Sun Valley - Mikaela Shiffrin exklusiv zu ihrem Einsatz beim Weltcup-Finale: "War die einzige, die nicht überrascht war"
Update 26/03/2025 um 08:12 GMT+1 Uhr
Am Donnerstag schreibt Mikaela Shiffrin das letzte Kapitel einer Saison, die von Höhen und Tiefen geprägt war. Beim Weltcup-Finale im US-amerikanischen Sun Valley wird der erfolgsverwöhnte Superstar zwar ohne Kristallkugel bleiben, ein großes Ziel hat die 30-Jährige aber noch. Im exklusiven Interview mit Eurosport (siehe Video) ordnete sie auch ihre Schwächen im Riesenslalom ein.
Shiffrin exklusiv: "Dieser Winter war einfach hart"
Quelle: Eurosport
"Ein Saisonziel habe ich noch: Ich will im Gesamtweltcup die 500 Punkte knacken. Weit bin ich davon nicht entfernt", erklärte Shiffrin im exklusiven Interview mit Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg.
Die US-Amerikanerin würde dadurch in der kommenden Saison hinsichtlich ihrer Startposition im Riesenslalom profitieren, ein Platz zwischen den Startnummern 16 und 30 wäre ihr gewiss.
Um ihr Vorhaben zu verwirklichen, muss sie am Donnerstag mindestens auf Platz zwei fahren (ab 9:00 Uhr live und on-demand bei discovery+).
Aktuell steht Shiffrin im Gesamtweltcup nämlich nur bei 437 Zählern, zum ersten Mal seit der Saison 2015/16 beendet sie einen Weltcup-Winter unterhalb der 1000-Punkte-Marke. Darüber hinaus ist sie im Klassement hinter Paula Moltzan und Lauren Macuga (beide 509) nur drittbeste US-Amerikanerin.
Shiffrin: "Die einzige, die nicht überrascht war"
Körperlich befindet sich Shiffrin mittlerweile wieder an einem soliden Punkt. Ende Januar feierte sie in Courchevel ihr Comeback nach einer schweren Verletzung, rund einen Monat später folgte in Sestriere der historische 100. Weltcupsieg der zweimaligen Olympiasiegerin.
Die mentalen Hürden, die sich ihr auf dem Weg zurück gestellt hatten, überwindet sie Schritt für Schritt. "Ich verbringe wieder mehr Zeit auf dem Schnee, trainiere regelmäßiger", erklärte sie.
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Aus nach vielversprechendem Start: Shiffrin fliegt in Are raus
Quelle: Eurosport
Trotz all der Emotionen und vermeintlichen Rückschläge seit Courchevel ist die achtmalige Weltmeisterin "glücklich darüber, dass wir gepusht haben, noch in dieser Saison in den Weltcup zurückzukehren".
Zwar erlebte Shiffrin in den Riesenslaloms von Sestriere (25./DNQ) und Are (Aus in Lauf eins) sportliche Tiefpunkte, die US-Amerikanerin sah in diesen Niederlagen aber größtenteils positive Punkte. "In Sestriere war ich wahrscheinlich die einzige, die nicht davon überrascht war, dass ich ausgeschieden bin", hob sie hervor.
Shiffrin: "Wichtig zu wissen, wo man steht"
Shiffrin hätte unter der laufenden Saison durchaus vorzeitig einen Schlussstrich ziehen und in die Vorbereitung auf den anstehenden Olympia-Winter übergehen können. Die Argumente für ein Comeback überwogen letztlich aber doch.
"Ich konnte mich mit meinen Problemen auseinandersetzen und mit einer Mentalität fahren, die ich im Rennen brauche", schilderte sie: "Im Training herrscht ein anderer Druck, eine andere Intensität. Daher bin ich froh, dass ich diese Erfahrung in den letzten Rennen noch sammeln durfte."
Die schlechten Ergebnisse seien zwar dagewesen, "aber ich habe Schritte nach vorne gemacht", so Shiffrin, die zu bedenken gibt: "Mein niedrigstes Slalom-Level war zu dieser Zeit immer noch besser als mein höchstes Riesenslalom-Level. Ich habe mir nie erwartet, im Riesenslalom zu gewinnen."
Shiffrin ordnet ihre Ergebnisse daher ganz pragmatisch ein und nimmt sie als positive Entwicklung wahr. "Wenn man sich nicht auf einem wettbewerbsfähigen Niveau befindet und sich dessen bewusst, ist das zwar traurig, aber man kann darauf aufbauen", verdeutlichte sie ihren Standpunkt: "Es ist wichtig zu wissen, wo man steht."
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