Stephanie Venier über Rücktritt nach Streit mit ÖSV-Trainer Roland Assinger: Zusammenarbeit "nicht mehr denkbar"
Publiziert 15/09/2025 um 11:40 GMT+2 Uhr
Stephanie Venier beendete Anfang August offiziell ihre Karriere. Dabei spielte auch der Streit mit ÖSV-Cheftrainer Roland Assinger eine Rolle, wie sie in der österreichischen TV-Sendung "Frühstück bei mir" zugab. "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das mit dem Asso (Assinger) hat gar nicht mitgespielt. Für mich wäre es nicht mehr denkbar gewesen, dass ich mit ihm zusammenarbeite", so Venier.
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Quelle: Eurosport
"Das Vertrauen ist verloren gegangen", meinte die amtierende Super-G-Weltmeisterin, die im September geheiratet hatte und im Januar ihr erstes Kind erwartet.
Im Sommer hatte sie sich mit Assinger zu einem klärenden Gespräch getroffen. Doch für Venier ist "die Sache noch nicht erledigt. Das geht nicht von heute auf morgen, dafür sind einfach zu viele Sachen vorgefallen." Sie erwarte sich von dem Coach, "dass er sich konkret zu dem äußert, was ich gesagt habe".
Kurz nach dem Saisonende hatte Venier den Umgang von Assinger mit den Athletinnen kritisiert. "Es geht um die Art und Weise, wie - wenn überhaupt - mit uns kommuniziert wird. Wir sind kritikfähig, aber es geht immer um das Wie", meinte die ehemalige Speed-Spezialistin damals gegenüber der "Kronen-Zeitung".
In der TV-Sendung erneuerte Venier ihre Kritik, dass vor allem die Kommunikationsweise "nicht immer die feine Art" gewesen sei. Als Beispiel nannte die Österreicherin ein Telefonat: "Im Sommer hat er mich angerufen und hat gesagt: 'Wenn du anfängst, Golf zu spielen, wirst du nix mehr dafahren, weil Golfspielen macht langsam.'"
Venier: "Noch große Unterschiede zwischen Männern und Frauen"
Diese Aussagen habe man dann "die ganze Zeit im Kopf". Mit ihren männlichen Kollegen sei der Umgang dagegen oft anders gewesen: "Die Männer werden oft gleich einmal verstanden, die können auch ihre Meinung kundtun und es wird daran gearbeitet."
"Aber wenn wir Frauen einmal schlecht gefahren sind und gesagt haben: 'Die Kanten sind schlecht', dann hat es geheißen: 'Dann steh' einmal auf dem Ski darauf. Fahr gescheit, nachher kannst mit dem Ski und den Kanten auch fahren, weil die Kanten passen.'"
Man sei als Athletin "oft ein bisschen fehlverstanden worden und das ist ein bisschen traurig. Du denkst dir dann oft: 'Du darfst nichts sagen, weil du bist ja schuld.' Ich glaube, da werden noch große Unterschiede zwischen Männern und Frauen gemacht."
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Quelle: Eurosport
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