Alexis Pinturault hat keine Hoffnung auf mehr Sicherheit im alpinen Skisport - "Tsunami im FIS-Vorstand" nötig
Publiziert 24/10/2025 um 11:59 GMT+2 Uhr
Alexis Pinturault glaubt nicht, dass sich die Sicherheit im alpinen Skisport in Zukunft deutlich verbessern wird - auch wenn der Weltverband FIS erst in dieser Woche nach mehreren schweren und zum Teil tödlichen Unfällen neue Maßnahmen vorgestellt hatte. "Seit 20 Jahren gibt es keine echten Verbesserungen", meinte der Franzose bei einem Medientermin seines Ausrüsters "Head" in Sölden.
Pinturault nach Verletzung zurück: "Brauche noch Selbstvertrauen"
Quelle: Eurosport
Aus seiner Sicht müsse "ein Tsunami im FIS-Vorstand" passieren, ehe es wirkliche Veränderungen geben könne.
Verbandspräsident Johan Eliasch erklärte dagegen nach dem FIS-Council: "Die FIS ist entschlossen, mit gutem Beispiel voranzugehen, höchste Standards zu setzen und positive Veränderungen in unserem Sport voranzutreiben."
Der alpine Skisport bleibe aber "per Definition eine Hochrisikosportart – das wird sich nie ändern". Einige schwere Crashs, darunter der tödliche Unfall des Italieners Matteo Franzoso beim Training in Chile Mitte September, veranlassten den Weltverband zu den neuen Maßnahmen.
Auch Routinier Pinturault verletzte sich in diesem Jahr bei einem Sturz. Beim Super-G in Kitzbühel im Januar zog sich der 34-Jährige einen Bruch am inneren Schienbeinplateau im rechten Knie sowie eine Verletzung am Innenmeniskus zu. In Sölden kehrt Pinturault nun wieder auf die Piste zurück.
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Pinturault konzentriert sich auf Riesenslalom
Sein Fokus liegt mittlerweile aber komplett auf dem Riesenslalom. "Ich denke, ich werde keine anderen Disziplinen mehr fahren. Ich werde nicht mehr viele Jahre dabei sein", erklärte der dreimalige Weltmeister. Es mache "nicht wirklich Sinn, so viel Zeit für viele verschiedene Disziplinen zu investieren, wenn ich wahrscheinlich aufhören werde, bevor ich die Früchte ernten kann".
Ob er bereits nach dieser Saison aufhört, weiß Pinturault noch nicht. "Zu 100 Prozent sicher" sei jedoch, dass er spätestens nach dem Winter 2026/27 seine Karriere beenden werde.
Gegenüber Eurosport ergänzte der Franzose, er sei froh, dass er die Verletzungen und Schmerzen hinter sich gelassen habe. "Jetzt brauche ich die Rennen, um zu sehen, wo ich stehe, und um über mein Limit gehen zu können. Denn da muss ich mich noch verbessern. Ich gehe mehr Risiko im Training, aber jetzt brauche ich noch mehr Selbstvertrauen."
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