Weltcup in Val d'Isère - Henrik Kristoffersen kritisiert Organisatoren nach Renn-Absage

Henrik Kristoffersen hat nach der Absage des zweiten Slaloms in Val d'Isère die Organisatoren für ihren Umgang mit den Pistenbedingungen kritisiert. "Natürlich war die Wetterlage gestern nicht einfach. Aber es sieht so aus, als wäre es ein Fehler gewesen, mit der Maschine reinzugehen. Für mich ist das ein bisschen seltsam", meinte der Norweger am Eurosport-Mikrofon. Es sei einfach "sehr schade".

Val d'Isère : World Cup : Kristoffersen's interview about cancellation

Quelle: Eurosport

Im Weltcup wurden in dieser Saison bei den Männern witterungsbedingt bislang nur zwei von neun Rennen gefahren. Sowohl in Sölden, Zermatt-Cervinia als auch Beaver Creek mussten mehrere Rennen abgesagt werden.
Mit Ausnahme der Matterhorn-Rennen habe man in diesem Jahr aber auch einige Male Pech gehabt, so Kristoffersen.
Kritik an den erneut abgesagten Events in Zermatt äußerte aber auch der 29-Jährige: "Ein Rennen auf 3800 Meter im November auf einem Gletscher auszutragen ... Das ist keine Raketenwissenschaft. Das Wetter wird einfach schwierig sein. Meiner Meinung nach ist Zermatt keine kluge Entscheidung. Ich bin nicht der Erste, der das sagt."
Mit Blick auf den gecancelten Slalom in Val d'Isère hatte Kristoffersen weitere Kritik an den Organisatoren.

Wolfgang Maier: "Hätte Piste mit Hand freischaufeln müssen"

In Trainingswochen habe man trotz nur weniger Leute auf der Piste meist "perfekte Bedingungen". "Für mich ist es deshalb etwas seltsam, dass man es beim Weltcup mit dieser Anzahl an Arbeitskräften nicht besser machen kann", ", sagte der Norweger: "Es war nicht die beste Entscheidung, die nachts getroffen wurde."
Auch DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier meinte im Interview mit der "ARD": "Ich war auf einer Versammlung der Cheftrainer, die moniert haben, dass man nicht vorsichtig genug mit der Oberfläche umgegangen ist. Eigentlich hätte man die Piste mit der Hand freischaufeln müssen, dann hätte man die Oberfläche nicht zerstört."
Der Neuschnee habe aber das Wasser aus der Piste gezogen: "Deshalb sind sie mit Maschinen auf den Hang gefahren und haben die Oberfläche zerbrochen."

Kritik an Äußerungen von Henrik Kristoffersen

Die ehemalige Skifahrerin Marie Jay Marchand-Arvier, 2009 Vize-Weltmeisterin im Super-G, konterte jedoch die Kritik von Kristoffersen.
"Als Läufer ist man auf seine eigene Person, seinen Trainingsrhythmus und seinen Stab fokussiert. Die aktiven Skifahrer sind sich nicht bewusst, was organisatorisch alles auf die Beine gestellt wird", meinte die Französin gegenüber Eurosport.
Marchand-Arvier weiter: "Die Natur ist keine exakte Wissenschaft. Es gibt Entscheidungen, die getroffen werden, manchmal sind es die richtigen, manchmal nicht. In diesem Fall haben die Organisatoren die richtigen Entscheidungen getroffen."
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Dicker Patzer: Kristoffersen verspielt Podium

Quelle: Eurosport

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