Venier kritisiert ÖSV-Cheftrainer Assinger scharf und lässt Karriereende offen: "Vieles, was Tammi gesagt hat, stimmt"

Super-G-Weltmeisterin Stephanie Venier hat mit kritischen Aussagen zu ÖSV-Damen-Cheftrainer Roland Assinger aufhorchen lassen. Die 31-Jährige kritisierte im Gespräch mit der "Kronen-Zeitung" vor allem den Umgang des Coaches mit den Athletinnen. "Es geht um die Art und Weise, wie - wenn überhaupt - mit uns kommuniziert wird. Wir sind kritikfähig, aber es geht immer um das Wie", erklärte Venier.

Stephanie Venier kritisiert den aktuellen Damen-Cheftrainer Roland Assinger

Fotocredit: Getty Images

Zuvor hatte bereits die zurückgetretene Tamara Tippler Kritik am österreichischen Cheftrainer Assinger geübt. "Es hatte den Anschein, als wäre ich nicht erwünscht", sagte die Speed-Spezialistin. Zudem werde meist von oben herab kommuniziert.
Venier bestätigte dies: "Vieles, was Tammi gesagt hat, stimmt. Die Richtlinien, die Roland Assinger vorgibt, sind oft schwer nachzuvollziehen und nicht mehr zeitgemäß." Sie und viele ihrer Kolleginnen wünschten sich stattdessen eine "Kommunikation auf Augenhöhe".
"Wenn es in die persönliche Ebene geht, viele Mädels 'plärren', dann ist das nicht die feine englische Art. Durch die Diskussionen beziehungsweise den Umgangston wird einem oft das Selbstvertrauen genommen. Dann ist es schwer, auf sein Können zu vertrauen", betonte die Österreicherin.
Für Venier ist auch mit Blick auf die Fortsetzung ihrer Karriere entscheidend, wie sich Assinger in Zukunft verhält: "Das wird sicher auch meine Entscheidung beeinflussen - denn so verliert man die Freude am Sport." Der 51-Jährige ist seit 2023 Damen-Trainer beim Österreichischen Skiverband (ÖSV) und hat noch einen Vertrag bis 2026.

Stephanie Venier lässt Karriereende offen

In einem Doppel-Interview mit Riesenslalom-Weltmeister Raphael Haaser hatte Venier zuvor erklärt: "Ich kann gar nicht sagen, ob es das war oder ich weiterfahre. Ich bin da gerade in der Findungsphase." Sie werde sich "einen guten Plan zurechtlegen – egal, ob für das Skifahren oder das Leben: Meine Knie bräuchte ich schon noch länger."
Der ÖSV teilte nach der Kritik der Athletinnen mit, es gebe interne Gespräche, "um ein umfassendes Bild zu gewinnen und unsere Strukturen gezielt weiterzuentwickeln".
"Das Wohl unserer Athletinnen, Athleten sowie Betreuerinnen und Betreuer hat für uns hohe Priorität – sowohl im menschlichen Miteinander als auch im täglichen Arbeiten auf Spitzensport-Niveau", hieß es weiter.
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Venier düpiert alle Favoritinnen - Highlights vom Damen-Super-G

Quelle: Eurosport


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