Schwung auf Schwung, das ist genau seines. Das würde vom Einstieg her, vom Wunschcharakter noch besser passen", erklärte Reinfried Herbst.
Sein Comeback wird der Neu-Niederländer aller Voraussicht nach aber in Sölden geben. Das neue, ruhigere Umfeld sieht Ex-ÖSV-Chef Schröcksnadel als gute Grundlage für einen Neustart. "Ich glaube, dass er den richtigen Schritt gemacht hat. Er hat seine Trainer und alles ist bereit für ihn und er wird nicht abgelenkt", sagte der 83-Jährige.
Egal wo und egal wie: Das Comeback des achtmaligen Weltcup-Gesamtsiegers wird ein Ereignis - ob in Sölden oder Val d'Isere.
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